Fotografie eines Blumenstraußes mit verstärkten Farben.
In Halle gibt es eine bunte Auswahl an Fotografie. Bildrechte: Nicole Müller

Empfehlungen Ausstellungen in Sachsen-Anhalt: Skulpturen, Bücher und Fotografie – 16 Tipps

21. Mai 2024, 14:46 Uhr

Sie haben Lust, mal wieder eine Ausstellung zu besuchen? In Halle gibt es Skulpturen aus Mensch und Tier sowie außergewöhnlich schöne Bücher zu sehen. In Dessau wird ein neuer Blick auf Bewegungen am Bauhaus geworfen und in Bernburg wird ein fast vergessener Künstler geehrt. In Magdeburg steht das Klima im Fokus und in Wittenberg der erste bekannte Philosoph afrikanischer Herkunft in Deutschland. Das sind unsere Empfehlungen für Ausstellungen in Sachsen-Anhalt samt Informationen zu Öffnungszeiten und Adressen.

Bernburg: Der fast vergessene Künstler Heinz Steffens | bis 15. September

Erst langsam wird das Werk des Künstlers Heinz Steffens entdeckt und aufgearbeitet. Abgesehen von seiner Studienzeit und der Kriegsgefangenschaft nach im Zweiten Weltkrieg verbrachte der Maler sein Leben in Bernburg. Da er den Vorstellungen des Sozialistischen Realismus nicht folgte, sondern sich lieber mit der Klassischen Moderne beschäftigte, blieb er lange unbeachtet. Erst als sich die Kulturpolitik in der DDR lockerte, erhielt er einige öffentliche Aufträge. Das Schlossmuseum in Bernburg blickt nun auf den Künstler zurück, der auch komponierte und dichtete. Seine Bilder zeigen mal simple Ansichten von der Stadt oder der nahen Natur, mal traumhafte Sequenzen, die zwischen figürlich und abstrakt schwanken. Dank Fotografien und anderen Objekten aus dem Nachlass können Interessierte dem Menschen aus Bernburg nah kommen.

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"Heinz Steffens – Form in Bewegung"
Sonderausstellung vom 5. April bis 15. September 2024

Adresse:

Museum Schloss Bernburg
Schlossstraße 24
06406 Bernburg

Öffnungszeiten:
Täglich von 10 bis 17 Uhr

Barrierefreiheit:
Das Schlossmuseum in Bernburg ist zu großen Teilen schwellenarm für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. In der Nähe gibt es Parkplätze, der Zugang ist auf Nachrage ebenerdig möglich. Außer dem Turm sind die Ausstellungsräume über einen Aufzug zugänglich.

Dessau: Ökologische Malerei von Anna Meyer | bis 8. Dezember

Unter dem Titel "Planet B" zeigt Anna Meyer neue Malereien und Modelle. Es sind Werke in hellen, poppigen Farben, die während eines Stipendienaufenthalts am Bauhaus Dessau entstanden. Dabei geht es der Künstlerin um das Verhältnis von Natur und Kultur, Umwelt und Innenwelt sowie deren Grenzen. Meyer verbindet feministische mit ökologischen Aspekten, beleuchtet die Bauhaus-Tradition und schlägt einen Bogen zur heutigen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Situation. Die Ausstellung ist in der ehemaligen Weberei des Bauhausgebäudes zu sehen.

Gemälde "Toleranzblick" mit Figuren vor dem Bauhausgebäude
Anna Meyers "Toleranzblick", 2023 Bildrechte: Stiftung Bauhaus Dessau

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"Planet B"
bis 8. Dezember 2024

Adresse:
Bauhausgebäude
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr
Ab November montags geschlossen

Eintritt:
9 Euro, ermäßigt 6 Euro

Barrierefreiheit:
Das Bauhaus-Gebäude in Dessau ist für Menschen mit Gehbehinderung gut erreichbar und begehbar.

Dessau: Surreale Fotokunst im Meisterhaus | bis 12. Januar

Im Dessauer Meisterhaus Kandinsky stellt Kerstin Flake ihre Fotoserie "Unsteady Stages" aus. Die ehemalige Residenz-Künstlerin des Bauhauses nutzte dafür das Meisterhaus Muche/Schlemmer als Kulisse. Dort hat sie fotografiert, wobei alle Bilder sorgfältig geplante und akribisch vorbereitete Inszenierungen sind. Alltagsgegenstände und Menschen schweben darauf in surrealen Szenen, die Physik scheint außer Kraft gesetzt.

