Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 3. April 2018: Sind die in manchen Gemeinschaften schon abgeschriebenen weißen älteren Männer doch wieder erwünscht, oder ganz im Gegenteil? Zumindest äußern sich Don Alphonso und Richter Fischer umfangreich.
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Das Altpapier am 3. April 2018 Comeback der Flamboyanz?

Sind die in manchen Gemeinschaften schon abgeschriebenen weißen älteren Männer doch wieder erwünscht, oder ganz im Gegenteil? Zumindest äußern sich Don Alphonso und Richter Fischer umfangreich. Könnte die FAZ nicht wenigstens unter sehr Facebook-kritischen Artikeln den blöden Facebook-"Sharer"-Button weglassen? Und der Rheinneckarblog gibt schon wieder (noch ein letztes Mal?) ein kleines Rätsel auf. Ein Altpapier von Christian Bartels.

Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 3. April 2018: Sind die in manchen Gemeinschaften schon abgeschriebenen weißen älteren Männer doch wieder erwünscht, oder ganz im Gegenteil? Zumindest äußern sich Don Alphonso und Richter Fischer umfangreich.
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Falls Sie's auch kaum bemerkt haben: Während des langen Osterwochenendes ist der 1. April, traditioneller Zeitpunkt so'ner und solcher Scherze, verstrichen. War zum Beispiel ein Aprilscherz, die Deutsche Post als Datenerheber und politischen Datenhändler auf Augenhöhe mit Facebook zu heben, wie es die Bild am Sonntag (€, gratis aggregiert von tagesschau.de) tat?

Wohl nicht; dass deutsche Unternehmen die Krümel vom Kuchen, die bei ihnen landen, ebenfalls monetarisieren möchten, brauchte allerdings auch niemanden zu überraschen. Und dass Facebook im Mainstream auf einmal nicht mehr uneingeschränkt als Vorbild dient, ist ja erst wenige Wochen her.

Rasches Comeback einer prominenten Kunstfigur

Aber dass Don Alphonso, die kürzlich (Altpapier) bei faz.net hinausgeflogene Online-"Kunstfigur, die ihrem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist", am 1. April in der Autoren-Liste der Welt auftauchte, also neben – um den aktuell allerbekanntesten Welt-Autoren zu nennen – Deniz Yücel: War das ein Aprilscherz?

Wieder: Nö, wie Don Alphonso-Rainer Meyer im meedia.de-Interview gern grandseigneurhaft erzählte. Darin zeigt er sich relativ generös gegenüber Gegnern. Ein paar Spitzen gegen die "Prantlhausener Zeitung" und "die staatsnahen Fernseh- und Rundfunksender, die sich mit einer Mischung aus Merkelunterstützung und einem bipolaren Freud-Feind-Denken recht gut eingerichtet haben", sind natürlich enthalten. Lob für Frank Schirrmacher ist jedoch mehr enthalten. Vor allem möchte Meyer mitteilen, dass er nach dem Aus bei faz.net nur circa fünf Minuten auf dem Markt gewesen sei, bevor er neue Auftraggeber hatte.

Oft gefragt worden sei er, weil viele Medien

"explizit wieder einen alten weißen Mann wollten, weil sie den Eindruck hatten, dass ihnen und den Lesern ohne Gegenstandpunkt etwas fehlt",

lautet die wohl wichtigste Interview-Aussage. Ein paar Denkanstößchen ("Was macht Twitter für viele Journalisten so attraktiv?" – "Gar nichts") sind überdies dabei, sowie ein echter Appell:

"Ich würde mehr flamboyante Thesen, schillernd und auch gerne mal lustvoll abwegig, und mit Leidenschaft vorgetragen, lesen. Schirrmacher fehlt."

