Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 26. Oktober 2018
Bildrechte: Collage MEDIEN360G/Panthermedia/Imago/Übermedien

Das Altpapier am 26. Oktober 2018 Konkretes schlägt Abstraktes

Der KiWi-Verlag stellt klar: Jan Böhmermann darf Judenwitze machen. Die Bauhaus-Direktorin erklärt noch mal langsam, wie man ein linkes Konzert verhindert. Und der Branchendienst Turi2 handelt sich Ärger ein, weil er eine Quelle nur kleingedruckt nennt. Der Gewinner ist: die Bahnhofsmission. Ein Altpapier von Ralf Heimann

Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 26. Oktober 2018
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Stefan Niggemeier hat in einem Text für den Freitag öffentlich gemacht, warum Oliver Polaks Buch "Gegen Juden" nicht bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist, wo er bislang immer veröffentlicht hatte. Es geht um den Vorwurf des Antisemitismus, nicht gegen den Verlag, sondern gegen einen Moderator, den Niggemeier mit offenbar nicht allzu großem Aufwand als Jan Böhmermann identifiziert hat.

Es geht um ein Ereignis vor fast neun Jahren: Polak tritt bei einer Fernsehshow auf, drei Moderatoren jagen ihn "ironisch" von der Bühne. Danach säubert einer der Moderatoren seine Finger mit Desinfektionsspray.

Stefan Niggemeier:

"Polak nennt keine Namen. Aber sie sind nicht schwer herauszufinden. Die Szene spielt 2010, bei der Show zum 25. Bühnenjubiläum von Serdar Somuncu. Moderiert wird sie von Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf. Diese drei sind es auch, die den Judenwitz auf der Bühne spielen; Böhmermann ist der Mann mit dem Desinfektionsspray."

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch wollte diese Passage so nicht drucken. Niggemeier hat mit KiWi-Verleger Helge Malchow darüber gesprochen. Der hält die Vorwürfe für "eine absolut gegenstandslose Unterstellung", und er sagt: "Wenn man diesen Autor und seine Arbeit kennt, dann weiß man, dass dieser Autor nicht in Zusammenhang mit Antisemitismus zu bringen ist." Allerdings ist die Szene auf Video festgehalten. Was bedeutet das nun?

Vordergründig führt all das zur unvermeidlichen Frage: Was darf Satire? Also ist das antisemitischer Humor oder Humor gegen Antisemiten? Ist das überhaupt Humor?

Tatsächlich steht im Mittelpunkt aber eine ganz andere Frage, nämlich: Wenn ein Autor eines Verlags das Verhalten eines anderen Autors kritisiert, warum nimmt der Verlag dann den kritisierten Autor in Schutz, gegen den sich die Vorwürfe richten? Und warum verhindert er eine Diskussion, statt dem Publikum die Bewertung zu überlassen.

"Man kann bei@KiWi_Verlag kein Buch über Antisemitismus veröffentlichen, wenn es darin auch um @janboehm geht:"

Böhmermann schwieg erst, dann twitterte er:

"Ich kann leider ohne eine angemessene Umsatzbeteiligung nicht an der nachträglichen Umdeutung von ultrakrassen Ficki-Ficki-Comedykarrieren in schillernde, sensible Intellektuellenbiografien mitwirken."

Die Positionen in der – da ist das Wort ja schon wieder – Causa lassen sich im Wesentlichen mithilfe von zwei Tweets zusammenfassen. Zum einen: Vice-Chefredakteur Felix Dachsel antwortete auf Böhmmermanns Erklärung:

"Man kann nach Antisemitismus-Vorwürfen die eigenen Ressentiments reflektieren, das Gespräch mit dem Betroffenen suchen, sich entschuldigen. Oder man reagiert so:"

Zum anderen: Matthias Kalle, stellvertretender Chefredakteur des Zeit-Magazins und vor 15 Jahren ein Buch lang selbst KiWi-Autor [Hier stand zuvor "selbst KiWi-Autor", das stimmt so nicht.], schrieb bei Twitter:

"Irre, wer alles offenbar nur darauf gewartet hat, sich auf @janboehm zu stürzen, ohne auch nur zwei Sekunden über die Sache nachzudenken."

