Teasergrafik Altpapier vom 11. Juli 2019: Hans-Georg Maaßen im Bullauge , Standmuscheln und Schwimmflossen (Sommerloch)
Bildrechte: MEDIEN360G / panthermedia / dpa

Das Altpapier am 11. Juli 2019 Das Volks-Sommerloch

Wenn das Personal für die Nachrichten-Flaute noch nicht im Einsatz ist, hilft der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes gerne aus. China hat die Hoffnung aufgeben, dass ein Kurznachrichtendienst das Volk ruhigstellen könnte. Und in Deutschland spekulieren Medienjournalisten über das Ende der Welt. Ein Altpapier von Ralf Heimann.

Teasergrafik Altpapier vom 11. Juli 2019: Hans-Georg Maaßen im Bullauge , Standmuscheln und Schwimmflossen (Sommerloch)
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Wenn es warm wurde und die Nachrichten immer dünner, gab es früher Brillenkaimane, Killerwelse oder Problembären, die in der Flaute für Politiker einsprangen und dafür sorgten, dass Journalisten etwas zu berichten hatten. Dazu machten sie Seen und Wälder unsicher. Heute haben wir einen ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten, der durchs Internet irrlichtert und auf die Weise ungefähr das Gleiche erreicht: Er bekommt Aufmerksamkeit – jetzt leider auch noch von uns. Aber wir können uns immerhin darauf berufen, dass es unsere Aufgabe ist, das zu kommentieren, was die anderen schreiben. Und außerdem, wir wissen ja: Wenn wir es nicht machen, dann machen es die Chinesen.

Zunächst aber zur Sache. Hans-Georg Maaßen hat schon am Dienstagabend “eine Debatte im Netz ausgelöst“, die der Tagesspiegel hier mithilfe von dpa-Material rekonstruiert. Maaßen hatte einen Artikel der NZZ geteilt, der mit Begriffen wie “Ur-Deutsche“ oder “Bio-Deutsche“ jonglierte, vor allem aber mit der Angst, dass diese Gruppe innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik bald nicht mehr die größte sein könnte. Dabei geriet einiges durcheinander, und zwar so durcheinander, dass unter dem Artikel inzwischen folgender Hinweis steht:

Der Text wurde zunächst versehentlich in unredigierter Fassung publiziert. Wir bitten dies zu entschuldigen.

Diese Anmerkung ist nun selbst zum Medienthema geworden, und zwar auf der SZ-Medienseite, wo Willi Winkler unter der Überschrift “Ein Fehler“ schreibt:

Ein solches Eingeständnis ist ungewöhnlich. Redigiert wird in jeder Zeitungsredaktion; ohne den kollegialen Blick fänden sich noch viel mehr falsche Konjunktive und Billionen statt Milliarden im Blatt. Online muss es aber auch schnell gehen.

Genau diese Denkweise – das als kleine Randbemerkung –, also dass es online auch schnell gehen müsse, führt häufig zu dem paradoxen Ergebnis, dass auf oft schon nach einem Tag vergessenen Papier sorgsam redigierte Texte erscheinen, während in den auch nach Jahren noch auffindbaren Artikeln im Netz Schludrigkeiten stehen, die später niemand mehr korrigiert. Aber immerhin das war in diesem Fall anders, wobei es hier weder um Milliarden noch um Konjunktive ging, sondern anscheinend vor allem darum, völkisches Denken zu extrahieren.

Stefan Niggemeier hat sich das alles für Übermedien etwas genauer angesehen. Der NZZ-Autor Michael Rasch erwähnt etwa Einwände eines Migrationsforschers in Bezug auf Kategorien und Begriffe wie “Mehrheitsgesellschaft“, läßt sich davon aber nicht weiter beeindrucken.