Gestelle aus Chrom, zum Teil schwebend oder im Fall
Am Bauhaus Dessau gibt es derzeit surreale Fotos von Künstlerin Kerstin Flake zu sehen. Bildrechte: Kerstin Flake/Foto: Bauhaus Dessau

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"Unsteady Stages"
2. Juni 2024 bis 12. Januar 2025

Adresse:
Meisterhäuser (Meisterhaus Kandinsky)
Ebertallee 59 – 71
06846 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
Montag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr
Ab November montags geschlossen

Eintritt:
9 Euro, ermäßigt 6 Euro

Dessau: Bauhaus-Tanz und politische Gesten | bis 6. Oktober

Dass es beim Bauhaus nicht nur um Design, Glasfassaden und Metallstühl ging, wird in Dessau immer wieder deutlich unter anderem an der Bauhaus-Bühne. Ein Schwerpunkt auf der neuen Ausstellungsfläche des hiesigen Bauhaus-Museums zeigt, in welcher Weise Tanz am Bauhaus eine Rolle spielte. Foto- und Videodokumente zeigen Gymnastik von Émile Jaques-Dalcroze oder Bewegungschöre von Rudolf von Laban, Arbeiten von Mary Wigman und nicht zuletzt Gret Palucca. Ergänzt wird die historische Ausstellung durch moderne Arbeiten: "Bodies in Sync" verbindet zwei Videoarbeiten von Clément Cogitore. "Les Indes Galante" untersucht, wie sich gesellschaftliche Unterschiede in Körpern spiegeln und "Morgestraich" zeigt wie eine Gruppe einer Person mit Trommel und Pfeife durch die Dunkelheit folgt. Für "Rythm is a Dancer" hat Christina Werner mit Menschen in Dessau zusammengearbeitet. Entstanden sind Fotos und eine Filmarbeit, die sich auch mit Protest und Arbeiterbewegung beschäftigen. Begleitet werden die Ausstellungen von Workshops.

Schwarz-Weiß-Bild von einer Personengruppe, die auf tänzerisch auf einem Bein auf einer Wiese stehen und das andere Bein angewinkelt heben.
Simple, aber eindrucksvolle Gruppen-Choreografien wie von Lisa Jacob waren zu Beginn des 20. Jahrundert eine Art Mode. Bildrechte: Bundarchiv, Essen

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"Körper und Gesten: historisch, zeitgenössisch und politisch" – drei Ausstellungen
"Die Geste spricht" bis 2. Februar 2025
"Rythm is a Dancer" bis 2. Februar 2025
"Bodies in Sync" bis 6. Oktober 2024

Adresse:
Bauhaus-Museum
Mies-van-der-Rohe-Platz 1
06844 Dessau-Roßlau

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt:
Bis Ende 2024 ist der Eintritt zur Sonderausstellung frei.

Barrierefreiheit:
Das Bauhaus-Museum in Dessau ist für Menschen mit Gehbehinderung gut erreichbar und begehbar. Die Dauerausstellung ist auch für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen erlebbar

Dessau: Kunst über das Sterben | bis 6. Januar 2025

Der Umgang mit unserem Körper verändert sich immer wieder. Er wird sensibilisiert, (aus sozialen Zwängen) befreit und sogar mit scheinbar ursprünglichen Naturkräften in Verbindung gebracht. Aber wir machen unseren Leib und Organismus auch gefügig, normieren ihn und passen ihn funktional in Arbeitsprozesse ein.

Die Stiftung Bauhaus Dessau beschäftigt sich mit dem menschlichen Körper im Bauhaus und der Moderne – begleitet von Versuchen, ihn neu zu verstehen und zu modifizieren, sowie einer aktuellen und kritischen Interpretation und Weiterentwicklung solcher Ideen. Aktuell und noch bis Anfang 2025 ist die Sonderausstellung "The Art of the Palliative Turn" zu sehen.

