Maskierte Männer besprühen einen Zug mit Graffitis.
Die Angreifer warfen Reifen auf die Gleise, stürmten den Zug und versprühten Reizgas. Bildrechte: Privat

Fragen und Antworten Zug-Attacke in Magdeburg: Angreifer schweigen

Mehrere Vermummte haben Samstag einen Zug in Magdeburg überfallen. Vier der mutmaßlichen Täter wurden festgenommen und verhört. Bislang schweigen sie. Hier die bisherigen Rechercheergebnisse von MDR SACHSEN-ANHALT:

Maskierte Männer besprühen einen Zug mit Graffitis.
Die Angreifer warfen Reifen auf die Gleise, stürmten den Zug und versprühten Reizgas. Bildrechte: Privat

Die Bundespolizei ermittelt zu dem Angriff auf einen Zug am Bahnhof  "Barleber See" in Magdeburg. Wie ist der aktuelle Stand?

Vier Tatverdächtigte konnten identifiziert werden. Sie wurden bereits von den Ermittlern verhört. Nach Angaben der Bundespolizei machte aber bisher keiner der jungen Männer eine Aussage. Ihnen wurden T-Shirts, Hosen und Schuhe abgenommen, um sie auf DNA-Spuren untersuchen zu lassen. So wollen die Ermittler alle Täter ausfindig machen.

Bis zu zwölf Personen sollen den Zug an der Weiterfahrt gehindert haben. Ist bereits bekannt, ob es sich wirklich um Hooligans aus der FCM-Szene handelte?

Die Bundespolizei geht davon aus, dass die Täter einen Bezug zum FCM haben. Auf Videos, die Zuggäste während der Attacke gefilmt haben, ist zudem ein Täter zu sehen, der sich einen FCM-Schal um den Mund gebunden hat. Der Bundespolizei liegen drei Videos vor, die derzeit ausgewertet werden. Noch wollen sich die Ermittler nicht festlegen, wie nah die Täter dem Fußball-Verein stehen.

Was sagte der 1. FC Magdeburg zu den Vorkommnissen?

Der Verein hat die Attacke verurteilt. Ein Sprecher sagte, der FCM habe die Bilder und das Video mit Schrecken zur Kenntnis genommen. Vandalismus lehne der Verein konsequent ab.

Vier Tatverdächtige sind bereits bekannt. Sind diese bereits früher durch Gewalttaten oder Ähnliches auffällig gewesen?

Laut Bundespolizei ist einer der Tatverdächtigen schon mehrfach aufgefallen. Er wird als Gewalttäter eingestuft und soll der linken Szene angehören.

An den überfallenen Zug haben die Angreifer die Abkürzung "APK" gesprüht. Was steckt dahinter?

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT steht "APK" nicht wie von manchen vermutet für "Anti Polizei Kommando". Vielmehr handelt es sich wohl um die Signatur einer Magdeburger Graffiti-Gruppe oder eines einzelnen Sprayers. An verschiedenen Stellen in Magdeburg waren bereits vor mehreren Jahren "APK"-Graffiti zu sehen.

Ein Graffito auf einem Zug.
Neben dem Zug am Barleber See wurde auch ein Zug in Biederitz (hier zu sehen) mit dem Schriftzug "APK" beschmiert. Bildrechte: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Zeugenaufruf Die Polizei sucht für die Vorfälle in Biederitz und am Barleber See nach Zeugen. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter 0391/ 56549-555 bei der Bundespolizeiinspektion in Magdeburg oder in jeder anderen Polizeidienststelle melden.
Auch die Bundespolizei-Hotline 0800/ 6888000 oder das Formular auf der Bundespolizei-Homepage kann für Zeugenhinweise genutzt werden.

Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. August 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2018, 06:34 Uhr

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15 Kommentare

16.08.2018 13:29 Klaus Hase 15

Schöne Kommentare des rechten Flügels hier.
Pfeift doch drauf,ob links oder rechts,Idioten sind Idioten.Und das waren eindeutig welche.
Das war die erste Aktion solcher Sprüher,die solche Ausmaße hatte. Ich fühl mich trotzdem sicher in Magdeburg,das jetzt wieder als allgemein gefährdend auszubreiten,ist typisch populistisch.
Hauptsache die Täter werden bestraft und dann geht's ganz normal weiter

16.08.2018 11:16 Wolpertinger 14

@15.08.2018 19:17 Terkenheim
Klasse Kommentar. Also bis auf den "heiligen Geist der Sprühflaschenszene" lag mir so ähnliches auf der Zunge bzw. Tastatur, incl. Außerirdischer.

15.08.2018 20:41 Klaus- Dieter Weydemann 13

Egal ob links oder rechts, „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ ! Und es sind Narren! Dem FCM tuen sie keinen Gefallen! Aber was soll Ihnen bei unserer heutigen, ach so „ freiheitlichen Rechtssprechung“ schon erwarten? Wenn sich deutsche „Rechtsanwälte“ an Osama Bin Ladens Leibwächter abwetzen , haben diese „Schmierfinken“ eigentlich nichts zu erwarten!