Legal oder illegal? Polizei stellt Hanf aus Buga-Beet sicher - Pflanzen werden im Labor untersucht

Aus einem Erfurter Buga-Blumenbeet sind 80 Hanfpflanzen entfernt und zur labortechnischen Untersuchung geschickt worden. Ein Familienvater hatte sie Anfang der Woche auf einem Spaziergang entlang der Gera-Aue in einem Blumenbeet entdeckt. Der Fund sorgte für Aufsehen, da das Beet im Rahmen der Bundesgartenschau angelegt worden war.

Die Polizei erntete die bis zu 40 Zentimeter hohen Pflanzen und stellte sie sicher. Die Untersuchungen sollen nun klären, ob es sich um berauschende Cannabispflanzen oder womöglich um einfache Hanfpflanzen aus einer Blumensamenmischung handelt.

Hanfpflanzen wachsen auf dem Gelände der Bundesgartenschau auf dem Petersberg in Erfurt
Auf dem Buga-Gelände auf dem Petersberg in Erfurt gedeihen zahlreiche Hanfpflanzen, sie sind fast frei von THC. Bildrechte: Bundesgartenschau Erfurt

Legaler Hanf auf der Buga in Erfurt

Neben den 80 sichergestellten Pflanzen an der Gera-Aue wachsen auch 380 legale Faserhanfpflanzen auf dem Buga-Gelände auf dem Petersberg, wie die Buga-Pressestelle mitteilte. Sie wurden im Ausstellungsbeitrag Erfurter Gartenschätze angepflanzt. "Sie gedeihen dort prächtig und ganz legal mit Genehmigung der Bundesopiumstelle, die im Vorfeld einzuholen war", heißt es von den Organisatoren. Es solle auch auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Gewächse hingewiesen werden - etwa für Kleidung, Dämmmaterialen oder als Ersatz von Kohlefasern in Verbundwerkstoffen.

Die Hanfpflanzen auf dem Petersberg sind fast frei von THC, dem berauschenden Wirkstoff Delta-9-Tetrahydrocannabinol. "Es reicht also, den Hanf im Festungsgraben des Petersberges anzuschauen und sich daran zu erfreuen", schrieb die Buga, "die Pflanzen mitzunehmen, lohnt sich nicht."

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Juni 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus der Region Erfurt - Arnstadt

Mehr aus Thüringen