Berufungsprozess Fahrer akzeptiert Urteil um tödliches Autorennen nicht

Ein mutmaßlich illegales Autorennen in Halle, bei dem eine Frau ums Leben gekommen ist, wird die Justiz weiter beschäftigen. Der in einem Berufungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe verurteilte Mann akzeptiert die Strafe nicht. Zuvor war er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Hansering in Halle
Auf dem Hansering in Halle soll 2019 eine Frau bei einem illegalen Autorennen ums Leben gekommen sein. Bildrechte: MDR

Ein mutmaßlich illegales Autorennen mit tödlichem Ausgang beschäftigt weiterhin die Justiz. Wie ein Sprecher des Landgerichts Halle mitteilte, legte der verurteilte Fahrer Revision ein. Das Landgericht hatte den 22-Jährigen vergangenen Montag wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrerflucht zu drei Jahren Haft verurteilt.

Zeuge bestätigte illegales Autorennen

Das Gericht hatte in dem Berufungsprozess festgestellt, dass der damals 19-Jährige bei einem illegalen Autorennen im Dezember 2019 in Halle eine Fußgängerin angefahren hatte und danach geflüchtet war. Den Verlauf des Rennens hatte ein Zeuge geschildert. Die 43 Jahre alte Frau war später im Krankenhaus gestorben.

In erster Instanz hatten die Richter des Amtsgerichts Halle keinen Hinweis auf ein Autorennen gesehen und den Fahrer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Dagegen hatte die Nebenklage, als Vertretung der Familie des Opfers, Rechtsmittel eingelegt.

Dem Landgericht zufolge wird nun das Oberlandesgericht Naumburg das Urteil prüfen. Die verstorbene Fußgängerin hinterließ einen Mann und drei Söhne.

dpa,MDR (dk)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. November 2022 | 18:00 Uhr

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