Stefan Niggemeier:

Eine Deutsche, die in Deutschland geboren wurde und eine deutsche Mutter ohne Migrationshintergrund hat und einen deutschen Vater mit ausländischen Wurzeln, zählt zum Beispiel nicht zur ‚Mehrheitsgesellschaft‘ und trägt durch ihre Existenz zu derem angeblichen Ende bei. Die NZZ erwähnt den fundamentalen Einwand der Experten gegen diese Kategorisierung – und ignoriert ihn dann, um auf genau dieser Kategorisierung ihren ganzen Artikel aufzubauen.“

Auch der “Westfernsehen“-Vergleich, den Hans-Georg Maaßen bemüht, fällt in sich zusammen, wenn man ihn leicht anstupst.

“Damit der sachliche Kern des 'Westfernsehen‘-Vergleichs funktioniert, müsste das, was die NZZ da berichtet, von anderen Medien totgeschwiegen werden. Doch die NZZ selbst verweist zum Beispiel auf ein Interview, das die FAZ mit dem Integrationsforscher Maurice Crul geführt hat und dem sie das durchaus aufmerksamkeitsstarke Zitat 'Es gibt keine Integration mehr’ als Überschrift gegeben hat.“

Niggemeier führt noch weitere Beispiele an, die zeigen, dass es im NZZ-Artikel offenbar nicht so sehr darum geht, “ Zusammenhänge herzustellen und Erkenntnisse zu schaffen“, sondern eher darum, eine apokalyptische Botschaft zu transportieren, “die die Geschichte extrem anschlussfähig macht für Menschen von der rechten CDU-Splittergruppe Werte-Union bis zur Identitären Bewegung“.

Das hat natürlich wieder einmal funktioniert. Der Medienjournalist Daniel Bouhs twitterte schon recht früh am Mittwoch:

“Hat Maaßen eigentlich die mediale Aufmerksamkeit verdient, die er derzeit bekommt? Wenn ja: womit eigentlich? Oder machen Medien vielleicht gerade denselben Fehler wie einst bei der AfD? #Stöckchen“.

Stefan Fries, ebenfalls Medienjournalist, antwortete:

“Oder nimmt das politische System die Thesen deshalb auf, weil wir darüber berichten?“

Meine Vermutung wäre, dass beides gar nicht so leicht zu trennen ist, weil “Medien“ und “politisches System“ zum Beispiel bei Twitter eher eins sind, und dort entzünden sich diese Debatten ja sehr oft, bevor sie klassischen Medien ausgebreitet werden. Was sie befeuert, das beschreibt Deutschlandfunk-Chefkorrespondent Stephan Detjen im Interview mit der Augsburger Allgemeinen sehr gut:

“Das Gefühl, das (sic!) man selber Zeuge eines schreienden Unrechts wird, mobilisiert die Menschen (…) enorm.“

Und das gilt offenbar auch für einen ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten. Inzwischen hat der übrigens schon ein neues Thema gefunden.

Die lange Leine ist Geschichte

Natürlich gibt es unterschiedliche Mobilisierungsgrade – am untersten Skalenende der auf dem Sofa liegend getippte Twitter-Kommentar, relativ weit oben die Entscheidung, tatsächlich aus dem Haus zu gehen und tätig zu werden. Die chinesische Regierung hat offenbar anfangs darauf gesetzt, dass das eine das andere verhindern könnte (was ich gut nachvollziehen kann, denn bei mir selbst funktioniert das).

Im FAZ-Interview mit Cornelius Dieckmann sagt CNN-Reporter James Griffiths über die Rolle des chinesischen Microblogging-Dienstes Weibo:

“Anfangs gewährte die Regierung Weibo eine lange Leine, um den Nutzern ein Ventil zu geben, denn wenn jemand die Möglichkeit hat, sich online zu beschweren, ist er mitunter weniger versucht, wirklich tätig zu werden. Ein Stück weit ist das simulierte Partizipation, obwohl in den genannten Fällen tatsächliche Resultate erzielt wurden. Sobald Nutzer sich auch offline organisieren wollten, wurde das umgehend unterbunden.“

Mittlerweile sieht die chinesische Regierung das offenbar anders. Die lange Leine gibt es laut Griffiths nicht mehr. Aber nach wie vor ist das Anliegen, zu verhindern, dass Menschen sich zusammentun und handeln. Nur unterbindet die Regierung das jetzt auf anderem Wege – indem sie versucht, die gegenseitige Unterstützungsbereitschaft zu hemmen.

