Güntersberge Harz: Erholungszentrum ist neue zentrale Unterkunft für Ukrainer

Schule, Freizeitangebote, Sprachkurse und Behördengänge: All das bietet der Landkreis Harz ukrainischen Geflüchteten in einem ehemaligen Kindererholungszentrum. Die Einrichtung bietet bis zu 250 Menschen Platz. Der Landrat hofft, die Menschen dank guter Betreuungsangebote langfristig im Harz zu halten.

Familie auf dem Gelände einer Unterkunft für ukrainische Geflüchtete des Landkreises Harz.
Familie Chornyi ist seit einigen Tagen in der neuen Unterkunft für ukrainische Geflüchtete des Landkreises Harz untergebracht. Bildrechte: dpa

Der Landkreis Harz setzt bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine seit Anfang August auf kurze Wege und hohe Aufenthaltsqualität: Neue zentrale Unterkunft ist der Harzpark Güntersberge, das ehemalige Kindererholungszentrum. Für Landrat Thomas Balcerowski (CDU) steckt dahinter eine klare Botschaft. "Entscheidend ist, dass wir uns am Ende auch ein Stück weit um die Flüchtlinge bewerben." Ziel sei, dass die Menschen im Harz bleiben, weil sie im Landkreis am besten betreut worden seien.

In dem ehemaligen Freizeitzentrum stehen Bungalows und Häuser für insgesamt 250 Kinder und Erwachsene bereit. Außerdem eine Schule, ein Kindergarten, Speisesäle, Spielplätze, ein Kino und ein kleines Schwimmbad. Für den Kreis seien die Räumlichkeiten zudem preiswerter, praktischer und schöner als die bislang für die Unterbringung genutzten Möglichkeiten, Balcerowski.

Ukrainer erledigen Behördengänge direkt im Freizeitzentrum

Auch alle Behördengänge können die geflüchteten Ukrainer direkt vor Ort erledigen und werden dabei von Mitarbeitenden des Landkreises unterstützt. Von der Ausländerbehörde über die Kommunale Beschäftigungsagentur bis zum Sozialamt sind die wichtigsten Anlaufstellen auf dem Areal vertreten. Deutschkurse für Jugendliche werden ebenfalls im Harzpark Güntersberge angeboten. Angebote für Erwachsene sollen folgen.

In der ehemaligen Jugendherberge sind seit Anfang August 78 ukrainische Geflüchtete untergebracht worden, wie der Landkreis zur offiziellen Eröffnung am Mittwoch mitteilte. Unter den Personen sind 25 Kinder. Die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner steige beinahe täglich, hieß es.

MDR (Elke Kürschner, Daniel Salpius)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 10. August 2022 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Reuter4774 vor 6 Wochen

P.S.
Und alle NGOS und Stühle Hinsteller ( wir haben noch Platz), ihr dürft eure Großherzigkeit und euer unendliche Hilfsbereitschaft gerne ausleben, ABER BITTE AUCH SELBST BEZAHLEN! Vielleicht merken wir dann, daß auch Staatsfinanzen nicht unendlich sind!?

.Alex vor 6 Wochen

Ich mache mir auch Sorgen um die Zukunft unserer Kinder! ( Wir haben auch zwei Kinder.) Die Politik setzt Anreize,die auch die Binnenmigration innerhalb der EU fördert und irgendwann unseren Sozialstaat kollabieren lassen!! Die Migrationspolitik die Deutschland betreibt kann auf die Dauer nicht funktionieren!! Keiner hat etwas dagegen,daß Menschen zu uns kommen,die wirklich einen Grund haben,aber "Berlin" wirbt praktisch für Migration nach Deutschland,auch wenn kein Asylrecht besteht! Diese Praxis,die "Berlin" bezüglich Asylpolitik an den Tag legt,kann auf die Dauer nicht gut gehen!! Hier muß ein Umdenken her, - zum Wohle der berechtigten Asybewerber und dem sozialen Frieden in Deutschland!!

birke123 vor 6 Wochen

Ich finde es toll wie sich Deutschland bemüht das die Flüchtlinge bleiben, hätte man sich so um die Familien mit Kindern auch bemüht wären vielleicht nicht soviel Familien abgewandert. Ich bin zu DDR Zeiten aufgewachsen. Da konnten Familien in den Urlaub fahren für wenig Geld Kinder ins Ferienlager (Betriebsferienlager) Schulbildung war keine Frage des Geldes, Ausbildungsverträge wurden schon in der 9. KLASSE UNTERZEICHNET. Wer auffiel wurde nach Hause geschickt. Meiner Schwester hat ein Marokkaner das Nasenbein gebrochen weil sie eine Belästigung nicht zuließ. Der wurde nach Hause geschickt. So wie das jetzt alles abläuft kann das nicht mehr funktionieren. Im übrigen ich war weder rot angehaucht noch kirchlichen Glaubens. Und ja ich bin alt und anders aufgewachsen und das war auch gut so. Was heute passiert kann so nicht lange gutgehen. Die Welt wird neu geordnet, Geld heisst Macht. Deutschland allein kann die Welt nicht retten, und ist so dem Untergang geweiht. Schade um das Land

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