Neben der verspiegelten Fassade des Bauhaus Museums in Dessau-Roßlau stehen Bäume auf einer Grünfläche.
Die Ausstellung "The Art of the Palliative Turn" ist im Bauhaus Museum Dessau zu sehen. Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

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"The Art of the Palliative Turn"
Bis 06. Januar 2025

Adresse:
Stiftung Bauhaus Dessau
Gropiusallee 38
06846 Dessau

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr (März bis Oktober)
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr (November bis Februar)

Eintritt:
9 Euro, ermäßigt 6 Euro

Halle: "Fremde Berührung" zwischen Mensch und Tier | bis 30. Juni 2024

Die Kunsthalle "Talstrasse" zeigt derzeit das vielseitige Œuvre der australischen Künstlerin Patricia Piccinini, das sich zwischen Science-Fiction, Umweltbewusstsein und Feminismus bewegt. Mit raumgreifenden Installationen, hyperrealistischen Skulpturen, Videos und Collagen inspirieren ihre Werke dazu, aktuelle gesellschaftliche Normen, Werte und Strukturen zu hinterfragen und neu zu denken. Dabei lenkt Piccinini den Blick vor allem auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur und wie diese durch Forschung, Genetik und Biotechnologie beeinflusst wird. So haben in ihren aufrüttelnden Werken sowohl realistische als auch fabelhafte Wesen Platz, animierte Maschinen ebenso wie mutierte Kreaturen.

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"Patricia Piccini. Fremde Berührung. Eine Reise in eine andere Welt"
Ausstellung bis 30. Juni 2024

Kunsthalle Talstraße
Talstraße 23, 06120 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr

Halle: Die Entdeckung der Anschaulichkeit | bis 2. Februar 2025

Die Jahresausstellung im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle widmet sich einer Art frühneuzeitlichen MINT-Initiative. Denn um 1700 gründeten August Hermann Francke und Christoph Semler neuartige Schulen in Halle, die Wissen vor allem auf Grundlage von Modellen und Experimenten vermitteln wollten. Es ging ihnen darum, die Sinne der Kinder ansprechen. Das Konzept wurde zum Dreh- und Angelpunkt der naturkundlichen und technischen Bildung ihrer Zeit. Die Ausstellung schaut auch auf die Gegenwart: Wie lassen sich Natur und Technik angesichts immer komplexer werdenden Wissens noch anschaulich vermitteln?

Franckesche Stiftungen
Im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen ist die Jahresausstellung "Total Real" zu sehen Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

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"Total real. Die Entdeckung der Anschaulichkeit"
Jahresausstellung bis zum 2. Februar 202

Adresse:
Franchesche Stiftungen
Historisches Waisenhaus
Franckeplatz 1
06110 Halle

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 5 Euro

Halle: Schönste Bücher Stiftungsbibliothek | bis 3. November 2024

Schöne Literatur – das kann zweierlei bedeuten: Zum einen ist es gemeinhin die kunstvolle Literatur, also Bücher, die statt nur harte Fakten zu präsentieren lieber mit Sprache und Fantasie spielen. Zum anderen können es auch Bücher sein, die einfach schön gestaltet sind mit Inkunabeln, Illustrationen oder Bildtafeln. Die Franckeschen Stiftungen verbinden beides in ihrer Ausstellung "Schöne Literatur in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen".

Gezeigt werden Bücher aus den eigenen Beständen, die sich der Erzählliteratur, Lyrik oder Dramatik zuordnen lassen und die besonders wertvoll sind. Darunter befinden sich zum Beispiel mittelalterliche Handschriften oder schön gestaltete Drucke. Die Ausstellung erzählt dabei auch, wie diese hübschen Bücher in die Stiftungsbibliothek gekommen sind.

Ein historischer Raum mit Ausstellungstischen voller Bücher, eine Person schaut in einen Glaskasten.
Die schönsten Bücher aus der eigenen Bibliothek zeigen aktuell die Franckeschen Stiftungen. Bildrechte: Michael Bader

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"Schöne Literatur in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen"
Kabinettausstellung bis zum 3. November 2024

Adresse:
Franchesche Stiftungen
Historische Bibliothek, Haus 22-24
Franckeplatz 1
06110 Halle

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 5 Euro

Halle: Vielfalt der Fotografie entdecken | bis 28. Juni 2024

Die Gruppe "Helle Kammer" wurde von Fotografinnen und Fotografen gegründet, um sich über die Vielfalt dieser Kunst auszutauschen und sie besser zu präsentieren – auch abseits großer Kunstzentren. Nach einer ersten Ausstellung zeigen nun 16 Mitglieder in einer gemeinsamen Ausstellung eigene Arbeiten. Die Fotografien bedienen alle unterschiedlichen Spielarten von Straßenfotos über Porträts bis hin zu Stillleben.

