Eine Schere mit rotem Griff an mehreren Trieben einer Rose.
Im Herbst werden Rosen nicht nur gepflanzt. Auch Pflanzen, die einen geeigneteren Standort brauchen, können jetzt umgesetzt werden. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Auch nach Jahren noch Rosen an besseren Standort umsetzen - im Herbst

28. Juni 2024, 09:58 Uhr

Rosen brauchen eigentlich einen sonnigen Standort. Ist es zu schattig, dann blühen sie nicht. Aber wird es den Rosen zu heiß, dann verbrennen die Blüten. Viele Rosen entwickeln sich im Halbschatten besser. Rosen, die schon lange an einem Platz stehen, können bei Bedarf umgesetzt werden.

Eine Frau steht in einem Garten. In der Hand hält sie einen kleinen Strauß aus Kräutern.
Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

Viele Rosen brauchen einen sonnigen Standort. Ist es zu schattig, dann blühen sie nicht. Anderen Rosen ist es zu heiß, in der Sonne verbrennen ihre Blüten. Sie entwickeln sich im Halbschatten besser. Im Herbst - am besten im noch warmen Oktober - ist die beste Zeit, Rosen einen besseren Platz zu geben und sie umzupflanzen. In der Herbst - und Winterfeuchte können die Rosen gut anwachsen. Selbst Rosen, die schon viele Jahre oder sogar Jahrzehnte am gleichen Standort standen, können einen Umzug im Garten überleben und sich wieder gut entwickeln. Generell ist eine Herbstpflanzung in Regionen empfehlenswert, die unter Sommertrockenheit leiden.

So setzen Sie Ihre Rose um

Heben Sie die Rose so tief wie möglich aus.

Rose tief ausheben
Die Wurzeln der Rose sollten so wenig wie möglich beschädigt werden. Bildrechte: MDR/Brigitte Gross

Schneiden Sie verletzte Wurzeln ab und lassen Sie Feinwurzeln an der Pflanze.

Rose mit Wurzeln
Die Rosenwurzeln werden beim Ausgraben manchmal verletzt. Diese Stücke abschneiden! Bildrechte: MDR/Brigitte Gross

Schneiden Sie die Rose um die Hälfte oder zwei Drittel zurück. Das reduziert die Verdunstungsfläche.

Abgestorbene Triebe abschneiden
Die Rose wird mit einer scharfen Schere zurückgeschnitten. Bildrechte: MDR/Brigitte Gross

Bei der Pflanzung heben Sie ein tiefes Loch aus, so dass die Veredlungsstelle etwa fünf Zentimeter unter der Erdoberfläche liegt, und füllen es mit Erde auf.

Veredlung mindestens fünf Zentimeter in die Erde.
Wichtig: Das Loch so tief graben, dass die Veredelungsstelle auch wirklich tief genug eingegraben werden kann. Bildrechte: MDR/Brigitte Gross

Gießen Sie die umgepflanzte Rose gut an, aber treten Sie die Pflanze nicht fest. Düngen entfällt bei der Pflanzung im Herbst ebenfalls. Häufeln Sie mit einer 15 Zentimeter hohen Erdschicht an.

Rosen werden gegossen
Erst durchdringend gießen, dann anhäufeln. So hat die Rose gute Startbedingungen am neuen Standort. Bildrechte: MDR/Brigitte Gos

Das schützt die frischen Triebe vor der Wintersonne und dem Austrocknen. Hochwertiger Rindenmulch eignet sich zum Anhäufen und lässt sich im Frühjahr im Garten gut verteilen. Verwenden Sie aber keinen Torf oder Holzhäcksel.

Brigitte und Jens hocken vor einem Rosenkübel im Beet 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rosen an die gleiche Stelle pflanzen?

Möchten Sie eine Rose an eine Stelle pflanzen, an der schon jahrelange eine Rose stand? Dann sollten Sie das Pflanzloch 50 x 50 Zentimeter und 50 Zentimeter tief ausheben und mit gutem Pflanzsubstrat auffüllen. Mit Pflanzsubstraten, die Bodenaktivatoren - das sind spezielle Bakterien und Pilze - enthalten, wurden schon gute Erfahrungen gemacht. Pflanzen Sie im nächsten Sommer Tagetes und Ringelblumen neben die Rose. Sie vertreiben schädliche Nematoden und beleben den Boden.

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Rosen werden beschnitten 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/ueberwintern/video-rosen-pflege-herbst-winter-schneiden-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 30. Juni 2024 | 08:30 Uhr