Maitriebe in der Küche verwenden Fichtenspitzen zu Pesto und Honig verarbeiten

Die ausgetriebenen Spitzen der Fichten sind vitaminreich und schmecken köstlich. Die jungen, zarten Triebe können zum Beispiel zu Pesto oder in Honig verarbeitet werden. Die Rezeptideen erreichten uns über Facebook. Dankeschön an die Kräuterpädagogin Sabine Langheinrich-Schüler und Britta Bohne.

Fichtenspitzen werden mit einem Messer kleingehäckselt.
Gutes aus der Natur: Der Maitrieb der Fichten kann wie Kräuter verwendet werden. Bildrechte: MDR Garten

Rezept für Fichtenspitzen-Pesto

von Sabine Langheinrich-Schüler

Zutaten:

  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Parmesan in Olivenöl oder Rapsöl
  • Basilikum
  • 4 EL Fichtenspitzen
  • Zitronensaft, Pfeffer, Salz

Zubereitung

2 EL Sonnenblumenkerne und 2 EL Parmesan in Oliven- oder Rapsöl pürieren oder im Mixer zerkleinern. Dann etwas Basilikum (ca. 1/2 Bund) und gut 4 EL Fichtenspitzen hinzugeben und nochmals zerkleinern. Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken. Das Pesto passt gut zu Weißbrot, Fisch oder Vollkornnudeln. Die Mengenangaben können je nach Geschmack variiert werden.

Aus Tannespitzen hergestelltes Pesto in einem weißen Porzellanschälchen.
Fichtenspitzen-Pesto ist mal ein etwas anderer Dipp. Bildrechte: MDR/ Sabine Langheinrich-Schüler

Rezept für Fichtenspitzen-Pesto 2

von Brigitte Wendli

Zutaten:

  • 100 g Brennessel
  • 100 g Fichtenspitzen
  • 150 g Haselnüsse
  • 200 g Parmesan
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • etwas Pfeffer aus der Mühle
  • 300 ml Olivenöl


Zubereitung:

Brennessel in kochendem Wasser 3 Minuten blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
Haselnüsse rösten. Alle Zutaten in einem Mixer pürieren und Olivenöl unterrühren.

Neu ausgetriebene Spitzen einer Fichte
Heilmittel aus der Natur Bildrechte: MDR Garten

Fichtenspitzen In Fichtenspitzen stecken wertvolle Inhaltsstoffe. Die ätherischen Öle wirken schleimlösend und durchblutungsfördernd. Die frischen Triebe können mit heißem Wasser übergossen, als Tee Husten und Erkältungskrankheiten lindern. Auch Salben oder Badezusatz werden mit den Nadeln hergestellt.

Rezept für Fichtenspitzen-Honig

von Britta Bohne

Zutaten:

  • Tannen und Fichtenspitzen
  • Zucker

Zubereitung:

Reichlich Tannen- oder Fichtenspitzen sammeln. Sie sind in der Regel sauber und müssen nicht gewaschen werden. In einen Topf legen und so viel Wasser hinzugeben, dass die Spitzen schwimmen bzw. mit Wasser bedeckt sind, Deckel drauf und aufkochen. 24 Stunden an einem kühlen Ort stehen lassen. So entfaltet sich das Aroma der Spitzen. Anschließend den Sud durch ein Tuch abtropfen lassen, aber nicht quetschen. Die Flüssigkeit 1:1 mit Zucker einkochen bis der Sud sich goldgelb bis hellbraun färbt. Dann den Topf vom Herd nehmen und zügig den Honig in Twist-Off-Gläser füllen. Die Gläser gleich nach dem Zudrehen auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Der Honig hat nach dem Abkühlen eine zähflüssige Konsistenz. Farbe und Geschmack ähneln dem Bienenhonig. Allerdings sollte man ihn nicht in den Kühlschrank stellen, da er dort schnell fest wird und kristallisiert.

Guten Appetit!

Goldgelber Sud Fichtenspitzen-Honig in einem Topf.
Stefanie Ernst schickte uns auf Facebook dieses Bild ihrer diesjährigen Honigproduktion: "Ich habe diese Woche den Honig auch erst wieder gemacht. Letztes Jahr ohne Zitrone, dieses Jahr habe ich ein Rezept mit Zitronenscheiben ausprobiert. Ich habe für 1 Liter Wasser 500 g Fichtenspitzen und 1 kg Zucker verwendet." Bildrechte: Stefanie Ernst

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 17. Mai 2020 | 08:30 Uhr