Säen & Pflanzen Pflanzzeit im Juli: Gemüse für Spätsommer und Herbst anbauen

Im Juli können die Beete abgeerntet und neue Pflanzen gesät oder gepflanzt werden. So kann man bis zum Herbst und in den Winter hinein frisches Gemüse ernten. Auch dem Boden tut es gut, wenn auf dem Beet etwas wächst. Er wird so durchwurzelt und von den Blättern beschattet.

Verschiedene Salate
Jetzt wird das Gemüse für die zweite Saisonhälfte gepflanzt oder gesät. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Achten Sie bei der Nachsaat auf den richtigen Fruchtwechsel. Wo vorher ein Starkzehrer stand, sollte jetzt ein Mittel- oder Schwachzehrer  gepflanzt werden. Wechseln Sie auch die Pflanzenfamilie, so beugen Sie dem Befall durch Pilzkrankheiten oder Schädlingen vor.

So viel Dünger brauchen die Gemüsearten

Starkzehrer: Blumenkohl, Kopfkohl, Kürbis, Rosenkohl, Rhabarber, Sellerie, Zucchini, Zuckermais  
Mittelzehrer: Kohlrabi, Tomate, Gurke, Möhre, Rote Bete, Mangold, Spinat, Porree, Spargel, Stangenbohne  
Schwachzehrer: Erbse, Buschbohne, Radieschen, Salat, Rucola, Feldsalat, Petersilie, Zwiebel  

Lassen Sie Pflücksalat stehen. Er kann fortlaufend geerntet werden. Wenn das Herz der Pflanzen stehen bleibt, wachsen die äußeren Blätter nach. Auch Feldsalat, Fenchel, Radieschen, Speiserüben, Spinat und Petersilie dürfen jetzt noch gesät werden. Mitte bis Ende Juli ist auch die Aussaatzeit für Herbstrübchen und schwarzen Winterrettich. Ende Juli ist auch der letzte Zeitpunkt für Mangold. Treibt er jetzt schön aus, liefert er in milden Wintern schmackhafte Blätter. Decken Sie das Beet gleich nach der Aussaat mit einem feinmaschigen Erdflohnetz ab, so kann die Möhrenfliege ihre Eier nicht ablegen.

Dort wo Gartenkresse und Rucola standen, darf Grün- und Palmkohl wachsen. Kohlsorten brauchen viel Nahrung, düngen Sie den Boden am besten mit einem organischen Dünger. Geerntet wird dann im Spätherbst.

Für manche Gemüsesorten ist es jetzt zu spät sie auszusäen. Sie werden bis zum Winter nicht mehr rechtzeitig reif. Setzen Sie einfach Jungpflanzen ins Beet. Das geht beispielsweise mit Blumenkohl, Kohlrabi oder Brokkoli. Fragen Sie in regionalen Gärtnereien, welche Jungpflanzen im Angebot sind. Auch Lauch, Fenchel und Endivien werden noch reif, wenn Sie als Jungpflanze jetzt gesetzt werden.

Wintersalate

Es gibt einige Salatsorten, die sogar den Winter überstehen und schon ganz früh im neuen Jahr schmackhafte Salatblätter liefern. Bis Mitte September können sie gesät werden. Empfehlenswert sind Winter-Lattughino, Brauner Winter, Maikönig, Winterbutterkopf oder Maiwunder. Anfang Oktober bilden sie kleine Köpfe die wachsen, sobald es im Frühling wärmer wird. Manche Sorten sind besonders für Schnittsalat gut geeignet, der noch früher geerntet werden kann.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 28. Juli 2019 | 08:30 Uhr