Kurznachrichten zum Kirchentag vom 5. Juni


Kollekte des Abschlussgottesdienstes bringt 131.000 Euro

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär, hat in Dresden den Betrag von 131.101, 29 Euro an die "Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus – aktiv für Demokratie und Menschenrechte" übergeben. Die Kollekte wurde beim Schlussgottesdienst des 33. Deutschen Evangelischen Kirchentages am Sonntag von 120.000 Teilnehmenden gesammelt. Mit der Spendensumme will die Arbeitsgemeinschaft nun die Vernetzung von Initiativen für Menschenrechte und gegen rechtsextreme Einstellungen innerhalb der Kirche voran bringen. Mit den Kollekten aus dem Eröffnungs- und Himmelfahrtgottesdienst wurden insgesamt 234.827,91 Euro gesammelt.


Polizei dankt Organisatoren

Die Dresdner Polizei ist sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des Kirchentages in der sächsischen Landeshauptstadt. Polizeipräsident Dieter Hanitsch sagte, in Dresden habe eine friedliche und ausgesprochen freundliche Stimmung geherrscht. Die Polizisten hätten vor allem dafür sorgen müssen, dass der Verkehr fließt. Laut Hanisch gab es aber nur am Eröffnungstag größere Probleme und Staus in der Stadt. Er lobte die Organisatoren dafür, wie sie die Besucherströme zu den einzelnen Veranstaltungsorten gelenkt hätten. Die vielen Helfer hätten mit ihren Hinweisschildern die über 100.000 Besucher sehr genau zu den Veranstaltungen gelotst.


Rund 1.400 Einsätze für die Johanniter

Das hochsommerliche Wetter zum Kirchentag hat den Mitarbeitern der Johanniter-Unfall-Hilfe viel Arbeit beschert. Sie behandelten nach eigenen Angaben rund 1.4000 Kirchentagsbesucher. Die meisten litten an Kreislaufschwäche oder Hitzekollaps. Knapp 200 Patienten wurden in die Notaufnahme gebracht. Die Johanniter waren mit rund 560 ehrenamtlichen Helfern und drei Notärzten im Einsatz.


Verkehrsbetriebe stoßen an ihre Grenzen

Die Dresdner Verkehrsbetriebe haben während des Kirchentages rund zwei Millionen zusätzlich Fahrgäste gezählt. Die DVB hatten nach eigenen Angaben 25 Extra-Straßenbahnen und mehr als 30 zusätzliche Busse im Einsatz. Die Mitarbeiter hätten rund 1.000 Extra-Fahrdienste geleistet. Damit seien sie zwar an die Grenzen gestoßen, bis auf wenige Ausnahmen sei aber alles reibungslos verlaufen. Nach Großveranstaltungen hätten die wenigsten Besucher mehr als eine halbe Stunde warten müssen. Unfälle mit Verletzten
oder nennenswerten Sachschäden habe es nicht gegeben.


Fünf Resolutionen verabschiedet

Die Teilnehmer des Kirchentages in Dresden haben in den vergangenen fünf Tag fünf Resolutionen verabschiedet. So fordern sie einen schnellstmöglichen Atomausstieg und mehr Bürgerbeteiligung in der Politik. In einer weiteren Resolution setzen sie sich für einen neuen, auf Lebensqualität basierenden Begriff von Wirtschaftswachstum ein. Für Roma aus dem Kosovo verlangen sie ein Bleiberecht. Außerdem verlangen sie, dass die sogenannte unkonventionelle Förderung von Erdgas mit Hilfe von Chemikalien gestoppt wird. Die Resolutionen richten sich an politische Entscheidungsträger, Forschungseinrichtungen, Konzerne und Behörden.