“Dabei geht es der Zensur nicht primär darum, Tiananmen totzuschweigen – denn fast jeder weiß von Tiananmen –, sondern darum, den letzten, viel wichtigeren Schritt zu verhindern: dass Menschen handeln. Die Vorstellung, eine Information allein genüge, um Veränderung in Gang zu setzen, ist falsch. Solange Peking verhindern kann, dass Menschen Solidarität bekunden, um sich zu organisieren, muss es sich nicht allzu sehr darum sorgen, was sie wissen.“  

Wann die Herkunft wichtig ist

In Deutschland gibt es, Stand heute, weiterhin keine Zensur. Das ändert allerdings nichts daran, dass viele Menschen das dennoch vermuten, vor allem, wenn Medien Informationen, die zur Verfügung stehen, nicht veröffentlichen, wie es im Zusammenhang mit Straftaten oft vorkommt, wenn es etwa um die Nationalität von Verdächtigen und Tätern geht. Laura Hertreiter und Tom Soyer erklären heute in der SZ, wann die Herkunft in der SZ-Berichterstattung eine Rolle spielt – und warum die Zeitung im Falle der Vergewaltigung in Mülheim die Nationalität der Täter mittlerweile nennt. Dabei orientiert die Zeitung sich an der im März 2017 aktualisierten Richtlinie im Pressekodex, die fordert, die Nationalität nur dann zu nennen, wenn “ein begründetes öffentliches Interesse“ besteht.

Hertreiter und Soyer:

Der Fall von Mülheim zeigt (…), wie sehr die dort (im Pressekodex, Anm. Altpapier) genannten Empfehlungen konkurrieren können: Kinder und Jugendliche seien besonders zu schützen, heißt es, 'mit Hinblick auf die Zukunft der Betroffenen‘. Bei der Nennung der Herkunft von Minderjährigen ist demnach Zurückhaltung geboten. In Fällen von großem öffentlichen Interesse, wie es inzwischen gegeben ist, gebe es hingegen Gründe für eine Nennung: 'F ein überwiegendes öffentliches Interesse spricht in der Regel, wenn eine außergewöhnlich schwere oder in ihrer Art und Dimension besondere Straftat vorliegt.‘“

Die SZ prüft, wie die Autoren schreiben, “in Fällen wie diesem die Umstände jeweils genau und entscheidet im Zweifel auf Grundlage neuer Erkenntnisse von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde neu“. Seit Mittwoch verrät die SZ nun, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Jugendliche bulgarischer Herkunft handelt – und das Zitat von Sonja Volkmann-Schluck, der Sprecherin des Presserats, die es für begründbar hält, in diesem Fall von der grundsätzlichen Regel abzuweichen, zeigt, wie kompliziert die Entscheidung ist. 

Da die Tat aus einer größeren Gruppe heraus begangen wurde und es sich – angesichts des Alters der Beteiligten – um eine in ihrer Dimension ungewöhnliche und zudem außergewöhnlich schwere Straftat handelt, sprechen hier viele Gründe für die Nennung der Nationalität."

Für Volkmann-Schluck gibt unter anderem das Alter der mutmaßlichen Täter, das in anderen Fällen ein Grund dafür sein könnte, die Nationalität nicht zu nennen, den Ausschlag dafür, hier doch über die Nationalität zu berichten.

Was wird aus der Welt?

Letztes Thema für heute: die geplante Beteiligung des Finanzinvestors KKR am Springer-Verlag, die vor allem wegen einer kurzen Passage auf Seite 32 des offiziellen Angebots für Aufregung sorgte. Dort steht nämlich, die Vereinbarung sehe vor, “den Geschäftsbereich der Welt-Gruppe fortzuführen“, allerdings “unter der Voraussetzung einer angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation“, wie Caspar Busse auf der SZ-Medienseite schreibt. Die etwas verschwurbelte Formulierung bedeutet möglicherweise einfach: Wenn die Welt nicht mehr genug abwirft, muss sie dran glauben.

