Schneekammer und Panorama-Sauna Badehaus in Masserberg: Das sind die Pläne für den Wellness-Ort

Für den millionenschweren Umbau des Badehauses in Masserberg sind die Pläne abgeschlossen. Noch in diesem Monat soll der Förderantrag nach Erfurt gehen und in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.

ein großes verglastes Gebäude
So soll das neue Badehaus in Masserberg nach der Sanierung aussehen. Bildrechte: MDR/Gemeinde Masserberg

Eigentlich wollte die Gemeinde Masserberg schon viel weiter sein mit ihrem Badehaus. Das gibt Bürgermeister Denis Wagner (CDU) unumwunden zu. Seit 2016 ist das Wellnessbad geschlossen. Es war heruntergekommen, der Sanierungsstau unübersehbar.

"Thüringer Wald Spa" mit Schneekammer

Rund 11,5 Millionen Euro sollen in das Bad gesteckt werden, um es zu einem "Thüringer Wald Spa" auszubauen. "Innen wird das Badehaus nicht mehr wiederzuerkennen sein", sagt der Bürgermeister. Vor allem Holz und Steine sollen für den Innenausbau verwendet werden. Eine Panorama-Sauna mit einem großen Fenster soll einen spektakulären Blick in den Wald bieten.

Menschen in einem Wellnessbereich
Der geplante Innenausbau des Badehauses. Bildrechte: MDR/Gemeinde Masserberg

Der Außenbereich wird mit 200 Quadratmetern deutlich größer und bekommt einen neuen Pool. Geplant sind mehrere Außensaunen. Das Thema Wald und Natur soll sich überall widerspiegeln. Highlight dürfte die Schneekammer werden, in der Pulverschnee produziert wird. "Dort kann man sich dann ein bisschen wie in Finnland fühlen", sagt Wagner.

Badehaus Masserberg soll 2023 eröffnen

Der Bürgermeister ist sichtlich froh, dass diese Planungen nun fertig sind. Denn Masserberg hatte noch vor einem Jahr große Schwierigkeiten, überhaupt ein Planungsbüro zu finden. Die meisten Firmen konnten laut Wagner keine ausreichenden Referenzen nachweisen. Auf ein oder zwei Monate sei es dann auch nicht mehr angekommen. "Wenn wir schon so viel Geld in die Hand nehmen, dann wollen wir es richtig machen", sagt der Bürgermeister.

Umbauarbeiten Bildergalerie: Millioneninvestition gegen den Verschleiß im Badehaus in Masserberg

Das Badehaus von außen.
Seit Januar 2016 ist das Wellness-Bad mit seinem markanten Zelt-Dach dicht. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Das Badehaus von außen.
Seit Januar 2016 ist das Wellness-Bad mit seinem markanten Zelt-Dach dicht. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Ein Verkehrsschild mit der Aufschrift "Zum Badehaus".
Die Gemeinde musste wegen der enorm hohen Betriebskosten einen harten Schnitt machen. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Ein leeres Wasserbecken im Badehaus.
Die besten Zeiten hatte das Bad zu jenem Zeitpunkt bereits hinter sich.  Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Eine beschädigte Säule im Badehaus.
Auch den noch so wohlwollenden Gästen war der Verschleiß immer deutlicher aufgefallen. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Bürgermeister Denis Wagner verschafft sich einen Eindruck.
"Für einen ordentlichen Tourismus brauchen wir das Badehaus", sagt Bürgermeister Denis Wagner (CDU). Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Ein leeres Wasserbecken im Badehaus.
Das Badehaus soll deshalb für mehr als zehn Millionen Euro zu einer Wald-Wellness-Oase um- und ausgebaut werden.  Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Der Eingang zum Badehaus.
Den größten Teil davon fördert das Land Thüringen. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
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Noch in diesem Monat geht der Förderantrag zur Landesregierung nach Erfurt. Sollten die Planungen auch dort gut ankommen, könnte noch in diesem Jahr Baustart sein. Wagner rechnet damit, dass das Badehaus Ende 2023 wieder eröffnet werden kann.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 11. Mai 2021 | 11:30 Uhr

3 Kommentare

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 4 Wochen

…nicht zu vergessen: die negative Energiebilanz dieses „heißen“ Baus mitten in der Thüringer-Wald-Landschaft, in der mit erheblichem Energie-Aufwand künstlich Pulverschnee erzeugt werden und der aufgeheizte und vergrößerte Außen-Pool die Umwelt erwärmen soll…?!

Rückbau empfohlen. Zurück zum sanften Tourismus. Auch hier in der Klinik.

Critica vor 4 Wochen

Wird das eigentlich noch gebraucht? Ich würde einen sofortigen Baustopp verhängen.
Wenn uns - wie es aussieht - Corona erhalten bleibt, werden sich wohl eher wenige dort tummeln. Nicht aus Angst vor einer Infektion, sondern aus Angst vor dem enormen Aufwand beim Testen, Anmelden, Abmelden, Nachverfolgen etc. pp.

Ralf T. vor 4 Wochen

Ich zeige dann einfach kurz meinen Impfpass vor und gehe schwimmen.

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