Stellwerke konnten wegen Krankheit nicht bedient werden Züge sollen zwischen Nordhausen und Straußfurt nachmittags wieder fahren

Weil mehrere Stellwerksmitarbeiter erkrankt sind, ruht die Bahnstrecke zwischen Nordhausen und Straußfurt im Landkreis Sömmerda nachmittags seit letzter Woche. Ab Donnerstag sollen die Züge wieder fahren. Bis dahin müssen Fahrgäste den Schienenersatzverkehr nutzen.

Bahnhof Straußfurt
Am Bahnhof in Straußfurt im Landkreis Sömmerda hält nachmittags derzeit kein Zug aus Nordhausen. Bildrechte: MDR/ Sabine Cygan

Auf der Bahnstrecke zwischen Nordhausen und Straußfurt im Landkreis Sömmerda sollen ab Donnerstag auch am Nachmittag wieder Züge fahren. Ein Sprecher der DB Regio Südost sagte, die Bahn habe eine vorläufige Lösung für das Personalproblem gefunden. Die Stellwerke sollen ab 15:30 Uhr wieder besetzt werden. An den Wochenenden fahre auf der Strecke aber bis Ende Februar weiterhin der Schienenersatzverkehr.

Seit Ende letzter Woche fahren auf der Bahnstrecke zwischen Straußfurt und Nordhausen nachmittags keine Züge mehr. Laut DB Regio liegt das daran, dass mehrere Mitarbeiter in den Stellwerken der Bahn erkrankt sind. Der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn zufolge ist jedoch ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Screenshot der Fahrplanauskunf mit Hinweis auf Zugausfälle
Bei der Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn ist für die Strecke Nordhausen - Straußfurt folgender Hinweis zu lesen: "Auf Grund kurzfristiger Erkrankung mehrerer Stellwerkmitarbeiter fällt dieser Zug zwischen Nordhausen und Straußfurt aus. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 16. Februar 2021 | 11:30 Uhr

7 Kommentare

Ritter Runkel vor 2 Wochen

Der weitaus größte Teil der täglichen Bahnfahrten bewegt sich nicht im ICE von Hamburg nach Berlin, sondern in Regionalbahnen rund um die Vororte und Ballungsgebiete. Hier waren Streckenzustand und Organisationsgrad schon ohne Schnee und Eis für Millionen Tagespendler eine andauernde Zumutung und hier wird es am längsten Dauern, bis der Betrieb wieder halbwegs nach Plan läuft. Außerdem ist es für die vielen Dauerkarteninhaber der Verkehrsverbünde, die inzwischen erheblich verteuert wurden und ganz nebenher die Bahn und andere ÖPNV-Betriebe viel stärker finanzieren als gelegentliche Fernreisen zwischen den Metropolen, schwierig bis unmöglich, Entschädigung für ausgefallene oder extrem verspätete Verbindungen zu bekommen, vom volkswirtschaftlichen Schaden der dadurch bedingten Personalausfälle in den Unternehmen, Behörden und sonstigen Einrichtungen ganz zu schweigen.

Ritter Runkel vor 2 Wochen

@Kyffhaueser
Ich denke, es könnte noch schlimmer kommen und die Abellio übernimmt die Strecke, dann fallen die Züge aus betrieblichen Gründen einfach aus.
Im Übrigen ist es doch besser, Beamte zu bezahlen als die Rendite irgendwelcher Aktionäre und die Bezüge von Bahnmanager.

part vor 2 Wochen

Wo der Staat immer mehr Daseinsfürsorge in privatwirtschaftliche Hände verscherbelt für eine Appel und ein Ei, das Gemeineigentum umwandelt in Eigentum zum Wettgeschäft auf Wertschöpfung, da läuft seit Jahrzehnten etwas total schief in diesem Land. Das Ergebnis zeigt sich in allen Bereichen, die Since Fiktion zum Super- Konzern, der alles beherrscht, ist nicht mehr weit entfernt oder schon Teil unserer Realität. Ich denke alle Bürger dieses Staates haben ein Grundrecht auf öffentliche Versorgung, das der Staat zu gewährleisten hat und nicht durch Auslagerung kommerzialisieren darf. Fluglotseneinsparung, Lotseneinsparung, Einsparungen im Gesundheitsbereich oder Einsparungen bei der Steuerfahndung oder bei den Arbeitsschutzbehörden zeigen doch bereits ihre Wirkung.

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