Zeulenroda-Triebes Badewelt Waikiki: Neue Fördermöglichkeit soll Umbau ermöglichen

Der Umbau der Badewelt Waikiki in Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz wird teurer als geplant. Um die Mehrkosten zu decken, setzt die Stadt auf Geld des Landes. Wie Bürgermeister Nils Hammerschmidt (IWA-Pro Region) MDR THÜRINGEN sagte, darf beim Freistaat ausnahmsweise eine Nettoförderung beantragt werden. Das habe die Thüringer Aufbaubank genehmigt.

Ungewöhnliches Vorgehen

Normalerweise werden Fördermittel für Bruttopreise ausgegeben. Laut Hammerschmidt könnten durch diesen Fördermittelkniff die Mehrkosten von rund drei Millionen Euro durch gestiegene Preise für Baumaterial und Energie abgefangen werden. Für die Stadt würden keine Mehrkosten entstehen, da die Stadtwerke als Tochtergesellschaft die Steuern abschreiben könnten, so der Bürgermeister.

Waikiki Freizeitbad Zeulenroda
Mit dem Umbau der Badewelt Waikiki soll Energie gespart werden. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Kein Beschluss im Stadtrat

Der Stadtrat sollte am Mittwochabend eigentlich über einen Fördermittelantrag für die Mehrkosten entscheiden. In der Stadtratssitzung sorgte die veränderte Beschlussvorlage dann aber für Irritationen. Rund zwei Stunden wurde hinter verschlossenen Türen diskutiert.

Da die Aufbaubank Hammerschmidt nach eigener Aussage aber erst am Nachmittag über die veränderte Fördermöglichkeit informierte, wurde aus dem Beschluss lediglich eine Mitteilung darüber, dass die Investitionssumme von einem Brutto- auf einen Nettobetrag umgestellt wird.

Umbau soll Energie sparen

Das Freizeitbad sorgte zuletzt immer wieder für Unmut. Einige Stadträte fordern aufgrund der gestiegenen Gaspreise die sofortige Schließung.

Die ursprüngliche Beschlussvorlage sah für den ersten Bauabschnitt Kosten von 15,5 Millionen Euro vor. Die Stadt will unter anderem diverse Pumpen in der Thermen- und Erlebniswelt austauschen, Rutschen dämmen und eine Abwasserrückgewinnungsanlage einbauen, um Energie zu sparen. Planungen gehen davon aus, dass mit dem Umbau rund 260.000 Euro Betriebskosten pro Jahr gespart werden können.

MDR (cfr/fra)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. August 2022 | 09:00 Uhr

3 Kommentare

Kopfschuettler vor 4 Wochen

Die Schließung ist seit Jahrzehnten geboten. Warum schreiten hier keine Rechtsaufsichtsbehörden ein. Ein Millionengrab und alle schauen zu.

wer auch immer vor 4 Wochen

Hauptsache es kommen dann noch Gäste, wer es sich leisten kann...

Steffen69 vor 4 Wochen

Es ist ein guter Schritt, das alle Spaßbäder in Thüringen auf Grund der Gaskrise schließen. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten..

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