Erneuerbare Energie Weniger Windräder in Thüringen gebaut - aber mehr Genehmigungen erteilt

12. Oktober 2023, 12:10 Uhr

In Thüringen sind in den vergangenen neun Monaten fünf neue Windräder in Betrieb gegangen, drei im Juli und zwei im September. Das waren deutlich weniger als im gleichen Zeitraum 2022. Laut Fachagentur Windräder gab es im vorigen Jahr von Januar bis September 18 neue Windräder.

Die Zahl der genehmigten Windkraftanlagen stieg dagegen leicht an - von 20 im Jahr 2022 auf 24 in diesem Jahr. Damit liegt Thüringen 2023 bisher gleichauf mit Sachsen. In Sachsen-Anhalt waren es dagegen 43 Genehmigungen.

Neues Windkraft-Gesetz soll Ausbau ankurbeln

Insgesamt gibt es in Thüringen laut Energieministerium jetzt rund 870 Windräder. Weil geeignete Flächen fehlen, geht es mit dem Ausbau nicht so schnell voran, wie von der Regierung erhofft. Jetzt werden allerdings auch Brachflächen in Wäldern in den Blick genommen.

Das Verfassungsgericht hatte vergangenes Jahr ein Verbot von Windrädern in Thüringer Wäldern gekippt. Anreize für mehr Windräder soll durch das neue Windkraft-Beteiligungsgesetz geschaffen werden, das derzeit im Landtag liegt.

Die Bundesregierung hatte zuletzt beschlossen, den Ausbau der erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne mit neuen Gesetzen zu beschleunigen. 2030 soll bundesweit 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen, derzeit ist es etwas mehr als die Hälfte.

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Wolken türmen sich über Windrädern 4 min
Bildrechte: IMAGO / Steffen Unger

MDR (luk/cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Oktober 2023 | 07:00 Uhr

8 Kommentare

hinter-dem-Regenbogen vor 32 Wochen

@Alex Leipzig ___"die effizienteste, sauberste und langfristig günstigste Lösung. . . ."

können Sie auch verraten , für wen das gilt. ?

Und warum ist der Strom denn so teuer ? Vor kurzem war der Energieträger Strom, um das 3 fache teurer als Gas ?
Jetzt, innnerhalb von nur wenigen Wochen, ist Gas ebenfals im Preis um ca. 30% bis 50% gestiegen, obwohl die Produktionskosten und Produktionsbedingungen sich nicht geändert haben.
Wie kommen die Preise zustande und wo bleiben die Erträge ?

Mein Fazit:
Hier kreist doch der Geier auf der Suche nach Beute.

AlexLeipzig vor 32 Wochen

Einen Kahlschlag im Wald wird es auch nicht geben: es ist die Rede von "Brachflächen im Wald", die es leider durch den Borkenkäfer zu Hauf gibt, und der wiederum durch den Klimawandel und Monokulturen befördert wird. Die Windräder sind ein Mittel gegen den Klimawandel.

hinter-dem-Regenbogen vor 32 Wochen

Die aktuell teuerste Variante, die Grundversorgung des Landes mit Energie zu sichern, ist die total-radikale Elekrifizierung. Im Gegenzug erhöht die Elektrifizierung den Grad der Steuerbarkeit und somit auch die Abhängigkeit.
Es stehen bei dieser Technologie nicht nur die Erzeugerpreise, sondern wesentlich höher auch die Durchleitung-, Akkumulation- und Speicherkosten im Raum. Den größten Anteil des Kostenpakets aber, nimmt der Handel über die Börse ein.

Mit anderen Worten.
Elektrische Energie generiert die höchsten Ertrags-und Renditesprünge. Insbesondere der Handel mit Energie über die Grenzen hinaus, wird effizienter und ertragsbringender.

Fazit:
Es wird weniger Man-Power bei der Elektrifizierung benötigt, der Arbeitskräftebedarf im Energiesektor sinkt maximal - Strom macht weniger Menschen noch reicher.
Die tatsächliche Wertschöpfung im Land dagegen sinkt .

Und nun soll der Verbraucher das für Gut heißen und glücklich darüber sein , dass die Welt gerettet wird ?

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