Hilft Online-Kampagne? Eröffnung von neuem Gesundheitszentrum in Havelberg durch Ärztemangel ungewiss

2020 wurde in Havelberg unter Protest der Bürger das Krankenhaus geschlossen. Mit der Salus GmbH will der landeseigene Betreiber die medizinische Versorgung in der Stadt verbessern. Doch aktuell fehlen hierfür noch Ärztinnen und Ärzte. Eine Online-Kampagne soll sie anziehen.

In Havelberg wirbt seit Dienstag eine Internet-Kampagne um neue Ärzte. Die Salus GmbH will damit Mediziner für ihr geplantes Integriertes Gesundheitszentrum gewinnen.

Ohne Ärzte kein Zentrum

Das Zentrum soll das 2020 geschlossene Krankenhaus Havelberg ersetzen. Bislang ist es nach Unternehmensangaben aber nicht gelungen, zumindest Personal für zwei der drei vorgesehenen Arztstellen zu finden. Ohne die Besetzung könne das Zentrum nicht eröffnet werden.

Salus versucht nach eigenen Angaben bereits seit Oktober vergangenen Jahres erfolglos, über Branchenportale Ärzte für die Stellen zu gewinnen. "Um die Sichtbarkeit der Stellenangebote noch einmal zu verbessern und insbesondere auf die Vorteile von Havelberg als lebens- und liebenswertes Umfeld aufmerksam zu machen, wird am 21. Juni 2022 auf unserer Internetseite und in unseren Social Media-Kanälen die angekündigte Werbekampagne gestartet", so Salus.

Unterstützer der Region werben für Stellen

Unter dem Leitmotiv "Wir für unsere Region. Zukunft gemeinsam gestalten. Gesundheitsversorgung in Havelberg" wolle das Unternehmen potenzielle Stellenbewerber für den neuen Arbeitsplatz ebenso begeistern wie für den "besonderen Charme der Stadt".

Dafür habe das Unternehmen Persönlichkeiten gewinnen können, die Havelberg gut kennen und darüber erzählen könnten, was die Stadt so besonders mache.

MDR (Matthias Lindner, Daniel Salpius)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 21. Juni 2022 | 07:30 Uhr

2 Kommentare

pwsksk vor 14 Wochen

Schade, aber das kommt dabei heraus, wenn Fachkräfte erst abwandern (verprellt werden) und dann wieder gebraucht werden.
Ich schätze mal, das wird in Genthin (ähnlich) nicht anders.
Kleine ehemalige Kreisstätte habe eben nichts (mehr) zu bieten.

Wagner vor 14 Wochen

Salus ist doch eine gemeinnützige GmbH des Landes Sachsen -Anhalt. Oder irrt man sich da.Also ist es keine private Gesellschaft.Das Land steigt ein , um die Probleme zu lösen. Das wird schwer , denn dazu und zur Beschäftigtenentwicklung bedarf es eines eindeutigen Zukunftskonzeptes und keinerSchnellschüsse für den Standort. Und das ist teilweise ,auch für die Standortsicherung,Ländersache.

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