Schutzmaßnahmen Diese Corona-Regeln gelten in Thüringen bis vor Weihnachten

In Thüringen wird die bestehende Corona-Verordnung bis zum 23. Dezember dieses Jahres verlängert. Damit bleiben Regelungen wie die Maskenpflicht oder die einrichtungsbezogene Impfpflicht für Gesundheitsberufe in Kraft. Alle Details finden Sie hier.

Eine Frau steigt mit Mund-Nasen-Schutz aus einer Straßenbahn.
Im öffentlichen Nahverkehr ist Maske-Tragen weiterhin Pflicht. Bildrechte: dpa

Thüringen verlängert die bestehende Corona-Verordnung bis vor Weihnachten. Darüber informierte am Donnerstag Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Man wolle die Menschen angesichts der Ängste und Sorgen, die mit den Folgen des Ukraine-Krieges einhergehen, nicht zusätzlich belasten, sagte sie. Zudem sei Thüringen momentan eines der Länder mit den niedrigsten Infektionszahlen.

Aufforderung zum freiwilligen Maske-Tragen

Werner forderte jedoch dazu auf, freiwillig Masken zu tragen, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden könnten. Die neue, unveränderte Verordnung tritt am Samstag, den 12. November in Kraft.

Diese Corona-Regeln gelten weiter in Thüringen

Demnach besteht die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr wie auch in Obdachlosenheimen fort, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Allerdings muss nicht zwingend eine FFP2-Maske getragen werden, es reicht auch eine medizinische Maske. In Krankenhäusern, Arztpraxen oder Heimen gilt ebenfalls eine Pflicht zum Tragen einer Maske.

Eine Ausweitung der Maskenpflicht auf Verkaufs- und Veranstaltungsräume sowie auf die Gastronomie wird es nicht geben. Die Verordnung gilt bis zum 12. November.

Kinder unter sieben Jahren müssen keine Maske tragen.

Geimpfte und Genesene benötigen keinen Corona-Test in Kliniken

Auch bei der Corona-Testpflicht nutzt der Freistaat die vom Bund gegebene Möglichkeit für Ausnahmen. So bleiben Geimpfte und Genesene in Krankenhäusern und Pflegeheimen und die dort Beschäftigten von der Testpflicht befreit. Das gilt auch für Menschen, die sich in diesen Einrichtungen zeitlich nur sehr kurz aufhalten. Für Arztpraxen gibt es keine Testpflicht.

Ungeimpfte Beschäftigte haben erleichterten Zutritt

Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen, die weder geimpft noch genesen sind, können ihrer dreimaligen Testpflicht pro Woche auch durch Selbsttests nachkommen. Die Aufsichtspflicht dafür entfällt.

Damit ist die einrichtungsbezogene Impfpflicht für Beschäftigte in Medizin- und Pflegeberufen nicht aufgehoben. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums MDR THÜRINGEN sagte, würden alle Verwaltungsverfahren gegen Nicht-Geimpfte oder Nicht-Genesene, die in Medizin- oder Pflegeberufen arbeiten, in Thüringen weiterlaufen. Doch bis diese abgeschlossen seien, dürften die Menschen weiterarbeiten - nicht zuletzt um den Personalmangel nicht zu verschärfen. Das heißt: Der Zugang für jene Beschäftigten wird erleichtert - die Regelung befreit sie de facto aber nicht von der Impfpflicht.

Mit der neuen Verordnung passt der Freistaat die Landesregeln an das geänderte Infektionsschutzgesetz des Bundes an, das generell wieder schärfere Vorgaben zu Masken und Tests ermöglicht.

Fünf Tage Isolierung nach Corona-Infektion

Statt einer Pflicht für eine Quarantäne empfiehlt die Thüringer Corona-Verordnung bei einer Infektion ohne Symptome "dringend" eine Absonderung für mindestens fünf Tage nach dem ersten positiven Test. In dieser Zeit sollte es nur noch zu zwingend nötigen Kontakten zu anderen Personen kommen. Das Land empfiehlt in dieser Zeit einen täglichen Schnelltest. Wenn infiziert, sollte derjenige die eigene Wohnung nicht verlassen.

Die Absonderung endet nach zehn Tagen oder wenn der Infizierte sich mindestens fünf Tage isoliert hat und zwei Tage lang keine Symptome mehr aufweist. Alternativ gilt auch ein negativer PCR-Test als Ende der Absonderung, wenn zuvor ein Schnelltest positiv ausfiel.

Klinik- und Heim-Mitarbeiter müssen sich zehn Tage isolieren

Für Mitarbeiter von Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Arztpraxen, Pflegeheimen und von Rettungsdiensten gilt eine Absonderungspflicht von zehn Tagen. Ein früherer Dienstbeginn ist möglich, wenn etwa ein Schnelltest negativ ausfällt.

Ein positives Ergebnis eines Schnelltests sollte dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

MDR (rom)/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. September 2022 | 13:00 Uhr

37 Kommentare

Atze71 vor 8 Wochen

@martin.... "deutliche Todesrate"? Wieviel sind an Corona gestorben? Natürlich gab es früher (und heute) auch "Long" Grippe und Erkältungsspätfolgen. Bitte informieren!
Wieviel Tode "AN" Corona waren aktuell gerade? Ich habe die Zahl nicht parat.....

DermbacherIn vor 8 Wochen

Hätte man alle Maßnahmen beendet, würde man ja als unglaubwürdig für alles vorher Beschlossene gelten. Also den Level immer schön konstant halten, egal was andere Länder machen. Über Sinn und Unsinn solcher Maßnahmen diskutieren wir seit über 2 Jahren. Für mich reine Willkür ohne wirkliche Grundlagen!

Shantuma vor 8 Wochen

Auch hier empfehle ich mal einen Blick ins DIVI.
Dort wird aufgelistet wieviele Menschen deutschlandweit mit einer Covid-Infektion auf ITS liegen und beatmet werden, d.h. hier liegen höchstwahrscheinlich schwere Verläufe vor.
Derzeit sind es (Stand 29.09.2022 23:05) 275 Personen.
Zur gleichen Zeit sind in den "letzten 24h" 94 Menschen mit/an einer Corona-Infektion gestorben.
D.h. theoretisch müsste die Belegungsdauer auf der invasiv beatmeten ITS-Station ca 3 Tage andauern. Und dabei eine Sterberate von 100% haben.
Sowohl die Sterberate ist exorbitant, als auch die Belegungsdauer.
Durchschnittlich liegt ein beatmeter ITS-Patient ca 7 Woche auf dieser Station. Und die Sterberate liegt bei ca 50%.

D.h. es müssen Verstorbene gezählt werden, welche nicht im Krankenhaus lagen. Und dies impliziert, dass jene gesund waren?

Zur Frage bezüglich Long-Erkältung.
Negativ, ich hatte bereits mal eine "Long-Erkältung", bei der der Husten noch Wochen nach der überstandenen Erkrankung vorhanden war.

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