Raketenstart Blue Origin Rakete New Shepard NS15 schafft es in den Weltraum – und zurück

Der nächste Schritt Richtung privater bemannter Raumfahrt ist geglückt: Die wiederverwendbare Rakete aus dem Hause Blue Origin startete heute (14.04.2021) – unbemannt – zu einem Testflug.

Start einer Rakete
Bildrechte: blue origin

Die Trainingseinheit ist geglückt und die Sektkorken dürften geknallt haben im Hause Blue Origin: Der Raketenstart der New Shepard Rakete NS15 verlief erfolgreich. Die wiederverwendbare Rakete hat ihren Testflug souverän bestanden. Nach einem Bilderbuchstart der Rakete um 17:56 Uhr (MESZ) in den strahlendblauen Himmel über Texas, erreichte die NS15 nach gut vier Minuten eine Höhe von über 105 Kilometern und landete nach 7:22 Minuten souverän wieder auf dem anvisierten Landeplatz. Damit schaffte es New Shepard offiziell in den Weltraum, der nach den Festlegungen der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) bei 100 Kilometern Höhe beginnt. Knapp drei Minuten nach der Rakete landete auch das Raumschiff sicher an Fallschirmen.

Sowohl nach dem Start als auch nach der Landung "testeten" Blue-Origin-Mitarbeiter Ein- und Ausstieg aus dem Gefährt, um zu überprüfen wie die Kommunikationstechnik mit der Zentrale funktioniert – eine Simulation, bevor dann eines Tages die Rakete mit Astronauten oder Privatleuten an Bord ins All fliegt.

Rakete im Landebereich
Landung geglückt. Bildrechte: blue origin

Blue Origin - wer steckt dahinter?

Amazon-Chef Jeff Bezos hatte das private Raumfahrtunternehmen im Jahr 2000 gegründet. Langfristig will er mit seinem Unternehmen u.a. zahlenden Weltraumtouristen elfminütige "Ausflüge" ins All ermöglichen. Das Raketensystem ist so konzipiert, dass für jeden Start nur etwa 26 Personen im Kontrollzentrum benötigt werden. Das System selbst ist vollständig wiederverwendbar, die Flugmodule starten und landen senkrecht.

lfw

1 Kommentar

Harka2 vor 27 Wochen

Beeindruckende Technik, aber letztlich ohne praktischen Nutzen, denn damit gelingen nur suborbitle Flüge. Die 4000 km/h Höchstgeschwindigkeit sind beeindruckend, aber noch gar weit von der ersten kosmischen Geschwindigkeit entfernt. Das ist alles konventionelle Technik und man bedarf auch keines Hitzeschildes. Mal abegesehen von der Wiederverwendung sind das Leistungen, welche die deutsche A4 (V2) Anfang der 1940er Jahre schon erbrachte.