Schwarz-Weiß-Foto: Eine Person trägt riesige Säcke über eine unbefestigte Straße zwischen Zement-Häusern.
Die Ausstellung "Helle Kammer" in Leipzig will die Vielfalt der Fotografie zeigen: wie dieses Straßenbild aus dem Kosovo von Knut Mueller. Bildrechte: Knut Mueller

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"Helle Kammer. Raum für Fotografie"
Ausstellung des Netzwerks "Helle Kammer" bis zum 28. Juni 2024

Adresse:
Literaturhaus Halle
Bernburger Straße 8
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Samstag, von 13 bis 17:30 Uhr (außer am 4. Mai und am 22. Juni)
im Rahmen von Veranstaltungen im Literaturhaus

Der Eintritt ist frei.

Halle: Kunst über das Gefühl der Fremdheit im Volkspark | bis 26. Mai 2024

Zum fünften und letzten Mal lädt die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle in der Reihe ABC aktuelle und ehemalige Studierende ein, ihre Arbeiten zu zeigen. Das Motto lautet dieses Mal "F für Fremd(-)". Die Kunstschaffenden konnten auf eine offene Ausschreibung hin, Arbeiten vorschlagen. Der Bindestrich im Thema deutet an, dass das Thema weitläufig betrachtet werden sollte. So geht es um das Gefühl, irgendwo fremd zu sein, aber auch um Fremdzuschreiben. Johanna Koepe hinterfragt beispielsweise das Arbeiten mit ihrem bevorzugten Material und wieviel Entscheidungsfreiheit sie dabei eigentlich hat. Ruth Pietschmann beschäftigt sich mit Camouflage und Louisa Pieper setzt sich mit Behinderung auseinander.

Ein Person steht vor einer einer Art zylindrischen Skulptur, die mit einem grauen Tuch umwickelt ist.
Die Künstlerin Johanna Koepe arbeitet vor allem mit dem Recycle-Material Schrenzpapier. Bildrechte: Samuel Koepe

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"Navigating Strangeness"
Arbeiten aus Kunst und Design der BURG und Gastbeiträge
Bis 26. Mai 2024

Adresse:
Burg Galerie im Volkspark
Schleifweg 8a
06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten: 
Montag bis Sonntag, von 14 bis 19 Uhr

Der Eintritt ist frei

Halle: Expressionistische Kunst der Sammlung Horn im Kunstmuseum Moritzburg | bis 23. Juni 2024

Die Sammlung Rolf Horn aus Schleswig ist mit gut 100 expressionistischen Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Plastiken und einigen Werken aus Afrika und Ozeanien, wie sie den Expressionisten in Deutschland als Inspiration dienten, zu Gast im Kunstmuseum Moritzburg. Thematisiert wird darin auch das Verhältnis von Expressionismus und Kolonialismus, reisten doch Vertreter der Strömung, wie etwa Max Pechstein von der Künstlervereinigung "Brücke" beispielsweise in die Südsee, wo es mehrere deutsche Kolonien gab.

Druck von Pechstein mit dem Titel "Exotische Köpfe"
Ein Druck von Max Pechstein mit dem Titel "Exotische Köpfe", zu sehen ist das Werk in der Schau "It's all about collecting …" in Halle. Bildrechte: Pechstein – Hamburg/Berlin, Foto: Stiftung Rolf Horn/Landesmuseen Schleswig-Holstein

In der Schau werden erstmals auch zwei Konvolute vorgestellt, die in den 1890er-Jahren ins Museum kamen und die nun aktuell erforscht werden. So möchte das Haus Einblick geben in die eigene Aufarbeitung der Herkunft ethnographischer Objekte.

Mehr Informationen (zum Aufklappen)

"It's all about collecting
Expressionismus | Museum | Kolonialismus. Die Sammlung Horn zu Gast in Halle"

17. März bis 23. Juni 2024

Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Dienstag, von 10 bis 18 Uhr Mittwochs geschlossen

Eintritt:
Erwachsene 13 Euro
Ermäßigt 9 Euro
Jugendliche von 15 bis 17 Jahre können ohne Erwachsene ein Freiticket lösen.

Emil Noldes Werk "Südsee-Insulaner" 4 min
Eine neue Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Expressionismus und Kolonialismus. Bildrechte: Stiftung Rolf Horn/Landesmuseen Schleswig-Holstein
4 min

Wie geht das Kunstmuseum Moritzburg mit Raubkunst um? Einblicke in die Aufarbeitung hauseigener ethnographischer Objekte sowie jener der Sammlung Horn gibt eine neue Ausstellung. Ulrike Thielmann hat sie besucht.

