CBD bei Gehirntumoren Cannabis-Wirkstoff gegen Krebs

Cannabidiol (CBD) hilft bei diversen Krankheiten. Nun hat ein deutsches Forscherteam herausgefunden, dass das Cannabis-Produkt auch gegen verschiedene Krebsvarianten wirken kann – darunter die gefürchteten Glioblastome im Gehirn.

Eine Hand hält ein Fläschchen, dahinter Hanfpflanzen
CBD - Cannabidiol wird aus weiblichen Hanfpflanzen gewonnen. Bildrechte: imago images/Science Photo Library

Bereits eingesetzt wird CBD bei multipler Sklerose und bestimmten Epilepsieformen, dazu wird eine Wirkung bei Covid-19 ebenfalls diskutiert. Auch für Krebs nimmt man einen Effekt der nicht-psychotropen Substanz an, dies konnte bisher aber nicht bewiesen werden. Offenbar gelungen ist das nun einem deutschen Forscherteam. Die Wissenschaftler u.a. von der Münchner LMU und TU schreiben in ihrer im Fachmagazin "Neuro-Oncology" veröffentlichten Studie, dass das CBD dabei hilft, einen sogenannten Transkriptionsfaktor namens NF-kB so umzuwandeln, dass er verschiedene Krebsarten unterdrücken kann.

CBD-Variante wird bereits als Medikament eingesetzt

Dazu sollen auch sogenannte Glioblastome zählen, die im Gehirn auftreten. Diese Tumore gehören zu den gefährlichsten überhaupt, die mittlere Überlebenszeit von Patienten liegt derzeit nur bei wenigen Monaten. Bisher bestanden die Therapiemöglichkeiten nur in operativer Reduktion des Tumors, Bestrahlung und Chemotherapie.

Laut den deutschen Forschenden kommt nun eine weitere Option hinzu. Denn das für die Behandlung benötigte CBD ist bereits im Anti-Epilepsie-Medikament Epidiolex enthalten – und könnte so relativ schnell auch in der Therapie von Krebspatienten eingesetzt werden.

cdi

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