Was dann die sechste und letzte Schirrmacher-Erwähnung war. Es ist aber natürlich nicht falsch. Falls Sie andere Alphonso-Posen schätzen: Eine weitere hat er im Extrem-Retro-Look auf rebellmarkt.blogger.de (inkl. Randspalten-Werbung fürs gedruckte Buch "Blogs! Text und Form im Internet aus dem Sommer 2004!) verbloggt. Und der erste Alphonso-Beitrag bei welt.de selbst soll natürlich auch nicht verschwiegen werden. Der ist inhaltlich noch eher unkontrovers, aber prima genuss- und konsumfreundlich, wie es die Welt (die ja auch nicht zu allerlukrativsten Cashcows im Stall des Noch-ein-bisschen-Verlags Axel Springer zählen dürfte) gut gebrauchen kann.

Merken Sie sich schon mal die zumindest nicht unflamboyante, nicht unmittelbar auf Don Alphonso bezogene Gegenrede:

"Es fällt ja auf, dass es vor allem alternde Herren sind, die im Journalismus auf einmal ausschlagen. Die ihre liberale oder linke Haltung aufgeben, die die weibliche Emanzipationsbewegung nicht länger aushalten, schräges Zeug schreiben und destruktiv werden. Vielleicht steht dies in Relation zu abnehmender Potenz, das weiß ich nicht. Aber die Erfahrung zeigt: Rausgeworfen aus der Gemeinschaft wenden die Meinungsstarken sich einem reaktionären Spektrum zu. Und gehen erst zur "Welt", dann zu Roland Tichy. ..."

(Quelle: folgt weiter unten). Erst mal mehr zum Thema Facebook.

Etwas Konsequenz beim praktischen Publizieren, Herr Hanfeld?

War's denn wenigstens ein Aprilscherz, dass faz.net am 1. April einen Michael-Hanfeld-Kommentar publizierte, der sich voller fast ein bisschen versöhnlich klingender Floskeln wie "wäre zu schön, um wahr zu sein" unter der attraktiven Überschrift "Deutschland sucht das Anti-Facebook" beinahe eine "Mediathek made in Germany" zu wünschen scheint, wie es der amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm ja auch gerne tut?

Schon wieder: nein. Sehr aufmerksame Altpapier-Leser werden spätestens an der traditionellen Metapher "Nebelkerze" am Ende erkannt haben, dass es sich um den bereits am Dienstag (Altpapier) gedruckt erschienenen Kommentar handelt, der mehrere Tage später frei online erschien.

Dort arrondiert er das FAZ-Stimmen-Konzert, zu dem auch etwa das Stück "Ende einer Freundschaft" aus der FAS zählt, in dem Harald Staun gegen Ende in Fahrt kommt ("Selten erlebte Mark Zuckerberg einen derart massiver Entzug von Likes. Es ist die einzige Sprache, die er versteht"). Besonders zu empfehlen wäre der Wirtschafts-Beitrag "Mein gläsernes Facebook-Ich" (45 Cent, die sich lohnen, bei Blendle) aus derselben FAS. Da ist Anna Steiner dem Facebook-Hinweis "Lade deine Kopie deiner Facebook-Daten herunter!" gefolgt und hat sich ihr 183 Megabyte schweres "Facebook-Archiv" besorgt. Wobei sie den Blick nicht auf Facebook verengt, sondern sich auch anderswo gruselte:

"Gruselig wird es bei der Inspektion meines Google-Kontos. Hier finde ich nicht nur alle meine Suchanfragen mit exaktem Zeitpunkt und unzählige Einstellungen für Werbung, die ich bislang nie bearbeitet habe. Sondern auch eine Weltkarte, die mir anzeigt, von wo ich auf Google zugegriffen habe. Ich kann mir sogar einen Zeitstrahl anzeigen lassen, um zu sehen, wann genau ich wo war ... "

Bonus-Bonbon bei allem, was auf faz.net erscheint, also auch beim genannten Hanfeld-Beitrag: Dort prangen erst unterm Vorspann und dann nochmals unter dem Text die "Sharer"-Buttons von Facebook, Twitter und Xing. Der von Facebook ist ja wesentlicher Teil der Problemlage, wie "seit spätestens 2011 öffentlich" ist, Journalisten inzwischen wissen müssten und aktuell bei netzpolitik.org noch mal Alexander Fanta aufschrieb:

