Ein Polizeibeamter hält einen Transporter auf einem Rastplatz an.
Knapp 400 Lkw und Busse wurden in den vergangenen Tagen kontrolliert. Bildrechte: picture alliance/dpa | Bodo Schackow

Verkehrsüberwachung Polizei beanstandet fast jeden zweiten Lkw bei Kontrollen

02. März 2024, 11:28 Uhr

Schon im Vorjahr wurden bei Kontrollwochen für Busse und Lkw bei knapp der Hälfte der Fahrzeuge Mängel festgestellt. In Sachsen-Anhalt hat sich dieser Wert zuletzt bestätigt. Mehr als 40 Prozent der von der Polizei kontrollierten Lkw wurden beanstandet, teilweise wurde die Weiterfahrt untersagt.

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Bei der Verkehrsüberwachung von Lkw und Bussen hat die Polizei in Sachsen-Anhalt in der vergangenen Woche bei fast der Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge Verstöße festgestellt. Mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten überprüften an den verschiedensten Orten im Land insgesamt 395 Fahrzeuge des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Bei 168 Fahrzeugen, also 43 Prozent, gab es Beanstandungen. Die meisten Verstöße betrafen nichteingehaltene Lenk- und Ruhezeiten (135), gefolgt von der falschen Bedienung des Tachographen (118) und technischen Mängeln an den Fahrzeugen (44). 22 Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt.

Das galt beispielsweise auch für den Fahrer eines Gefahrguttransporters im Bereich der Tank- und Rastanlage Plötzetal an der Autobahn 14. Er fuhr ohne festes Schuhwerk und hielt die Lenk- und Ruhezeiten nicht ein. Außerdem waren die Bremsen seines Anhängers verschlissen.

Polizeibeamte kontrollieren einen LKW.
22 Fahrer durften nach den Kontrollen nicht weiterfahren. Bildrechte: picture alliance/dpa | Bodo Schackow

Innenministerin Zieschang: "Einhaltung von Verkehrsregeln ist Grundvoraussetzung"

Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) erklärte dazu: "Unausgeruhte Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer, erheblich beschädigte LKW, überladene Sattelzüge und viel zu schnell fahrende Laster stellen ein enormes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar. Ein tadelloser Zustand der Fahrzeuge und die Einhaltung von Verkehrsregeln sind Grundvoraussetzung für mehr Sicherheit auf unseren Straßen." Aufgrund der Vielzahl der aufgedeckten Verstöße werde die Landespolizei auch künftig ihre Kontrollen konsequent fortsetzen.

Schon im vergangenen Jahr hat sich Sachsen-Anhalt an allen vier "Truck & Bus"-Kontrollwochen des länderübergreifenden Roadpol-Netzwerks beteiligt, hieß es vom Innenministerium. Dabei seien mehr als 1.350 Fahrzeuge kontrolliert worden. Auch dabei habe fast jedes zweite angehaltene Fahrzeug gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen.

Der Name "Roadpol" steht für "European Roads Policing Network". Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, die aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union hervorging. Die Polizei Sachsen-Anhalt beteiligt sich nach eigenen Angaben auch in diesem Jahr wieder an den Roadpol-Aktionswochen, um die Verkehrssicherheit im Land zu erhöhen.

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MDR (Ingvar Jensen, Oliver Leiste)

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