FOTOMONTAGE, Feuerwerk am Nachthimmel
Die Stadt will mit dem Verbot das Brandrisiko reduzieren. Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Stadtratsbeschluss Mühlhausen will Feuerwerk in Innenstadt zu Silvester verbieten

06. Juli 2023, 13:06 Uhr

Kein Feuerwerk zu Silvester. Dem hat der Stadtrat von Mühlhausen am Mittwoch mit großer Mehrheit zugestimmt. Das Verbot soll für die Innenstadt gelten, wo viele denkmalgeschützte historische Gebäude stehen.

In der Altstadt von Mühlhausen im Unstrut-Hainich-Kreis soll zu Silvester kein Feuerwerk gezündet werden dürfen. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat am Mittwochabend einem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt. Zuvor war über die Kontrollmöglichkeiten eines solchen Verbots diskutiert worden.

Stadt will mit Polizei zusammenarbeiten

Bürgermeisterin Beate Sill sagte, die Stadt wolle mit der Polizei zusammenarbeiten. Allerdings könne illegales Böllern nicht verhindert werden. Die AfD sprach sich gegen ein Verbot aus. Stattdessen solle auf die Eigenverantwortung der Mühlhäuser und ihrer Gäste gesetzt werden.

Mit dem Verbot will die Stadt das Brandrisiko in der Silvesternacht deutlich reduzieren. Das unkontrollierte Abbrennen von Feuerwerkskörpern sei eine große Gefahr für die unter Denkmalschutz stehende historische Altstadt, so Sill. Sie verwies darauf, dass ein Teil der Feuerwerks-Nutzer alkoholisiert sei oder unter Drogen stehe. Der Antrag muss bis Oktober beim Landesamt für Verbraucherschutz eingereicht werden. Dort muss er noch genehmigt werden.

Nicht kontrolliert wurde in Bad Langensalza und Weimar. Der Bad Langensalzaer Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos) sagte, das Feuerwerksverbot in der Innenstadt gelte seit zehn Jahren, und im Grunde hielten sich die Leute daran. Einzig vor Gaststätten und Bars habe es einige Probleme gegeben, weil Gäste Pyrotechnik mitgebracht hätten.

MDR (cg/jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 06. Juli 2023 | 11:00 Uhr

26 Kommentare

Thommi Tulpe am 07.07.2023

Sie kritisieren nur des Kritisierens wegen, schwafeln dann auch nur des Schwafelns wegen. Ich "gratuliere". Das war wie so oft auch nur wieder hilflos von Ihnen.
Ich stellte lediglich eine Frage. Und diese können Sie offenbar auch nicht beantworten.

DER Beobachter am 07.07.2023

Und mal abgesehen von der realen Gefahr für die noch wenigen noch vorhandenen alten Stadtensembles wurden die gern gekauften "Tschechenböller" noch in den letzten Jahren sogar bei unserer sächsischen Polizei an Schweinepfoten aus der Schlachterei getestet....

DER Beobachter am 07.07.2023

Jedenfalls scheint es wohl berechtigte Sorge bei der Feuerwehr und der bürgergewählten Stadtrats-Mehrheit zu geben und der Verbotskern wurde doch bestimmt...

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