Rosafarbene Blüte einer Rosa-persica-Hybride, auch Hulthemia- oder Persische Rose genannt, mit einem dunklen Basalfleck in der Mitte
Persische Rosen, auch Rosa-persica-Hybride genannt, sind relativ neue Züchtungen, die schmucke, ungefüllte Blüten mit einem dunklen Fleck in der Mitte bilden. Im MDR Gartenreich im egapark in Erfurt haben sich bisher die Sorten der 'Babylon Eyes'-Serie bewährt. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Edle Blumen Rosen im Garten: Zehn Tipps zur Pflege

Ob in Gelb, Rosa oder Rot: Rosen sehen nicht nur gut aus, sie duften auch ganz wunderbar. Gartenfachberaterin Brigitte Goss hat im MDR Garten Tipps zur Königin der Blumen im Garten gegeben. Die zehn wichtigsten finden Sie hier zum Nachlesen.

Rosafarbene Blüte einer Rosa-persica-Hybride, auch Hulthemia- oder Persische Rose genannt, mit einem dunklen Basalfleck in der Mitte
Persische Rosen, auch Rosa-persica-Hybride genannt, sind relativ neue Züchtungen, die schmucke, ungefüllte Blüten mit einem dunklen Fleck in der Mitte bilden. Im MDR Gartenreich im egapark in Erfurt haben sich bisher die Sorten der 'Babylon Eyes'-Serie bewährt. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Tipp 1: Öfterblühende Rosen blühen nicht nur im Frühsommer

Viele Rosen tragen im Handel das Etikett "sommerblühend". Das bedeutet, dass die Rosensorte nur im Juni blüht. Erst im nächsten Jahr kommt die nächste Blüte nach. Wer über die Gartensaison verteilt Freude an der Rosenblüte haben möchte, sollte auf öfterblühende Rosen zurückgreifen. Sie blühen mehrmals.

Tipp 2: Nicht zu viel gießen, aber auch nicht austrocknen lassen

Frisch gepflanzte Containerrosen sollten gut angegossen werden. Generell aber gilt: Lieber nicht zu viel Pflanzen, damit sie gut anwurzeln. Gleichzeitig ist es natürlich auch wichtig, dass sie nicht austrocknen. In heißen Perioden brauchen Sie deshalb ein wenig wässernde Unterstützung.

Tipp 3: Nicht Rose auf Rose pflanzen

Haben Sie an einem Standort gerade eine Rose entfernt, sollten Sie dort nicht unmittelbar im Anschluss wieder eine Rose pflanzen. Der Boden benötigt zur Erholung eine kleine Pause. Möchten Sie jedoch an derselben Stelle sofort wieder eine Rose pflanzen, empfiehlt es sich ein 50 mal 50 Zentimeter großes Loch zu schaufeln und dieses mit frischer Erde aufzüllen. Dahinein kann dann die neue Rose gepflanzt werden.

Tipp 4: Rosen auf Bleistiftdicke zurückschneiden

Abgeblühte Rosen können Sie zurückschneiden - und zwar bis auf Bleistiftdicke der Äste. Alternativ können Sie sich beim Rückschnitt auch an den Blättern orientieren: Oberhalb der fünfblättrigen Blätter kann abgeschnitten werden. Nach dem Rückschnitt treiben die Rosen dann noch einmal kräftig durch und erfreuen mit etwas Glück mit einer weiteren Blüte.

Die Gartenfachberaterin Brigitte Goss und der MDR Gartenmoderator Jens Haentzschel schneiden eine verblühte Rose zurück
Gartenfachberaterin Brigitte Goss zeigt, wie weit sie eine abgeblühte Rose im Sommer zurückschneidet. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Tipp 5: Keine Düngung bei Sommerpflanzungen

Bei Sommerpflanzung sollten Sie komplett auf die Düngergabe verzichten. Die Rose wird sonst faul und lernt es gar nicht, erst sich selbst zu versorgen. Im März freuen sich frisch gepflanzte und schon stehende Rosen über die Gabe von organischem Dünger. Dieser sollte nur auf den Oberflächen verteilt und in die oberen zehn Zentimeter eingearbeitet werden. Wichtig ist es dabei die Dosierungsanleitung zu beachten. Wird die Rose im Laufe der Saison schwächer und hungriger, darf bis Juli mit Flüssigdünger für eine zusätzliche Nährstoffgabe gesorgt werden. Später sollte jedoch nicht mehr gedüngt werden. Die Rosen werden sonst mastig. Generell gilt jedoch, dass die einzelnen Rosensorten auch in Abhängigkeit von den Bodenbedingungen unterschiedliche Düngungsansprüche haben.

Tipp 6: Rosen mögen es locker-leicht

Rosen mögen locker-leichten Boden, am besten eignet sich sandig-lehmiges Substrat. Ihre Wurzeln brauchen Luft. Daher die Erde nicht angedrückt und nicht zu eng gepflanzt werden. Lassen Sie zu angrenzender Staudenbepflanzung mindestens 30 bis 40 Zentimeter Abstand.

Tipp 7: Anhäufeln lässt Rosen besser anwachsen

Ob Frühjahrs- oder Herbstpflanzung: Vergessen Sie das Anhäufeln nicht. Die Rosen wachsen so besser an. Anhäufeln meint, dass um die Pflanzstelle herum Erde locker aufgehäuft wird.

Tipp 8: Bei Sommerpflanzungen weiß der Gärtner, was er bekommt

Wer im Sommer pflanzt weiß, wie die Rosen blühen und riechen. Die Beschreibung der einzelnen Sorten ist nämlich oft ungenau bzw. wird subjektiv unterschiedlich wahrgenommen. Deshalb kann es gut sein sich für eine Sommerpflanzung zu entscheiden, obwohl es nicht die ideale Pflanzzeit für Rosen ist. Normalerweise sind Frühjahr und Herbst bessere Zeitpunkte. Aktuell sind die Frühjahre vom Wetter her recht unbeständig, deshalb ist der Herbst empfehlenswerter. Auch wenn das Risiko „Winter“ bleibt, ist eine Herbstpflanzung zu empfehlen. Bei guter Pflanzung übersteht die Rose auch den Winter problemlos.

Tipp 9: Neue und ganz alte Sorten sind robuster

Gegenüber Krankheiten und Schädlingen sind neue und ganz alte Sorten in der Regel robuster. Greifen Sie daher auf diese Rosenzüchtungen zurück. Das kann ihnen so manche Gärtnersorge ersparen.

Tipp 10: Containerrosen sind keine Dauerkultur

Containerrosen sind nicht dafür geeignet, dauerhaft kultiviert zu bleiben. Nach zwei bis drei Jahren werden sie im Kübel schwächer. Dann sollten sie entweder um- oder ausgepflanzt werden, damit es ihnen auch weiterhin gut geht.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 01. Juli 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2018, 08:30 Uhr