"Viele Webseitenbetreiber binden Share-Buttons und andere Social-Media-Plugins von Facebook ein. Ruft ein Besucher eine so ausgestattete Seite ohne Tracking- oder Adblocker auf, erhält der Konzern auch persönliche Informationen über Nicht-Nutzer, die er in den Schattenprofilen ablegt",

die Facebook ja "über alle" anlegt, also auch über Nicht-Mitglieder. Fanta schildert nochmals, wie Facebook "vor allem aus Android-Handys" "aus Kontaktlisten seiner Nutzer mit Vorliebe alle E-Mailadressen und Telefonnumern" "absaugt". Und schlägt dann einen Bogen von Max Schrems' Aktivitäten anfangs dieses Jahrzehnts zur DSGVO. Diese Abkürzung der Ende Mai in EU-weit in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung muss man sich allmählich merken.

Wie wäre es mit etwas Konsequenz beim praktischen Publizieren, Herr Hanfeld? und damit, wenigstens symbolisch unter ausgewählten Artikeln (zum Beispiel den von Ihnen verfassten, in denen Facebook kritisiert wird), den blöden Button wegzulassen? Als Online-Ressortleitung müssten Sie ja in einer Position sein, die es Ihnen gestattet, so was in die Tat umzusetzen. Das bei netzpolitik.org formulierte "Prinzip der Datenhöflichkeit" sollte sich FAZ-Lesern doch gut vermitteln lassen.

Immerhin lebhafter Streit (Zeit/ Fischer/ Burmester ...)

Zurück direkt zu den "alternden Herren, die im Journalismus ausschlagen" und dann im "reaktionären Spektrum" erst zu Springers Welt, "dann zu Roland Tichy" gingen: Diese oben erwähnten Formulierungen entstammen Silke Burmesters geschriebener und gesprochener "@mediasres"-Kolumne (deutschlandfunk.de) und beziehen sich in erster Linie auf Richter Fischer, der ja schon länger komplex mit der Zeit, der Wochenzeitung sowie deren Internetauftritt, streitet (siehe besonders dieses Altpapier)

Wobei Burmester ja selbst für Springer tätig ist, wie dann auch Thomas Fischer gern schnell erwähnte. Heißt: Da ist ein Schlagabtausch im Gange, der zumindest teilweise auch eine flammende Debatte ist.

Der ehemalige Bundesrichter und ehemalige Zeit-Autor Thomas Fischer hat einerseits bei meedia.de auf Burmester reagiert:

"Die Journalistin Burmester bezeichnet Fischer als 'Rausgeworfen aus der Gemeinschaft'. Man muss den Satz zweimal hören/lesen, bevor man es glaubt: Sie hat wirklich 'Gemeinschaft' gesagt! Sie meint: Eine 'Gemeinschaft' von Gläubigen, Dazugehörenden, Guten. Seit langer Zeit habe ich nicht mehr einen so totalitären, verachtungswürdigen Satz im Deutschlandfunk gehört. Herr Höcke hätte ihn nicht schöner sagen können. Das ist der Sound, aus dem der Totalitarismus kommt. Silke Burmester, Künderin der Gemeinschaft ..."

Andererseits ist beim renommierteren, nachweislich nicht reaktionären Portal uebermedien.de doppelt auf der Startseite vertreten – erstens in Form der am Donnerstag hier erwähnten Verteidigung durch Stefan Niggemeier (der darin, auch nicht unkämpferisch, vor allem die stellvertretende Zeit-Chefredakteurin Sabine Rückert attackiert). Zweitens hat Fischer nicht nur diesen Artikel mit allerhand Kommentaren untendrunter, also Antworten auf weitere Kommentare, angereichert, wie uebermedien-Abonnenten lesen können, sondern dann auch noch einen eigenen Beitrag verfasst, in dem wiederum er Die Zeit attackiert ("... verläuft sich auf der Suche nach dem 'System Wedel'"). Erst mal vergleicht er Wedel, rein rhetorisch, mit Rainer Werner Fassbinder, später schreibt er etwa:

