Klimawandel WMO: Schon bis 2026 wird die 1,5 Grad-Grenze einmal gerissen

Die Weltwetterorganisation WMO in Genf schlägt Alarm: Das globale Klima erwärmt sich, schon bis 2026 wird die 1,5 Grad-Grenze mit hoher Wahrscheinlichkeit einmal überschritten, sagen die Experten in ihrem aktuellen Bericht.

Ein Mann mit Schild 1,5 Grad Celsisus während einer Fridays for Future Demonstration
Die Sorge ums Klima und den Temperaturanstieg treibt seit Jahren Menschen auf die Straße. Bildrechte: imago images/Martin Müller

Bereits bis 2026 steigt die weltweite Durchschnittstemperatur erstmals über die 1,5 Grad-Grenze. Davon geht die Weltwetterorganisation WMO aus, die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei 50 Prozent. Das bedeute nicht zwingend, dass diese 1,5 Grad-Grenze dann kontinuierlich gerissen werde, in den Folgejahren könne der Durchschnittswert auch niedriger liegen, heißt es aus Genf, wo die Organisation ihren Sitz hat. Allerdings gehen die WMO-Experten davon aus, dass die Temperaturen tatsächlich weiter steigen. Der Anstieg der globalen Temperatur hat beispielsweise zur Folge, dass sich Extremwetter-Ereignisse wie Überflutungen und Hitzewellen häufen.

2015 weltweite Temperatur erstmals ein Grad über vorindustriellem Level

2015 war erstmals ein globaler Anstieg von einem Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900) gemessen worden. Auf der Weltklimakonferenz im selben Jahr war im Pariser Klimaabkommen festgeschrieben worden, dass die dauerhafte Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst unter 1,5 Grad Celsius beschränkt werden müsse.

Prognose 2022: Südwesteuropa trockener, Nordeuropa feuchter

Als weltweit heißestes gemessenes Jahr gilt 2016 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von etwa 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die Wahrscheinlichkeit, dass der 2016er-Rekord bis 2026 gebrochen wird, liegt laut WMO sogar bei 93 Prozent. 2021 lag die globale Durchschnittstemperatur laut vorläufigem WMO-Klimabericht 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau. 2022 wird den Meteorologen zufolge in Südwesteuropa und im Südwesten Nordamerikas trockener als im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. In Nordeuropa, der Sahel-Zone, Nordostbrasilien und Australien dürfte es dagegen feuchter werden.

Ausgetrocknetes Flussbett
Global gesehen war 2018 kein Rekordjahr, die anhaltende Trockenheit sorgte beispielsweise an der Elbe für Niedrigwasser. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Die nächste Weltklimakonferenz findet im November in Ägypten in Scharm el Scheich statt. Dazu werden etwa 30.000 Teilnehmende erwartet, darunter auch 120 Staats- und Regierungschefs.

Menschen stehen am Ort einer Überschwemmung
März 2022: Überschwemmungen in der Region Newsouthwales in Australien Bildrechte: dpa

Links/Studien

Den Bericht der WMO finden Sie hier als pfd.

(WMO/dpa/lfw)

Modell einer Erde dampft und ist mit Pflastern beklebt 45 min
Bildrechte: MDR Wissen
Vertrocknete Sonnenblume auf einem Feld 44 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

51 Kommentare

Goldloeckchen vor 2 Tagen

„Löckchen, du machst dich lächerlich.“

Ich wüsste nicht das wir zusammen im Sandkasten gespielt hätten.

Aber sie spielen da anscheinend immer noch.

Das sagt viel über ihre Bildung aus. Stillstand, nicht mehr und nicht weniger

DER Beobachter vor 3 Tagen

Löckchen, du machst dich lächerlich. Nebenbei: Wohnst du zufällig in einer Elbestadt? Schau dir an, wie sich die Ufer über die Jahre verändert haben...

Tom0815 vor 3 Tagen

@Tacitus
Wie ich haben auch andere in diesem Thread mehrfach nach den von Ihnen genannten 2 Stellschrauben gefragt. Erhellen Sie uns noch oder belassen Sie es bei Ihrer "Erläuterung" von unten "...wenn Sie die nicht kennen..."?

Mein persönlicher Rat: Geben sie Ihr Wissen preis und teilen sie es. Vielleicht haben ja alle was davon, lernen vielleicht noch etwas dazu und Sie machen sich nicht lächerlich. Vielen Dank vorab.