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Mittelzentren Vier Städte sollen mehr Verantwortung bekommen

16. Februar 2024, 06:42 Uhr

Aus Osterburg, Gardelegen, Genthin und Jessen sollen Mittelzentren werden. Die Städte bekommen dadurch mehr Verantwortung. Das Land will mit der Aufwertung den ländlichen Raum stärken.

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In Sachsen-Anhalt sollen mehrere Städte mehr Verantwortung bekommen. Das teilte Landesinfrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) MDR SACHSEN-ANHALT mit. Bei einem Bürgerdialog zum Landesentwicklungsplan am Mittwoch in Gardelegen sagte die FDP-Politikerin, dass die Städte Osterburg (Landkreis Stendal), Gardelegen (Altmarkkreis Salzwedel), Genthin (Landkreis Jerichower Land) und Jessen (Landkreis Wittenberg) von Grundzentren zu Mittelzentren werden sollen. Bei einer Überprüfung habe man festgestellt, dass die Orte bereits jetzt schon Aufgaben eines Mittelzentrums wahrnehmen. "Das heißt, hier wird bereits eine Vielzahl von Aufgaben für die Bürger erfüllt", so Hüskens.

Mittelzentren sind Städte mit gehobener Versorgung. Hier gibt es zum Beispiel Fachärzte und Berufsschulen. In Grundzentren wird dagegen lediglich die Grundversorgung sichergestellt, etwa mit Kita, Grundschule, Supermarkt und Apotheke.

Aufwertung soll ländlichen Raum stärken

Mit der Aufwertung der Städte will die Landesregierung auch den ländlichen Raum deutlich stärken. Mandy Schumacher (SPD), die Bürgermeisterin von Gardelegen, begrüßt die Pläne der Landesregierung. Sie sagte MDR SACHSEN-ANHALT, verschiedene Schulformen, ein Krankenhaus, Bibliotheken und so weiter hätten "natürlich einen erhöhten Finanzbedarf". Das werde jedoch durch einen Zuschlag gedeckelt.

Bis es jedoch so weit ist, dauert es noch mindestens zwei Jahre. Zunächst werden Einsprüche gesammelt, dann gibt es einen weiteren Gesetzentwurf, über den dann der Landtag entscheidet.

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MDR (Uli Wittstock, Susanne Liermann, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Februar 2024 | 05:00 Uhr

5 Kommentare

KarlStuelpner vor 9 Wochen

Osterburg? Wirklich?
Das letzte Projekt, die Schulküche ging gründlich daneben! Angeblich kommt die Stadt schon nicht mehr flächendeckend dazu, die kommunalen Grünflächen zu pflegen. Und was ist mit dem Super-Gewerbegebiet an der kommenden A14? Oder war das nur solange gut, wie sich der derzeitige Bürgermeister in Richtung Landtag vom Acker machen wollte? Ja und was ist mit der Schwimmhalle in der Sportschule? Könnte die Sanierung ein bürgermeisterlicher Rohrkrepierer werden?
Aber der derzeitige Bürgermeister soll ja schon wieder auf gepackten Koffern sitzen. Angeblich will er nach oben als Beigeordneter beim Landkreis Stendal landen.
Also eher Flucht- als Mittelzentrum?

ElBuffo vor 9 Wochen

Dass Merseburg und Bitterfeld bereits Mittelzentren sind, aber aus Prinzip rumgeblubbert werden muss.

Eiche vor 9 Wochen

Jede Unterstützung für den ländlichen Raum ist Gold wert. Bitte jetzt Taten folgen lassen!!!!

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