Neubau Brücke am Schmidtstedter Knoten in Erfurt teurer als geplant

Die neue Fußgänger- und Radwegbrücke am Schmidtstedter Knoten in Erfurt wird teurer als geplant. Wie Tiefbauamtsleiter Alexander Reintjes mitteilte, waren ursprünglich 11,2 Millionen Euro anberaumt. Nach aktuellem Stand wird sie jedoch rund 500.000 Euro teurer. Die Baufirma begründete die Mehrausgaben damit, dass sich das Projekt schwieriger umsetzen lasse als gedacht.

Bild einer Fußgängerbrücke
So soll die neue Brücke am Schmidtstedter Knoten in Erfurt aussehen. (Archivbild) Bildrechte: MDR / Karsten Heuke

Im November 2020 war die alte Fußgänger- und Radwegebrücke aus dem Jahr 1977 abgerissen worden. Die neue Brücke soll den Erfurter Hauptbahnhof mit der künftigen ICE-City Ost verbinden und voraussichtlich im September dieses Jahres fertig sein. Um die großen Brückenteile zu montieren, wird die Stauffenbergallee am letzten März-Wochenende voll gesperrt.

MDR (rbü)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. Februar 2022 | 15:30 Uhr

12 Kommentare

Kleingartenzwerg vor 40 Wochen

Das sagt uns, dass es wirschaftlich unsinnig ist, öffentliche Aufträgen grundsätzlich an den billigsten zu vergeben und das biginnend bei den Planungsaufträgen. Das Vergaberecht soll dafür sorgen, dass das günstigste Angebot den Zuschlag erhält, mit die Hauptvergabekriterium Preis wird um Diskussionen und möglichen Vergabeeinsprüchen aus dem Wege zu gehen der billigste beauftragt. Das Ergebnis sind die aus dem Kostenrahmen laufenden Vorhaben.

Horst Hessel vor 40 Wochen

Quatsch mit Soße, gucken sie mal in die Schweiz, ein Hochlohnland und trotzdem laufen dort die Kosten nicht wie hier dermassen aus dem Ruder. Der Gotthard- Basistunnel wurde in 17 Jahren erbaut mit 57 km Länge. Trotzdem wurde er nicht so wesentlich teurer wie geplant. Hier soll alles immer nur billig sein und derjenige mit dem minimalen Angebot bekommt den Zuschlag wohlwissend das Mehrkosten dann der Auftraggeber begleicht denn es sind ja halt nur die Steuergelder der Menschen die diesen Politikirrsinn bezahlen müssen. Deshalb wird ja direkte Demokratie von den Altparteien verhindert das solche Projekte verhindert werden können. Erfurts Strassen sind heute in einem desolaterem Zustand wie vor der Wende aber wir brauchen ja unbedingt solch ein Bauwerk für paar Fußgänger und Radfahrer.

martin vor 40 Wochen

@peter pan: Die Abläufe bei größeren öffentlichen Projekten scheint Ihnen nicht geläufig zu sein. Darf ich mir ein wenig Hilfestellung erlauben? Wenn ein derartiges Projekt angegangen wird, werden die Kosten für unterschiedliche Varianten zunächst GESCHÄTZT. Wenn die wirtschaftlichste Variante ausgewählt wurde, werden entsprechende Haushaltsmittel eingestellt und entsprechende Fördermittel beantragt. Erst wenn das alles vorliegt (verwaltungstechnisch gesprochen: Die Finanzierung gesichert ist) werden die Aufträge - meist sogar in diversen Teilen (sog. "Lose") ausgeschrieben. Und erst danach hat man dann die Kosten. Zwischen Kostenschätzung und Ausschreibung vergeht in der Regel einiges an Zeit. Wenn die Firmen bis dahin volle Auftragsbücher haben, wirkt sich das genauso auf die Preise aus, wie gestiegene Löhne oder höhere Materialpreise. Und wenn es dann während der Ausführungsphase noch unliebsame Überraschungen gibt, die zu Mehraufwand führen, hat der Bauherr die zu zahlen.

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