Das werden wir jetzt machen, also noch einmal darüber nachdenken. Aber währenddessen können wir uns problemlos mit einer anderen Sache beschäftigen, die hier in den vergangenen Tagen im Altpapier (hier oder hier) bereits Thema war.

Wie man ein linkes Konzert verhindert

Es geht um die Absage des geplanten Konzerts der Band "Feine Sahne Fischfilet" in Dessau. Aktueller Stand übrigens: Das Konzert findet in Dessau statt, allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, im Bauhaus, sondern in irgendeinem Brauhaus. Soll noch mal irgendwer behaupten, linke Bands hätten keinen Humor.

Bauhaus-Direktorin Claudia Perren hat Zeit Online ein Interview gegeben, in dem sie ihre Entscheidung noch einmal erklärt. Ursprünglich hatte sie das Konzert mit der Begründung abgesagt, das Bauhaus sei ein unpolitischer Ort, der extremen Positionen, ob von rechts oder links, keine Plattform bieten wolle. Nun räumt Perren ein:

"Wir hätten sehr viel direkter kommunizieren müssen, was die zwei Gründe für diese Absage sind. Es ging in meiner Entscheidung um Rechtsradikale, das ist aber in dem Pressestatement so nicht rübergekommen. Das würde ich auch so nicht wieder machen."

Der NDR-Medienjournalist Andrej Reisin hält das Interview dennoch für unglücklich. Bei Facebook schreibt er:

"Dieses Interview ist eine Handlungsanleitung für Rechtsradikale: Sollte Ihnen in Zukunft eine Veranstaltung des Bauhaus Dessau nicht passen, einfach Protest dagegen ankündigen, dann wird sie abgesagt. Dass auf diese Art in Zukunft nur noch Veranstaltungen dort stattfinden, mit denen AfD & Co. kein Problem haben, scheint Claudia Perren nicht so recht aufzugehen."

Jan Fleischhauer kann in seiner Spiegel-Online-Kolumne natürlich nichts über den Fall schreiben, ohne vorher drei Absätze lang zu erklären, wie fürchterlich er die Band eigentlich findet, aber auch er sagt:

"Ich bin für weitgehende Meinungsfreiheit, ich war das immer. Ich bin dafür, dass es ein Recht auf die ungehinderte Verbreitung von politischem Unsinn sowie schlechter Kunst gibt, womit Feine Sahne Fischfilet gleich doppelt unter Schutz stünde. Ich bin sogar dafür, dass Menschen zweifelhafte Witze machen dürfen. Das Aussterben des Polenwitzes seit dem TV-Abgang von Harald Schmidt empfinde ich als Verlust. Wer traut sich denn heute noch, sich über andere Volksgruppen lustig zu machen? Die einzige Grenze, die ich akzeptiere, ist die, die das Gesetz zieht."

Damit ahnt man nun schon, wie Fleischhauer zu der Auseinandersetzung Polak vs. Böhmermann steht. Raten Sie selbst, was er zum folgenden Fall sagen würde.

Thomas Borgböhmer berichtet für Meedia über ein Urteil des Landgerichts Bamberg. Das hatte entschieden, dass Facebook Beiträge, die auf die "Gemeinsame Erklärung 2018" verweisen, nicht einfach löschen darf. In der Erklärung hatten sich Autoren und Künstler wie Thilo Sarrazin, Uwe Tellkamp oder Henryk M. Broder kritisch zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel geäußert.

Wann Empörung wirklich wirkt

Eine Gemeinsamkeit in allen hier bislang erwähnten Texten ist, dass es im weitesten Sinne um die Meinungsfreiheit geht – und um Versuche, lenkend einzugreifen, was anscheinend in vielen Fällen misslingt oder zumindest zu Schwierigkeiten führt. Im Mittelpunkt des letzten Falles stand genau das Problem, das als Erstes genannt wurde, wenn es um die Schwierigkeiten ging, die das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) mit sich bringen würde – und offenbar dann auch brachte.