So interpretiert das zum Beispiel Thomas Knüwer bei Twitter. Und er vermutet, dass das Ergebnis längst feststeht:

“Die @Welt wird nicht das einzige Objekt bleiben, das durch den KKR-Einstieg verschwinden wird. Jeder Teil von Springer wird 3 Jahre haben, um Rendite zu liefern.“

Dass die Zeitung im Text ausdrücklich erwähnt wird, scheint jedenfalls kein Zufall zu sein. Caspar Busse schreibt:

Auffällig: Andere Objekte von Springer, etwa Bild oder das Online-Portal Business Insider werden in den Unterlagen nicht aufgeführt, schon gar nicht werden explizit Einschränkungen erwähnt.

Über den Plan des Investors scheint es keine Zweifel zu geben. Immer noch Busse:

“Ziel des Finanzinvestors ist es, später, etwa nach fünf bis sieben Jahren, mit einem ordentlichen Gewinn wieder auszusteigen. So hat das KKR auch beim Münchner Fernsehsender Pro Sieben Sat1 gemacht“

Kurios dabei ist: Den Nachrichtensender N24, der mittlerweile ebenfalls Welt heißt, und den ProSiebenSat1 nicht mehr haben wollte, weil er zu wenig rentabel war, bekäme der Investor nun über einen Umweg zurück, falls die Springer-Beteiligung gelingen sollte. Abhängig ist das laut SZ davon, ob es KKR gelingt, mehr als 20 Prozent der Aktien zu kaufen.

Die nächste Frage wäre dann, ob die Eigentümer Springer von der Börse nehmen. Laut Caspar Busse steht das schon fest (“Ist KKR aber erfolgreich, soll Springer von der Börse genommen werden.“) Klaus Max Smolka, der für die FAZ über die geplante Übernahme berichtet, beruft sich auf “Leute im Hintergrund“, die gesagt hätten, das sei derzeit nicht geplant. Heute Nachmittag will der Verlag dazu eine Stellungnahme veröffentlichen.

Altpapierkorb (Stuttgarter Pressehaus, Manische Radiosender, Grindel und das ZDF, Ein Tag mit Fox News)

+++ Mit dem seit Mai geltenden neuen Rundfunkstaatsvertrag können öffentlich-rechtliche Sender mehr europäische Produktionen in der Mediathek bereitstellen, berichtet Timo Niemeier für DWDL. Das ZDF habe damit jetzt angefangen.

+++ Josef-Otto Freudenreich schreibt in einem sehr lesenswerten Text für die Wochenzeitung Kontext über die Verwerfungen, die der Umbau der Südwestdeutschen Medien-Holding mit sich bringt. Es geht um radikale Veränderungen, Beharrungskräfte, um viel Geld und um Dünkel. Eine Passage aus dem Text: “Und seine (des Holding-Chefs Christian Wegner, Anm. Altpapier) neue Geschäftsführerin für Personal und Organisation, eine 34-jährige Ex-P7S1-Managerin, macht den Provinzlern im Pressehaus schnell klar, dass sie ‚nur im Notfall‘ nach Stuttgart kommt. Man kann vermuten, dass sie die schwäbische Landeshauptstadt für ein Kaff und Stefan Raab für einen Journalisten hält.“ 

+++ Alljährlich bejubeln die Radiosender sich bei der Veröffentlichung der Nutzerzahlen selbst. Möglich ist das auch, weil es keine einheitliche Kennzahl gibt, an der sich alle orientieren müssen. So pickt sich jeder Sender die Zahlen heraus, die am besten aussehen. Wie das im Ergebnis aussieht, erklärt Christoph Sterz für das Deutschlandfunk-Medienmagazin @mediasres. 

