Schild auf dem Pflaster eines Parkplatzes zur Reservierung für PKW mit Batterieantrieb
Deutschland hat noch viel vor sich, um eine erfolgreiche Verkehrswende umzusetzen. Bildrechte: IMAGO/penofoto

Wissen-News Tag der Verkehrswissenschaft bietet Einblicke in gegenwärtige Lage der Verkehrswende

31. Januar 2024, 16:20 Uhr

Seit langem wird in Deutschland über die notwendige Verkehrswende diskutiert. In Potsdam kamen nun rund 120 Experten beim "Tag der Verkehrswissenschaft" zusammen und stellten neue Wege für deren Umsetzung vor.

Organisiert wurde die Veranstaltung im Potsdam Museum von der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG). Deren Präsident Jan Ninnemann betonte, dass die Zukunft der Mobilität einen integrativen Ansatz in der Stadtplanung und Infrastruktur erfordere. "Durch eine stärkere Förderung von nachhaltiger Stadtentwicklung und durchmischten Quartieren können wir die Weichen für eine effiziente und umweltfreundliche Verkehrswende stellen", so Ninnemann.

Die zentrale Frage des diesjährigen "Tags der Verkehrswissenschaft" war, ob es Anzeichen für eine Abkehr von der Verkehrswende gibt. Diskutiert wurde, ob angesichts aktueller Entwicklungen Bedenken hinsichtlich der Veränderungen der letzten Jahre bestehen, die in eine mögliche Rückentwicklung des Verkehrssystems führen könnten. Dazu wurde eine neutrale Debatte gefordert, bei der die DVWG künftig noch eine größere Rolle spielen könnte.

Konkret solle bei der Stadtplanung und Infrastruktur eine stärkere Förderung von nachhaltiger Stadtentwicklung erfolgen, so die Empfehlung der Experten. Hier könnten durchmischte Quartiere vom Vorteil sein, um kurze Wege zwischen Wohn-, Arbeits- und Freizeitstätten zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten Infrastrukturmaßnahmen den Ausbau von sicheren Fuß- und Radwegen, von Ladeinfrastruktur und der Neugestaltung des Straßenraumes fokussieren. Ein angestrebter Modalsplit, also die Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel, könnte durch eine Förderung des öffentlichen Nahverkehrs erreicht werden. Der Aus- und Neubau von Bus-, Straßen- und Bahnnetzen sei dabei ebenso bedeutend wie eine attraktive und leichtverständliche Tarifgestaltung.

cdi/pm

Liks/Studien

Mehr Informationen finden sich auf der Website der DVWG.

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