Europa Pläne der künftigen Kulturhauptstadt Chemnitz

Mitglieder des Organisationsbüros jubeln nach der Bekanntgabe der europäischen Kulturhauptstadt.
Bildrechte: dpa

Der Knall der Sektkorken und Jubelschreie ist längt verhallt. Nun heißt es für die Stadt Chemnitz, die Pläne für die Kulturhauptstadt Stück für Stück umzusetzen. Dafür sollen dieses Jahr zunächst die nötigen Strukturen geschaffen werden. Dazu gehört laut Bewerbungsteam die Gründung einer sogenannten "Chemnitz 2025-GmbH". Diese soll spätestens im Oktober ihre Arbeit aufnehmen. Bis dahin, so die Hoffnung der Stadtverwaltung, wird auch die Kulturhauptstadt-Party nachgeholt werden, die im Oktober coronabedingt ausfallen musste.

4.000 Apfelbäume sollen gepflanzt werden

Das Bewerbungsteam will nun zentrale Langfrist-Projekte anschieben. So muss beispielsweise entschieden werden, wo genau die 4.000 Apfelbäume gepflanzt werden, die als Treffpunkt für Nachbarschaften etabliert werden sollen.

Doch zunächst müssen noch die Kulturminister der Länder das Votum der Europäischen Jury für Chemnitz bestätigen. Die Ernennung war eigentlich für den 16.12.2020 vorgesehen, wurde dann aber verschoben. Grund dafür waren Zeitungsberichte, die mögliche personelle Verstrickungen im Vergabekarussell hinterfragten. Dazu ist noch im Januar eine Anhörung der Vorsitzenden der Europäischen Jury, Sylvia Amann, durch die Kulturminister der Länder geplant. Dabei sollen jegliche Zweifel ausgeräumt werden, dass es bei der Titelvergabe nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte.

Frau hält einen Zettel, auf dem Chemnitz steht, in die Kamera.
Sylvia Amann, Vorsitzende der Europäischen Jury Bildrechte: Kulturstiftung der Länder

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.01.2021 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

Quelle: MDR/nk/jh

Mehr aus Chemnitz und Stollberg