"Ein von Wedel angeblich aus einer Regiearbeit herausgemobbter Opferzeuge hat, so berichtet die 'Zeit', 'Einschaltquoten von über 40 Prozent'. Dieser Hinweis soll wahrscheinlich die Glaubwürdigkeit des Zeugen belegen. Und der von Wedel geschasste Kameramann ist selbstverständlich 'preisgekrönt'. Dieser Sound könnte ein Indiz dafür sein, dass das 'System' der kriecherischen Unterwerfung unter Quote und Auflage in Hamburg noch lebt. Aber das wäre vielleicht eine Überinterpretation."

Und damit hat Richter Fischer gewiss recht. Ansonsten wird gestritten, was das Zeug hält. Es hagelt klug gedrechselte Sätze, aber auch einzelne Aussetzer, zu denen Silke Burmesters "Rausgeworfen aus der Gemeinschaft" gewiss zählt. Wem insgesamt der tiefere "Griff ins Klo" (noch mal Burmester über Fischer) gelang, liegt im Auge jener Betrachter, die hinschauen wollen. Und das ist ja nicht generell schlecht.

Es wäre zumindest schön, wenn das Meinungsspektrum wieder breiter würde und nicht die "Gemeinschaften" noch enger würden. Vielleicht gelingt dann auch wieder besser die Unterscheidung zwischen Meinungen, die man persönlich mag oder überzeugend findet (was auch nicht unbedingt dasselbe sein muss), und solchen, die bloß zum (vielleicht gerade noch) akzeptablen Spektrum gehören. Das sollte jedenfalls deutlich größer sein als das der Meinungen, die man mag.

Was geht am Neckar?

Rasch noch zum spektakulärsten, äh, Scherz der vergangenen Woche: dem vom "bisher größten Terroranschlag in Westeuropa", der noch deutlich vorm 1. April über den Rheinneckarblog ging (Altpapier). Dessen Macher Hardy Prothmann, der sich natürlich mächtig über das vermeldete Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mannheim aufregte (z.B. hier), bekam dann Beistand von überraschender Seite: Dass die Staatsanwaltschaft "wohl etwas voreilig" gehandelt habe und das Verfahren "wohl bald" wieder eingestellt werden müsste, schrieb Christian Rath in der taz.

(Und falls es einer weiteren Komplexitätsschleife bedürfte, ließe sich noch erwähnen, dass dieselbe Staatsanwaltschaft einst gegenüber Jörg Kachelmann verdammt voreilig gewesen war, und Kachelmann 'türlich auch ... – aber so weit unten bedarf es wohl keiner Komplexitätsschleifen mehr.)

Jedenfalls ist das ein Grund, noch mal bei rheinneckarblog.de vorbeizuschauen. Und was steht da?

"Ende. Aus. Vorbei. Wir schließen ab und gehen fischen/
Rhein-Neckar/Welt, 01. April 2018. (red)/
Im Januar 2011 ist das Rheinneckarblog.de an den Start gegangen. Seither haben wir über 18.000 Texte veröffentlicht. Sieben Jahre und drei Monate später geht das Projekt heute zu Ende. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit."

Zu befürchten ist, dass es sich auch dabei um keinen Aprilscherz handelt.

Altpapierkorb (Konstruktiver Journalismus / sog. Smart-TV / rechter als Fox News? / unbekümmerter MDR / maledivische Medienfreiheit)

+++ Klassische Aprilscherze gab es aber doch. Eine Übersicht bietet Funkes Berliner Morgenpost. Achten Sie auf Nr. 4!

+++ Wenn die alternden Männer "schräges Zeug schreiben und destruktiv werden" (schon wieder Burmester), hülfe sog. konstruktiver Journalismus? Ja, meint Journalistik-Professor Klaus Meier, der herausgefunden hat, "dass sich Menschen nach konstruktiven Beiträgen fröhlicher fühlen" ("@mediasres", v.a. Audio). +++ Eher nein, würde Altpapier-Autor René Martens sagen, der für die taz nicht nur dem "leicht guruhaft performenden Dänen Ulrik Haagerup", den Urheber des Begriffs zugeschaut hat, sondern auch Formaten wie der ZDF-Sendung "Plan B" ("derart mit Gute-Laune-Musik zugekleistert, dass man beim Zuschauen zeitweilig von destruktiven Gefühlen übermannt wird") und "Perspektiven" beim NDR Info-Radio.