MDR KULTUR - Das Radio Fr 15.03.2024 06:00Uhr 04:17 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Halle: Die Geschichte von Magie und Aberglauben | bis 13. Oktober 2024

Die Faszination für Magie durchzieht alle Epochen der Menschheitsgeschichte bis in die Gegenwart hinein. Das zeigt anschaulich die neue Sonderausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Zu sehen sind archäologische Funde und volkskundliche Objekte, die den Glauben an Magie und die Kontaktaufnahme mit übernatürlichen Mächten in der Vorgeschichte, Antike und Mittelalter belegen – seien es Ringe und Steine zur Verbesserung der Gesundheit oder Figuren aus Voodoo-Zeremonien. Wer die Ausstellung besucht, wird staunen, wie sehr Aberglauben und das Streben der Menschen um positive Einflussnahme auf ihr Schicksal die Kulturgeschichte prägt – bis heute.

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"Magie – das Schicksal zwingen"
1. März bis 13. Oktober 2024

Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle (Saale)

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 10:00 bis 18:00 Uhr

Havelberg: "Die Schule von Athen" von Louis Jacoby | bis 30. Juni 2024

Anlässlich der Vollendung des Kupferstichs "Die Schule von Athen" von Professor Louis Jacoby im Jahr 1882 zeigt das Prignitz-Museum die Kabinettausstellung "Louis Jacoby fecit – Ein Geschenk an die Vaterstadt" zur Geschichte des Werkes. Das Wandbild nach Raffael ist eines der beiden Hauptbilder in der Stanza della Segnatura im Vatikan und zeigt unter anderem Platon und Aristoteles. Der in Havelberg geborene Künstler Jacoby benötigte für die Fertigstellung zehn Jahre.

Blick in einen Ausstellungsraum in Havelberg mit Vitrinen und Bildern an der Wand.
Die Ausstellung in Havelberg taucht ein in die Kunst des 19. Jahrhunderts. Bildrechte: ©Archiv Prignitz-Museum

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"Louis Jacoby fecit – Ein Geschenk an die Vaterstadt"
20. Januar bis 30. Juni 2024

Adresse:
Prignitz-Museum am Dom Havelberg
Domplatz 3
39539 Havelberg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Nach einer vorherigen Anmeldung sind Führungen durch das Museum, den Dom mit Klosteranlage und die Stadt möglich. Es werden spezielle Kinderführungen und Themenführungen angeboten.

Eintritt:
Erwachsene 6 Euro / Ermäßigt 3 Euro / Familienkarte 12 Euro
Für Kinder bis 6 Jahre ist der Eintritt frei.
Führungen je Stunde 6 Euro

Barrierefreiheit:
Rollstuhlfahrer, Gäste mit Gehbehinderungen sowie mit Kinderwagen können am Westflügel den Aufzug zum Prignitz-Museum nutzen. Der separate Eingang ist vom Domplatz aus erreichbar.

Magdeburg: Arche der Kunst im Gewächshaus | bis 11. August 2024

Für die Vernissage "Klimakrise eine Menschheitskrise!" haben sich fast dreißig Künstler*innen aus ganz Deutschland mit der Thematik Klimakrise auseinandergesetzt. Aus den Perspektiven Architektur, bildende Kunst, Kunstpädagogik, Psychologie und Stadtplanung wurde sich kritisch mit den Konsequenzen des menschlichen Handelns beschäftigt und mittels Malerei, Installationen und Medienkunst eine fantastisch utopische Ausstellung inmitten der Gruson-Gewächshäuser geschaffen. Der Magdeburger Künstler Robin Zöffzig kuratiert die Ausstellung.

Mehr Informationen (zum Aufklappen)

"Klimakrise. eine Menschheitskrise! –Vor Allem kommt immer noch das Fressen!"
19. April bis 11. August 2024

Adresse:
Gruson-Gewächshäuser
Schönebecker Straße 129b
39104 Magdeburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro

Barrierefreiheit:
Die Gruson-Gewächshäuser sind weitestgehend barrierefrei.


Wittenberg: Escape-Spiel zu Luthers Bibelübersetzung | bis 30. April 2025

Statt einer konventionellen Ausstellung im 500. Jahr der Bibelübersetzung gibt es in Wittenberg die Mitmachausstellung "Tatort 1522". Diese ist als Escape-Spiel gestaltet: Wer die Ausstellung besucht, muss in verschiedenen Räumen Rätsel lösen, um die verschollene Übersetzung des Neuen Testaments wiederzufinden – und begegnet dabei prominenten Zeitgenossen Luthers wie Melanchton oder Cranach. Die spannende Krimi-Ausstellung lockt inbesondere junge Menschen mit einer Instagram-Wand zum Mitmachen ein, ist aber auch für Familien und Erwachsenen-Gruppen geeignet.