Wenn Facebook selbst entscheiden muss, wann Inhalte zu löschen sind, ist zu befürchten, dass eher zu viel als zu wenig aus den Timelines verschwindet. In der Causa Fischfilet (Tschuldigung) ist der Effekt ein ähnlicher. Aus Angst vor den Folgen verzichtet man lieber auf das Konzert. Möglicherweise hat dieser Gedanke auch bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, die Kritik an einem KiWi-Autor nicht im gleichen Verlag erscheinen zu lassen. All das kann nach hinten losgehen, wenn es öffentlich wird. Es erinnert ein bisschen an den Effekt, der auftrat, als Barbara Streisand verhindern wollte, dass Fotos von ihrem Anwesen im Internet zu finden sind. 

Zu tun hat das alles mit der ungeheuren und unkalkulierbaren Wucht, die eine öffentliche Reaktion auslösen kann, wie sich auch in den vergangenen Wochen an anderen Beispiele gezeigt hat, etwa dem der SPD-Politikerin Sawsan Chebli, der plötzlich ein vier Jahre altes Foto zum Verhängnis wurde, auf dem ihre teure Armbanduhr zu sehen war – oder dem des ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi, dessen mysteriöses Verschwinden tagelang die Nachrichten dominierte, während sich in dieser Zeit über den Krieg im Jemen und die Millionen von Menschen drohende Hungersnot dort so gut wie niemand öffentlich aufregte.

Lenz Jacosen schreibt in seiner Zeit-Online-Kolumne über die Wirkmacht von Empörung, wenn sie nicht an einem abstrakten Zusammenhang abrutscht, sondern ein Beispiel oder ein Symbol direkt zu greifen bekommt

Jacobsen:

"Das Abstrakte hat schlechte Karten gegen das Konkrete. (…) Jeder Affekt braucht ein Ziel. Sawsan Chebli ist eine polarisierende Politikerin, eine junge migrantische Frau noch dazu. All das macht sie zu einem leichteren Ziel als die Akteure im Cum-Ex-Skandal: eine nur grob umrissene Gruppe anonymer Banker und Betrüger. Die lassen sich auch nicht so leicht antwittern."

Im Ergebnis kann das Pendel dann zu beiden Seiten ausschlagen und entweder wie eine Abrissbirne wirken oder wie eine Liane, mit deren Hilfe man sich retten kann. Und vielleicht ist der Aspekt mit dem Antwittern dabei gar nicht so bedeutungslos, wie man auf Anhieb denken würde. Man müsste mal die Leute bei Turi2 fragen. Die haben so etwas gestern erlebt.

Überraschender Gewinner: die Bahnhofsmission

Es fing damit an, dass der Twitter-Account @BahnAnsagen im Turi2-Unterwegs-Heft eine ganze Seite mit Inhalten von der eigenen Seite fand und das mit der Anmerkung twitterte, dass man durchaus auch die Quelle hätte nennen können. Das hatte Turi2, allerdings so klein, dass man sie mit bloßem Auge kaum erkennen konnte, was man bei Turi gleich einräumte. In diesem Ton hätte man vermutlich schnell eine Lösung finden können, aber dann scheiterte der Versuch, den Spieß umzudrehen und den Machern von @BahnAnsagen vorzuwerfen, sie würden die Urheber ihrerseits ebenfalls nicht erwähnen. Doch das tun sie. Wer eine Durchsage sendet, wird auch erwähnt. Kurz darauf schaltete sich auch noch die Konkurrenz ein. Meedia twitterte:

"Von einem Mediendienst, dessen tradiertes Geschäftsmodell das Plündern fremder Inhalte für eigene Vermarktungszwecke ist, sollte man nicht zu viel Respekt vor dem Urheberrecht erwarten."