+++ Der Uhrenliebhaber und ehemalige DFB-Chef Reinhard Grindel hat sich mit dem ZDF außergerichtlich darüber geeinigt, dass er nicht zum Sender, seinem alten Arbeitgeber, zurückkehren wird. Das hatte zunächst die “Sport-Bild“ berichtet (Mittwoch-Ausgabe, nicht online). Warum Grindel sich überhaupt mit dem ZDF einigen musste, ist mir allerdings immer noch nicht ganz klar. Dass er kein Rückkehrrecht besitzt, stand laut dpa bereits fest. Aus den weitgehend aus dpa-Material basierenden Berichten, zum Beispiel diesem bei faz.net, geht die Begründung nicht hervor. Der Journalist Frank Biermann hat eine Vermutung.

+++ Benjamin Emonts hat für die SZ den Dreh einer neuen Serie über Sigmund Freud in Wien besucht, bei dem Netflix mit dem öffentlich-rechtlichen ORF zusammenarbeitet.

+++ Altpapier-Kollege René Martens hatte für die Juli-Ausgabe des Magazins Journalist über die Arzneimittelfirma Hevert geschrieben, die gern Kritiker einschüchtert, die auf den Wissensstand der Forschung hinweisen, was im Juni auch Thema in Jan Böhmermanns Sendung Neo-Magazin-Royal wurde. Der Magazin-Text ist jetzt online

+++ Philipp May hat für das Deutschlandfunk-Medienmagazin @mediasres einen Tag lang den Donald-Trump-Sender Fox News geschaut. Das Ergebnis ist nicht überraschend. Ein Zitat des Kommunikationswissenschaftlers Michael Socolow aus dem Text fasst es gut zusammen: “Fox News verstärkt die Motivation von Republikanern, Republikaner zu wählen, aber Fox News überzeugt keine Leute. Als Nicht-Konservativer wird dich Fox News kaum dazu bringen, konservativ zu wählen.“

+++ Angela Merkel hatte am Mittwoch wieder einen Zitteranfall. Moritz Tschermak hat sich für das Bildblog angesehen, was in den Kommentarspalten bei Bild.de und auf der “Bild“-Facebook-Seite danach passieren durfte, ohne dass irgendwer eingriff. Tschermak: “Und das ist wahrlich nur eine kleine Auswahl aus einer großen Jauchegrube.“

+++ Um Fox-News-Gründer Roger Ailes geht es in der siebenteiligen Serie “The Loudest Voice“, die Julian Miller sich für Quotenmeter angesehen hat. Sein Urteil: “'The Loudest Voice’ gerät (…) unverhofft zur Selbstparodie, zur Mediensatire statt zum Mediendrama, weil die tatsächlichen Persönlichkeiten und die realen Ereignisse keine andere Darstellungsform zulassen. Roger Ailes ist wie Donald Trump brandgefährlich und hat Amerika das Fürchten gelehrt – und trotzdem bleibt er eine Witzfigur, eine Groteske, ein Wicht.“

+++ In der jetzt auch schon seit ein paar Wochen andauernden Diskussion über die Karikaturen von Franziska Becker (im Altpapier zuletzt hier) hat Laurent Sourisseau, Chefredakteur der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo, die Karikaturistin in der Emma in Schutz genommen. Jakob Augstein hatte bei Twitter geschrieben, für ihn sehe es so aus, als könnten ihre Cartoons auch in der Jungen Freiheit stehen. Michael Hanfeld berichtet darüber auf der FAZ-Medienseite (45 Cent bei Blendle).

+++ Sieht so aus, als würde DuMont seine zum Verkauf stehenden Zeitungen doch nicht so leicht los (Altpapier). Vor ein paar Tagen hatte Ulrike Simon für Horizont bereits berichtet, Interessenten hätten sich zurückgezogen. Nun schreibt Gregory Lipinski bei Meedia, in der Branche sei zu hören, das Unternehmen hoffe, das Management werde die Titel übernehmen. Eine Entscheidung steht weiter aus.

Offenlegung: Ich arbeite gelegentlich für Übermedien, das Bildblog und die Süddeutsche Zeitung, die zur Südwestdeutschen Medien-Holding gehört.

Neues Altpapier gibt es am Freitag.

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