Medizin Uni Jena: Hohe Bereitschaft zur Körperspende

15. Oktober 2023, 12:22 Uhr

Die Medizinische Fakultät der Universität Jena beobachtet eine hohe Bereitschaft zur Körperspende. Es gebe viele Anfragen von Menschen, die ihren Körper nach dem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen, teilte die Universität mit.

Universitätsklinikum Jena
Das Universitätsklinikum Jena ist Standort der Medizinischen Fakultät der Schiller-Universität. Bildrechte: imago images/VIADATA

Gebraucht werden solche Körperspenden vor allem für Anatomiekurse im Medizinstudium.

Mehrere Gründe für Körperspende

800 Spendewillige sind aktuell am Uniklinikum Jena registriert. Mehrere Jahre lang waren keine neuen Vereinbarungen zu Körperspenden abgeschlossen worden, weil der Bedarf gedeckt war. Seit diesem Herbst werden nun wieder neue Spender angenommen - und das Interesse ist groß, heißt es von der Uni Jena.

Mehrere Gründe werden für die Bereitschaft zur Körperspende genannt: Manche wollen ihren Kindern die Bestattung und Grabpflege ersparen. Auch das Geld spielt eine Rolle. So beteiligen sich die Anatomie-Institute an den Bestattungskosten oder übernehmen sie sogar ganz.

Spende muss rechtlich geregelt sein

Rechtlich geregelt werden Körperspenden durch sogenannte letztwillige Verfügungen, die potenzielle Körperspender persönlich zu Lebzeiten abgeben müssen. Betreuer oder Bevollmächtigte dürfen dies nicht tun.

Die Spender müssen volljährig und geistig in der Lage zu einer solchen Erklärung sein und können diese jederzeit widerrufen. Bei bestimmten Erkrankungen könnten Körperspenden abgelehnt werden.

MDR (mm)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Oktober 2023 | 12:00 Uhr

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