Nützlich, aber lästig Trauermücke: Den Lästling erkennen und loswerden

Kleine schwarze Fliegen tummeln sich um den Kräutertopf oder die Zimmerpflanze und werden immer mehr. Trauermücken, auch Trauerfliegen genannt, können richtig lästig werden. Während sie in der freien Natur Nützlinge sind, schaden sie Topfpflanzen durchaus. So werden Sie den Lästling an den Zimmerpflanzen wieder los.

Diana Fritzsche-Grimmig im Gespräch 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

So erkennen Sie Trauermücken

Trauermücken sind winzige, schwarze Fliegen, die sich an Zimmerpflanzen und Kräutertöpfen tummeln. Sie werden deshalb auch Trauerfliegen genannt. Normalerweise werden sie mit Erde oder neuen Pflanzen in die Wohnung eingeschleppt.


Trauermücken fühlen sich wohl, wenn...

... wenn die Erde schön feucht ist. Siedeln sich Trauerfliegen an, wurde die Erde ständig zu nass gehalten.


Das hilft gegen Trauermücken

  • Bei leichtem Befall kann eine Gießpause helfen.
  • Hängen Sie selbstklebende Gelbtafeln auf. Sie locken die Trauerfliegen an - und lassen sie nicht mehr los.
  • Ein Bratschlauch ist ein Kunststoffbeutel, der eigentlich zum Garen bzw. Braten von Fleisch, aber auch anderen Lebensmitteln verwendet wird. Gekaufte Erde kann damit gut sterilisiert werden. Das ist bei der Verwendung bei Zimmerpflanzen sinnvoll. Schieben Sie die Erde im Bratschlauch dafür bei 180 Grad Celsius für 30 Minuten in den Ofen.
  • Bei starkem Befall sind Nematoden empfehlenswert. Die Nützlinge werden als Pulver geliefert. In Wasser aufgelöst können sie dann in die Erde gegossen werden. Die Nematoden töten dann die Larven der Trauermücken.

Auf einem Tisch steht ein Bratschlauch, der mit Gartenerde gefüllt und zugeknotet ist.
Mit einem Bratschlauch können Sie Erde sterilisieren. Bildrechte: Daniela Dufft

Ihre natürlichen Feinde...

... sind Vögel, Spinnen und Raubinsekten. In der Wohnung finden sich davon leider nicht sehr viele.


Diese Pflanzen sind anfällig für Trauermücken

Während Trauermücken im Garten und der freien Natur nützlich sind, zeigen Sie im Haus an, dass etwas mit den Pflanzen nicht stimmt. In der Natur ernähren sich die Trauerfliegen von Laubabfällen, Holzrinde sowie anderem organischen Material und tragen so zum ökologischen Gleichgewicht bei.


So können Sie vorbeugen

Vermeiden Sie Staunässe. In feuchtem Milieu fühlen sich Trauermücken richtig wohl.


So schädigen Trauermücken die Pflanzen

Die Larven der Trauerfliegen ernähren sich von den Wurzeln und schädigen so die Gesundheit der Pflanze.

Tiere im Garten

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 12. Dezember 2020 | 09:05 Uhr