Gastronomie Steuer-Razzia wegen manipulierter Kassen im Raum Dresden

In Großraum Dresden haben Steuerfahnder und Polizei am Dienstag Gastronomie- und Wohnräume durchsucht. Die Ermittler gehen dem Vorwurf der Steuerhinterziehung nach. Jetzt soll Vermögen der Beschuldigten beschlagnahmt werden.

Zwei Kollegen von Zoll und Polizei in Uniform.
Bei der Razzia waren auch Beamte der Bundespolizei und des Zolls im Einsatz. (Symbolbild) Bildrechte: Hauptzollamt Dresden

Wegen des Verdachts der Nutzung manipulierter Kassen haben Ermittler mehr als 25 Restaurants sowie Privat- und Geschäftsräume im Großraum Dresden durchsucht. Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Jürgen Schmidt, MDR SACHSEN. Einsätze fanden demnach auch in Köln, Koblenz und Kempten statt. Die Staatsanwaltschaft Köln ist an den Ermittlungen gegen insgesamt sieben Beschuldigte beteiligt. Insgesamt wurden mehr als 30 Objekte in vier Bundesländern durchsucht.

Zwei Millionen Euro Vermögen vor der Beschlagnahmung

Nach Angaben der Ermittler geht es um den Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit der Nutzung manipulierter Kassensysteme und anderer Delikte seit 2015. Im Einsatz waren mehr als 260 Bedienstete der Steuerfahndungen Dresden und Köln, des Zolls sowie der Landes- und Bundespolizei. Sie stellten Unterlagen und Gegenstände sicher. Zudem wurden angeordnete "Vermögensarreste" in Höhe von insgesamt mehr als zwei Millionen Euro vollzogen. Das heißt, dass die Behörden Vermögen in dieser Höhe bei den Beschuldigten beschlagnahmen können.

MDR (kbe)

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