Ich schätze, die Richtung, in die es dann ging, wird schon deutlich. Aber kürzen wir es ab. Jetzt kommt das Unkalkulierbare ins Spiel. Wer hätte denken können, dass die Geschichte für die Bahnhofsmission überaus erfreulich enden würde. Turi2 spendete 500 Euro.

Auch das wirkte abermals wie ein Dominostein. Etliche andere zogen mit kleineren Spenden nach. Ein Medienunternehmen spendete 1000 Euro, wahrscheinlich auch in der Hoffnung, damit dann später in all den Texten lobend erwähnt zu werden, die sich mit den Folgen von Turi2Gate beschäftigt. Aber darauf wollen wir hier verzichten, und nun sind wir am Ende des Altpapiers angelegt – und damit in gewisser Weise auch wieder bei der Frage, mit der das Altpapier am Dienstag begann. Wie geht man mit diesen Nicht-Themen um?

"Tragen wir zu falschem Framing auch dann bei, wenn wir deutlich machen, dass wir es mit einer Pseudo-Debatte zu tun haben?",

schrieb der Kollege René Martens. Und immerhin für den zuletzt geschilderten Fall kann man das relativ eindeutig beantworten, nämlich mit Ja.

Altpapierkorb (Ministrafe für Facebook, Keine Strafe für die SZ, mehrere Auseinandersetzungen mit unklarem Ausgang)

+++ "Britische Datenschützer verhängen Höchststrafe gegen Facebook", titelt Zeit Online. Tagesschau.de schreibt: "Geldstrafe für Facebook". Und das ist alles irgendwie richtig, aber es fehlt doch ein Adjektiv. Spiegel Online löst das Problem etwas besser, mit der Überschrift: "Facebook muss winzige Höchststrafe zahlen". Britische Datenschützer haben das Unternehmen nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zu einer Strafe in Höhe einer halben Million Pfund verdonnert. Wie sehr das Facebook schmerzen wird, ahnt man, wenn man zum Beispiel bei Süddeutsche.de liest, dass der Gewinn im vergangenen Jahr bei 3,7 Milliarden Euro lag.

+++ Christoph Schmidt-Lundau erklärt in der taz, warum Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier der Frankfurter Rundschau keine Interviews mehr gibt. Spoiler: Die Zeitung hatte vor sieben Jahre über einen Gerichtsprozess geschrieben, bei dem drei von Bouffiers Neffen vor Gericht standen.

+++ Eine beruhigende, aber irgendwie auch absurd wirkende Meldung steht oben links auf der SZ-Medienseite. Die Zeitung muss nicht 78 Millionen Schadenersatz zahlen, wie das Landgericht Nürnberg entschieden hat. Ein Unternehmer hatte die Zeitung verklagt, weil er sich durch einen Bericht um einen Gewinn in Höhe von eben diesem Betrag gebracht sah. Der Bericht hatte das Geschäft zum Platzen gebracht. Das Gute an dem Urteil ist: Man wird in Zukunft wohl weiter Wirtschaftsberichterstattung wagen können.

+++ Martin Thull erinnert für die Medienkorrespondenz an den in dieser Woche verstorbenen ehemaligen Medienbischof Friedrich Ostermann. 

+++ Google hat ein Projekt abgeblasen, und nun ist man sich nicht ganz einig, wer als Sieger vom Platz ging. Der Konzert hatte einen Campus für Start-ups in Berlin-Kreuzberg aufbauen wollen. Es gab großen Widerstand. Google stoppte die Pläne und "übergibt den umgebauten Komplex mitsamt Mietvertrag an die Online-Spendenplattform Betterplace und die Sozialgenossenschaft Karuna. Alle Kosten übernimmt Google, für die nächsten fünf Jahre. Es entsteht ein 'Haus für soziales Engagement'. Erik Peters Beitrag in der taz beginnt mit dem Satz: "Es ist eine Kapitulation." Christian Meier schreibt für die Welt: "Nur Kleingeister können diese strategische Entscheidung als Niederlage für Google deuten."

