Tarifeinigung Mehr Lohn für Beschäftigte in ostdeutscher Textilindustrie beschlossen

09. Juni 2024, 13:08 Uhr

Die Beschäftigten in der ostdeutschen Textilindustrie bekommen mehr Geld. In der dritten Tarifrunde habe man sich nach etwa 15-stündigen Verhandlungen auf einen Abschluss geeinigt. Das teilte der Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie am Wochenende mit.

Zuvor hatte es mehrere Warnstreiks in der Branche gegeben. Die Gewerkschaft IG Metall bestätigte auf Anfrage den Abschluss. Demnach bekommen die Beschäftigten insgesamt 10 Prozent mehr Lohn. Zusätzlich beinhaltet die Einigung folgendes:

  • steuerfreie Inflationsausgleichszahlungen von 1.250 Euro
  • stufenweise Anhebung der Jahressonderzahlung bis 2029
  • Fortsetzung der Altersteilzeit mit flexibleren Gestaltungsmöglichkeiten

In der Weberei des Damastproduzenten Damino GmbH arbeitet Anett Treukler an einer Webmaschine.
Tarifgebundene Beschäftigte der Textilinduistrie in Sachsen erhalten mehr Lohn und einen Inflationsausgleich. Bildrechte: IMAGO / Rainer Weisflog

16.000 Beschäftigte bekommen mehr Geld

Der Abschluss hat eine Laufzeit von 22 Monaten. Kernregion der ostdeutschen Textilbranche sind Sachsen und Thüringen. Von insgesamt rund 16.000 Beschäftigten entfallen laut Verband 14.500 auf diese beiden Bundesländer. Damit gehöre die Region zu den vier größten Textilstandorten bundesweit.

MDR (lam/dpa)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 08. Juni 2024 | 15:00 Uhr

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