Vogelperspektive auf einen Gabelstapler und mehrere gepackte Paletten in einer Halle
Israel will mehr Hilfen für den Gazastreifen zulassen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert

Nach Druck aus den USA Israel kündigt Aufstockung der Gaza-Hilfen an

05. April 2024, 11:53 Uhr

Israel hat angekündigt, Hilfslieferungen in den Gazastreifen über den Grenzübergang Erez und den Hafen von Aschdod zu erlauben. Hilfsgüter, die über den Grenzübergang Kerem Schalom kommen, sollen aufgestockt werden. Zuvor hatten die USA entsprechende Schritte gefordert.

Israel will nach einer Aufforderung des Verbündeten USA "sofortige Schritte" zur Erhöhung humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen ergreifen. Das beschloss das israelische Kriegskabinett am frühen Freitagmorgen.

Demnach würden vorübergehend der Hafen von Aschdod sowie der Grenzübergang Erez geöffnet, wodurch leichter Hilfe in den besonders von Lebensmittelmangel betroffenen Norden des Gazastreifens kommen kann.

Auch die über den Grenzübergang Kerem Schalom aus Jordanien kommenden Hilfsgüter würden aufgestockt. "Diese verstärkte Hilfe wird eine humanitäre Krise verhindern und ist unerlässlich, um die Fortsetzung der Kämpfe zu gewährleisten und die Ziele des Krieges zu erreichen", zitierte die israelische Zeitung "Haaretz" aus der Erklärung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

USA begrüßen Israels Schritte

Zuvor hatten US-Präsident Joe Biden und der Internationale Gerichtshof in Den Haag den Druck auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu erhöht, rasch für den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern im Gaza-Krieg zu sorgen. In einem Telefonat forderte Biden den israelischen Regierungschef nach Angaben des Weißen Hauses auf, eine Reihe "spezifischer, konkreter und messbarer Schritte" zu unternehmen. Die künftige US-Politik in Bezug auf Gaza hänge davon ab, wie Israel diese Maßnahmen umsetze, warnte Biden.

Die USA begrüßten "die Schritte, die die israelische Regierung [...] auf Ersuchen des Präsidenten nach seinem Gespräch mit Premierminister Netanjahu angekündigt hat", sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Adrienne Watson. Sie müssten "vollständig und rasch umgesetzt werden".

Die USA seien bereit, in Abstimmung mit der israelischen Regierung, den Regierungen Jordaniens und Ägyptens, den Vereinten Nationen und humanitären Organisationen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Hilfe die Menschen im Gazastreifen erreiche.

AFP/dpa (jst)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 05. April 2024 | 06:07 Uhr

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