Arabische Mission Hope Probe geht in den wissenschaftlichen Mars-Orbit

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eine von drei Nationen, die im Februar den Mars erreicht haben. Am 22. März werden sie den Eintritt in den wissenschaftlichen Mars-Orbit vorbereiten. Es ist eines von zwei Manövern, bevor die arabische Erforschung des Mars beginnen kann.

Künstlerische Illustration der Raumsonde 'Hope'
Künstlerische Illustration der Raumsonde 'Hope' Bildrechte: picture alliance/dpa/PA Media | Mohammed Bin Rashid Space Centre

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am 9. Februar den Mars-Orbit erreicht. Es war eines der schwersten Manöver in der Geschichte der jungen Raumfahrtnation. Hätte sie ihre Raumsonde Hope nicht im richtigen Moment abgebremst, wäre sie vermutlich an dem Roten Planeten vorbeigeflogen oder in seiner Atmosphäre verglüht.

Das 27-minütige Abbremsmanöver ist ihnen geglückt. Es ist das erste Mal, dass die Vereinigten Arabischen Emirate einen fremden Planeten besuchen. Seitdem sind eineinhalb Monate vergangen, in denen die Emirate sich auf ihre nächste Missionsphase vorbereiten: den Eintritt in die wissenschaftliche Marsumlaufbahn.

Schneller als gedacht und fleißig am Daten sammeln

Am 22. März findet das erste Korrektur-Manöver statt. Die Inbetriebnahme- und Testphase der Raumsonde wurde bereits am 9. März beendet. Damit liegen die Emirate vor ihrem eigentlichen Zeitplan und mittlerweile hat Hope Probe den Mars bereits mehr als 21-mal umrundet.

Omran Sharaf, EMM-Projektdirektor bei Hope Probe
Bildrechte: UAESA/MBRSC

In dieser Zeit waren wir damit beschäftigt, die drei Instrumente der Hope-Sonde zu kalibrieren, die Instrumenten-Subsysteme des Raumfahrzeugs in Betrieb zu nehmen und zu testen. Wir haben dabei jede Gelegenheit genutzt, um Daten zu sammeln.

Omran Sharaf, EMM-Projektdirektor

Während dieser Zeit war die Raumsonde nicht untätig. Sie hat mehr als 800 Bilder vom Mars aufgenommen. Ihr erstes scharfes Bild vom Mars haben die Emirate bereits wenige Stunden nach ihrer Ankunft am Roten Planeten veröffentlicht.

Dieses von der Sonde «Amal» («Hope») der Vereinigten Arabischen Emirate aufgenommene Bild zeigt den Mars.
Dieses von der Sonde «Amal» («Hope») der Vereinigten Arabischen Emirate aufgenommene Bild zeigt den Mars. Bildrechte: dpa

Außerdem wurden bereits etliche Daten über die Beschaffenheit der Marsatmosphäre gesammelt. Nur mit dem "Emirates Mars Infrarot Spectrometer" (EMIRS) konnten bereits über 280.000 Infrarot-Spektren aufgenommen werden, erklärt Hessa Al Matroushi. Sie ist die für die wissenschaftliche Leitung der Marsmission zuständig.

Hessa Al Matroushi, wissenschaftliche Leiterin der arabischen Mars-Mission Hope Probe
Bildrechte: UAESA/MBRSC

Wir waren auch in der Lage, eine Reihe von hochdetaillierten Bildern des Planeten mit unserem Imager aufzunehmen, was durch die Tatsache begünstigt wurde, dass wir uns an unserem nächsten Punkt in der Umlaufbahn auf der Sonnenseite des Mars befinden. Wir freuen uns sehr darauf, jetzt in unsere Wissenschaftsumlaufbahn zu gelangen und mit dem Sammeln der Planetendaten zu beginnen, die wir im Laufe des kommenden Marsjahres sammeln wollen.

Hessa Al Matroushi, wissenschaftliche Leiterin EMM

Zwei Korrekturen für den Wissenschaftsorbit

Das Transition-to-Science-Manövern (TSM) wird die erste von insgesamt zwei Umlaufbahn-Korrekturen sein. Zwar hatten die Wissenschaftler der arabischen "Hope Probe"-Mission ein weiteres Manöver eingeplant. Doch dieses wird voraussichtlich nicht nötig sein. Die zweite Umlaufbahn-Korrektur wird voraussichtlich am 6. April stattfinden. Anschließend kann die Hauptphase der wissenschaftlichen Mission eingeleitet werden.

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