Ausstellungswände zu Worterfindungen Luthers
"Tatort 1522" heißt die Ausstellung in Wittenberg, bei der Mitmachen dringend erwünscht ist. Bildrechte: Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt/Uwe Schulze

Mehr Informationen (zum Aufklappen)

"Tatort 1522 - Das Escapespiel zur Lutherbibel"
bis 30. April 2025

Adresse:
Augusteum
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

Der Besuch des Escape-Spiels ist nur nach vorheriger Buchung eines Zeitfensters möglich.

Öffnungszeiten Für Schulklassen:
montags bis freitags zwischen 8 und 13 Uhr

Öffnungszeiten für Gruppen:
Montag, Dienstag, Mittwoch: 13:30 Uhr, 15:30 Uhr
Donnerstag, Freitag, Samstag: 13:30 Uhr, 15:30 Uhr, 17:30 Uhr
Sonntag: 11:30 Uhr, 13:30 Uhr, 15:30 Uhr

Eintrittspreise:
Für Schulklassen: 6 Euro pro Schüler
Für Gruppen: 95 Euro für 2-6 Spielerinnen (1 Raum)
165 Euro für 7-12 Spieler (2 Räume gleichzeitig)
295 Euro für 13-25 Spielerinnen (alle 5 Räume)
75 Euro für Familien (2 Erwachsen + max. 4 Kinder; 1 Raum)

Für Gruppen empfiehlt sich die Reservierung drei Tage im Voraus.

Wittenberg: Ausstellung zu Luthers widersprüchlichen Facetten | bis 6. Januar 2025

Als Ersatz für das geschlossene Lutherhaus ist die Sonderausstellung "Buchstäblich Luther – Facetten eines Reformators" im benachbarten Augusteum in Wittenberg zu sehen. Sie zeigt anhand des Alphabets die zahlreichen Gesichter des Reformators – seinen Weg vom Mönch zum Papstgegner und Rebell oder Luthers Judenhass neben seiner Nächstenliebe. Neben bekannten historischen Objekten sind in der Ausstellung auch Stücke ausgestellt, die bisher noch nie zu sehen waren.

In einer Scheibe des Augusteums mit der Ausstellung "Buchstäblich Luther" spiegelt sich das Lutherhaus.
Das Augusteum in Wittenberg lädt Besucher*innen ein, Luthers Facetten genauer kennenzulernen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Heiko Rebsch

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"Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators"
bis 6. Januar 2025

Adresse:
Augusteum
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Eintritt:
Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Familienticket 15 Euro

Wittenberg: Ausstellung zum ersten bekannten Philosophen afrikanischer Herkunft | bis 2. Juni 2024

Das Museum im Zeughaus in Wittenberg widmet sich mit der Sonderausstellung "Anton Wilhelm Amo – Zwischen den Welten" dem ersten bekannten Philosophen afrikanischer Herkunft in Deutschland. Amo wurde ca. 1703 in Afrika geboren, möglicherweise als Sklave nach Europa verschleppt und durchlief dort eine beispiellose Karriere als Gelehrter. Er unterrichtete an den Universitäten Wittenberg, Halle und Jena. In diesem Jahr jährt sich sein Aufenthalt in Wittenberg zm 290. Mal. In der Ausstellung werden Tafeln, ethnologische Objekte und Archivalen zu sehen sein. Besucherinnen und Besucher können außerdem von neuen Erkenntnissen zu Anton Wilhelm Amo und der Sklaverei zu dieser Zeit erfahren.

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"Anton Wilhelm Amo – zwischen den Welten"
14. Februar bis 2. Juni 2024

Adresse:
Museum im Zeughaus
Juristenstraße 16A
06886 Lutherstadt Wittenberg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, letzter Einlass um 17:30 Uhr

Führungen sind nach einer telefonischen Voranmeldung möglich.

Eintritt:
Erwachsene 7 Euro / Jugendliche bis 18 Jahre 3,50 Euro / Kinder unter 11 Jahren frei / Familienkarte 14 Euro

Mehr Kultur in Sachsen-Anhalt

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSEN-ANHALT heute | 27. April 2024 | 08:10 Uhr