+++ "Der Präsident des Bundesamts für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, hat vor den Gefahren durch die neue Generation von Fernsehgeräten gewarnt, den sogenannten Smart-TV" (Rheinische Post).

+++ Dieter-Wedel-Fragen ganz ohne Thomas Fischer waren Thema in der Süddeutschen (wie der Saarländische Rundfunk die "lange vergessene Produktion von 1981" untersucht, aus der Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen den Regisseur belegt sind) und im Tagesspiegel (was die Bavaria über ihre Wedel-Produktionen herausfand).

+++ Noch mal DSGVO: "in Teilen der Wirtschaft herrscht blankes Entsetzen", schreibt Sven Astheimer im Leitartikel vorn auf der FAZ, weil viele Firmen sich während der zweijährigen, Ende Mai endenden Umstellungsfrist nicht vorbereitet haben. "Ob die neuen Datenschutzregeln einen europäischen Löschfetisch befördern, wie Kritiker meinen, muss sich mit der praktischen Ausgestaltung der Verordnung erst noch zeigen."

+++ Gründlich auf die US-amerikanische Fernsehlandschaft schaut die Süddeutsche: auf den "erfolgreichen Boykott gegen einen der größten TV-Sender", den "mit nur einem Tweet" nicht etwa Donald Trump, sondern ein Teenager ausgelöst hat. +++ Und auf diesen Sender selbst, also Fox News ("... so mächtig wie noch nie. Und für Trump unglaublich wichtig"). +++ Und auf einen Konzern, der dennoch Platz für "einen landesweiten Nachrichtensender rechts von Fox News" zu sehen glaubt.

+++ "Eine gewisse Unbekümmertheit des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)" ärgert den Grünen Sören Herbst, der auch MDR-Rundfunkrats-Mitglied ist. Das hat der Tagesspiegel einem Brief Herbsts an Intendantin Karola Wille entnommen und dann auch bei anderen Parteien rumgefragt.

+++ Bei der österreichischen FPÖ gibt es Mitarbeiter mit der Berufsbezeichnung "Redakteur", und ein solcher hat den deutschen Blogger Wolfgang Blankschein (confessiones.online) verklagt. Das berichtet der Standard.

+++ Kaum wandte sich die neue Gruner+Jahr-Zeitschrift Gala beautify "an eine zunehmende Leserschaft, 'die sich für ästhetische Behandlungen und plastische Chirurgie interessiert'", wendet sich auch der Burda-Verlag mit einer ähnlichen Zeitschrift namens We are beauty an ähnliche Leser. Gerhard Matzig (Süddeutsche) hat sich beide Druckerzeugnisse angeschaut.

+++ Und die ARD-Reihe "Die Diplomatin", in der die "querköpfige Botschafterin Karla Lorenz in der Welt unterwegs" ist, "um als eine Art diplomatisches Kriegs- statt Traumschiff immer da zu löschen, wo es für deutsche Mitbürger gerade brennt", ist plötzlich noch brisanter, weil Hauptdarstellerin Natalia Wörner ja "mit Deutschlands neuem Außenminister Heiko Maas liiert" ist. "Wenn Heiko Maas Innenminister geworden wäre, würde ich ja auch weiter eine Kommissarin spielen", sagte Wörner zu Elmar Krekeler (Welt). Was wohl nicht heißen soll, dass sie ihre ZDF-Kommissarin-Reihe unter Innenminister Seehofer von der CSU aufgeben möchte. +++ Fun-fact: Das erwähnte ZDF-"Traumschiff" war gerade auf den Malediven (Platz 117 von 180 auf der Rangliste der Pressefreiheit).

Neues Altpapier gibt's wieder am Mittwoch.

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