Landtag Zwei AfD-Abgeordnete aus Sachsen verlassen die Partei

Die Abgeordneten der AfD-Fraktion tragen während der Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal Mundschutz in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kommt der Landtag mit weniger Abgeordneten und nur zu einem Sitzungstag zusammen.
Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag verliert zwei Abgeordnete. Bildrechte: dpa

Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag verliert zwei Abgeordnete. Nach Recherchen der Freien Presse wollen Wolfram Keil und Christopher Hahn aus der Fraktion und der Partei austreten. Beide haben das laut Zeitungsbericht gegenüber der Freien Presse angekündigt. Als Grund führen sie an, dass Partei und Fraktion sich immer weiter radikalisieren.

Zunehmende Radikalisierung

Er wolle den "Niedergang" der Partei nicht länger hinnehmen, der sich auf dem Dresdner Bundesparteitag in der vergangenen Woche erneut gezeigt habe, zitiert die Regionalzeitung den Landtagsabgeordneten Keil. Er habe vor dem Parteitag noch "ein Fünklein Hoffnung" gehabt, dass sich etwas ändern könne, sagte Hahn. Das habe sich aber nicht bewahrheitet.

Beim AfD-Bundesparteitag hatten die deutschnationalen Kräfte um den Thüringer Parteivorsitzenden Björn Höcke stark den Ton angegeben. Auch bei der Aufstellung der sächsischen AfD-Landesliste zur Bundestagswahl hatten sich stets die radikaleren Kandidaten durchgesetzt. Beide Abgeordnete wollen ihr Mandat behalten. Damit verfahren sie ähnlich wie Frauke Petry und vier weitere Abgeordnete es gehalten hatten, die in der vergangenen Legislaturperiode bis 2019 Partei und Fraktion verlassen hatten. Mit dem Austritt von Keil und Hahn würde die AfD-Fraktion künftig noch über 36 Sitze im Sächsischen Landtag verfügen.

Quelle: MDR/ud

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | in den Nachrichten | 17. April 2021 | 18:00 Uhr

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