Energie Thüringer Versorger: Preis für Fernwärme wird sich verdoppeln

26. April 2023, 16:17 Uhr

220.000 Haushalte in Thüringen vor allem in Plattenbaugebieten werden mit Fernwärme beheizt und mit Warmwasser versorgt. Die Kosten dafür sollen wegen anstehender Investitionen massiv steigen.

Der Preis für Fernwärme in Thüringen wird sich einer Prognose von regionalen Anbietern zufolge in den kommenden 20 Jahren verdoppeln - bezogen auf den Preis von 2020. Als Grund gaben die Versorger im Freistaat am Mittwoch auf einer Wärmewende-Tagung in Erfurt anstehende Investitionen in neue Anlagen an. Mit Fernwärme werden in Thüringen vor allem Plattenbaugebiete, aber auch viele Betriebe und öffentliche Einrichtungen versorgt.

Wärmeerzeugung vor allem mit Strom

Nach Angaben der Versorger wird Fernwärme in Thüringen aktuell vor allem mit Erdgas erzeugt. Dies solle sich in den kommenden Jahren ändern, indem verstärkt Wärmepumpen, Elektrodenkessel und solarthermische Anlagen errichtet werden, um den Kohlendioxid-Ausstoß deutlich zu verringern.

"Die Wärmeerzeugung wird strombasiert sein", hieß es auf der Tagung, bei der es auch um eine thüringenweite Kooperation der Versorger zur Wärmenetzstrategie ging. Mit Strom laufende Anlagen würden in Zukunft das Gros der Fernwärme erzeugen. Zudem setzen die Versorger massiv darauf, etwa in Industriebetrieben unvermeidlich anfallende Abwärme zu nutzen. Als Anteil an der Fernwärmeerzeugung werden 28 Prozent angepeilt.

Solar- und Geothermie sollen ausgebaut werden

Solarthermie und Geothermie - also das Erwärmen von Wasser mit Sonnenstrahlen oder das Nutzen von Erdwärme - sollten künftig in Thüringen etwa 17 Prozent zur Fernwärmeversorgung beisteuern. Solche Anlagen brauchten allerdings viel Platz. Vier Prozent der Wärmemenge werde in Biogasanlagen erzeugt. Außerdem solle mit erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff genutzt werden, um Wärme zu erzeugen.

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MDR (kab/dpa/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. April 2023 | 18:00 Uhr

44 Kommentare

hinter-dem-Regenbogen am 27.04.2023

@Tamico161

Wer nicht Abhängig sein will, der muß frieren - genau genommen verhält sich dieser aber auch unsozial, weil er sich der Abgabenwut der Regierenden entzieht.

Etwas wirr ist die Entwicklung in der Heimat schon.
Da wollen die Oberen die Welt retten und lässt die Unteren dafür bezahlen.

hinter-dem-Regenbogen am 27.04.2023

@beyer

Sind Sie sich im klaren darüber, an wem die Rechnung für die Versteuerung der Luft (CO2) in der Praxis gehen wird ?

Das soll sozial sein ?
Das ist Abzocke pur - ein Run auf das Geld des fleißig arbeitenden Menschen hier in der Heimat. Während sich der Staatsapparat mit all seinen Institutionen, sich mit dem erbeuteten Geld aufbläht, als wäre er der einzig Auserwählte, um diese Welt retten (zu können).
In Wirklichkeit, so zeigen es die Steuereinnahmen, wird sich daran förmlich nur satt regiert.

Horst Hessel am 27.04.2023

Diesen schwachsinnigen Klimarettungswahn werden wir alle teuer bezahlen nur es wird sich deshalb am Weltklima nicht ändern. Wir steuern geradezu in eine Ökodiktatur mit Verboten und Gängelei selbsternannter Weltenretter!

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