Tödliche Tierseuche Afrikanische Schweinepest in Mastbetrieben in Brandenburg und Niedersachsen

Die Afrikanische Schweinepest ist in zwei Mastbetrieben in Brandenburg und Niedersachsen ausgebrochen. Über 3.000 Tiere werden gekeult. Auch unter Sachsens Wildschweinen grassiert die tödliche Seuche immer mehr.

Der Landwirtschaftlichebetrieb in dem die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen ist. Das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler Institut(FLI), bestätigte den Befund des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, wie das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Samstag mitteilte. Dies ist nach Ministeriumsangaben der erste Fall der Tierseuche in Niedersachsen.
In diesem Mastbetrieb im Emsland müssen wegen eines Schweinepest-Ausbruchs fast 1.800 Tiere getötet werden. Bildrechte: dpa

Die für Schweine tödliche Afrikanische Schweinepest ist in zwei Hausschwein-Mastbetrieben in Brandenburg und Niedersachsen nachgewiesen worden. Das hat das Bundeslandwirtschaftsministerium bestätigt. Die Behörden in den beiden Ländern hätten entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet, hieß es.

Über 3.000 Tiere werden gekeult

Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums in Brandenburg war das Virus bei einem verendeten Tier in einem Betrieb in der Uckermark nachgewiesen worden. Rund 1.300 Tiere seien daraufhin getötet worden. Kurz darauf wurde ein Fall im Emsland in Niedersachsen bestätigt. Nach Angaben des dortigen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sollen rund 280 Sauen und 1.500 Ferkel des Mastbetriebs am Sonntag getötet werden.

In Sachsen bereitet die Ausbreitung der Seuche unter Wildschweinen den Behörden zunehmend Sorgen. Im Freistaat wurden inzwischen auch Fälle westlich der Autobahn A13 registriert, die bisher als natürliche Sperrlinie galt.

Afrikanische Schweinepest Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei Haus- und Wildscheinen fast immer tödlich verläuft. Die Möglichkeit, Schweine durch eine Impfung vor der Krankheit zu schützen, gibt es nicht. Für Menschen und andere Tierarten ist die Afrikanische Schweinepest nicht ansteckend und auch nicht gefährlich.

Immer mehr Wildschweine in Sachsen betroffen

Wie der Präsident der Landesuntersuchungsanstalt, Jens Albrecht, sagte, war am Anfang nur der Nordosten im Landkreis Görlitz betroffen. Jetzt seien auch die Landkreise Bautzen und Meißen betroffen und die Zonen dehnten sich immer weiter nach Süden und Westen und Norden aus. Mit Stand 29. Juni wurden im Freistaat bei 1.448 Wildschweinen Ausbrüche bestätigt, gut 80 Prozent davon im Landkreis Görlitz.

MDR/dpa/AFP/Reuters (dni)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Juli 2022 | 15:30 Uhr

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