+++ Kress hat einen Beitrag von Michael Husarek zweitverwertet, der Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten ist und am 10. Oktober in seiner Zeitung geschrieben hatte, es müsse sich eine "Allianz für ein neues Medienbewusstsein formieren". Beim Lesen hat man leider einen ganz anderen Verdacht, nämlich dass er sich eigentlich das alte Medienbewusstsein zurückwünscht. "(…) der Feind sitzt in den Tiefen des Netzes. Solange der seit langem anhaltende Trend, möglichst passgenau individualisierte Inhalte an die User auszuspielen, anhält, so lange wird es schwierig für die alten Journalismus-Eliten. (…) leider haben viele Internetnutzer den Kompass bei dieser Suche aus den Augen verloren. Sie verlassen sich auf ihre Filterblasen und die darin geteilten Inhalte."

+++ Nachdem es hier gestern schon um den Hölle-Preis ging, mit dem Medienunternehmen ausgezeichnet werden, die besonders schlecht mit freien Journalisten umgehen, folgt heute nun diese Meldung: Der DJV möchte mit einer Umfrage herausfinden, wie lange man denn tatsächlich braucht, um einen Magazin-Beitrag zu erstellen. Das soll dann bei den Tarifverhandlungen helfen. Und man ahnt schon jetzt: Das Ergebnis wird viele Magazin-Redakteure vollkommen überraschend treffen: "Was? Für so eine Reportage braucht man eine Woche? Das ist ja Wahninn."

+++ Ulrike Simon schreibt in ihrer Spiegel-Plus-Kolumne (€) über einen Prozess der überraschend ausging – und auf den der Richter anscheinend wohl irgendwie keine Lust hatte.

+++ Die Chefredakteure von ZDF und ARD aktuell, Peter Frey und Kai Gniffke, diskutieren in Dresden mit den Journalisten Nicolaus Fest und Michael Klonovsky, die sich der AfD angeschlossen haben, und die Bewertungen fallen unterschiedlich aus. Doreen Reinhard schreibt für Zeit Online: "Auch nach zwei Stunden Gespräch geht die andere Seite des Podiums auf solche Sätze nicht ein. Die Bilanz der AfDler: Eine wirkliche Annäherung gibt es nicht. 'Ich gehe aus der Runde mit ambivalenten Gefühlen, aber ich habe heute früh einen Eimer Kreide gefressen und sage jetzt also: Es war sehr schön', sagt Klonovsky. Sein Nebenmann Fest findet: 'Bei aller Freude, dass dieses Treffen zustande gekommen ist, sind wir uns doch auch darüber einig, dass wir uns an vielen Punkten nicht einig sind. Ich glaube, da ist noch viel Arbeit erforderlich.' ZDF-Chef Peter Frey atmet zum Schluss durch. 'Ich weiß nicht, ob ich dieses Gespräch jede Woche führen möchte', sagt er. 'Aber wir haben uns nicht gekloppt, insofern war es ein Anfang.'" Die Hannoversche Allgemeine dagegen titelt: "Chefredakteure von ARD und ZDF bei der AfD in Dresden unterlegen."

+++ Ganz groß heute auf den Medienseiten von SZ und FAZ (für 45 Cent bei Blendle): die mittlerweile seit 20 Jahren laufende Krankenhausserie "In aller Freundschaft".

+++ Und dann war da noch: das wohl erste Frauenmagazin, das einen Männernamen trägt. Claudia Fromme auf der SZ-Medienseite: "Im Editorial schreibt Kretschmer, dass er das Heft Liebe nennen wollte, sich aber für Guido entschieden hat, wobei er bedauert, dass sein Vorname nicht einmal mehr in Italien populär ist." So unglaublich revolutionär scheint das Heft dann aber doch nicht zu sein: "Auf dem großen Markt der Frauenmagazine hebt sich die Guido auf jeden Fall nicht besonders ab", schreibt Carolina Schwarz für die taz.  

Offenlegung: Ich arbeite gelegentlich für das unter anderem von Stefan Niggemeier gegründete Portal Übermedien.

Neues Altpapier gibt’s am Montag.

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