#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 4. Februar

1897: Ludwig Erhard wird geboren

Am 4. Februar 1897 wird Ludwig Erhard in Fürth geboren. Er gilt als "Vater des deutschen Wirtschaftswunders". In den 1940er-Jahren entwirft er mit Alfred Müller-Armack das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft, was später auch von der Regierung Adenauer umgesetzt wird und der Bundesrepublik zu schnellem wirtschaftlichem Aufschwung verhilft. Unter Konrad Adenauer ist er 1949 bis 1963 Wirtschaftsminister und ab 1957 zusätzlich Vizekanzler. Nach Adenauers Rücktritt im Oktober 1963 wird Ludwig Erhard zum Bundeskanzler ernannt. In seiner Amtszeit bis 1966 wird das Passierscheinabkommen geschlossen, welches die Einreise aus der Bundesrepublik in die DDR erlaubt. Am 5. Mai 1977 stirbt Ludwig Erhard in Bonn. Seine Ansätze sind für die Währungsunion 1990 wegweisend.

Ludwig Erhard
Ludwig Erhard beim 24. CDU-Parteitag im Mai 1976 in Hannover. Bildrechte: imago/Rust

1945: Konferenz von Jalta

Am 4. Februar 1945 beginnt die Konferenz von Jalta auf der Halbinsel Krim. Dort tagen die drei Staatsoberhäupter der Siegermächte Churchill (GBR), Roosevelt (USA) und Stalin (UdSSR) bis zum 11. Februar 1945. Ziel der geheimen Zusammenkunft ist es, den Krieg schnell zu beenden, die Aufteilung Deutschlands nach Kriegsende zu klären und eine europäische Neuordnung zu vereinbaren. Ebenso geht es um die Gründung der Vereinten Nationen (UNO).

Premierminister Winston Churchill, Präsident Franklin D. Roosevelt und Marschall Joseph Stalin im Palast in Jalta.
Premierminister Winston Churchill, Präsident Franklin D. Roosevelt und Marschall Joseph Stalin 1945 im Palast in Jalta. Bildrechte: imago images/UIG

1990: SED beschließt Umbenennung in PDS

Am 4. Februar 1990 beschließt der Parteivorstand der SED-PDS die Umbenennung in PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus) und legt den historisch belasteten Teil "SED" ab. Die Partei wird von innen heraus durch personelle und inhaltliche Veränderungen reformiert. So werden beispielsweise Egon Krenz und Günter Schabowski aus der Partei ausgeschlossen. Ende Februar 1990 stellt die PDS ihr Wahlprogramm vor und erreicht bei der ersten freien Volkskammerwahl im März 16,4 Prozent der Stimmen. Im Juli 2005 wird die PDS in "Die Linkspartei.PDS" umbenannt. 2007 schließt sie sich mit der westdeutschen WASG zur Partei "Die Linke" zusammen.

Gregor Gysi auf PDS-Wahlveranstaltung im März 1990
Gregor Gysi auf einer PDS-Wahlveranstaltung im März 1990. Bildrechte: IMAGO / Detlev Konnerth