Die April-Lyriden

Die April-Lyriden sind ein Strom von Meteoriten. Sie können bereits ab Mitternacht gut beobachtet werden. In der Nacht zum 22.4. erreichen Sie ihr Maximum. Scheinbarer Ursprung ist das Sternbild Leier, lateinisch Lyra, woraus sich ihr Name ableitet. Tatsächlich ist die Quelle der kleinen Steine der Komet C/1861 G, der eine besondere Umlaufbahn um die Sonne hat:

Meteorstrom der Lyriden
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Das Sternbild Laier, lateinisch Lyra, steht am nördlichen Himmel. Dessen hellster Stern ist die Wega, die bläulich-weiß leuchtet, etwa doppelt so groß ist wie die Sonne und mit einer Entfernung von 25 Lichtjahren zu unserer direkten Nachbarschaft gehört. Das Sternbild Laier wird jedes Jahr in der zweiten Aprilhälfte scheinbar zur Quelle von Sternschnuppen.

Die Lyriden beginnen um den 14. April und enden meistens am 30. April. Sie gelten als eher schwacher Sternschnuppenstrom. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht zum 22. April, wenn bis zu 18 Leuchtspuren pro Stunde gezählt werden können. Sie resultieren daraus, dass die Erde die Umlaufbahn des Kometen C/1861 G (Thatcher) kreuzt. Er hat die Felsbrocken auf seinem Orbit hinterlassen. Da er rund 415 Jahre für seinen Weg um die Sonne braucht, wurde er seit seiner Entdeckung im Jahr 1861 nicht mehr gesehen.

Übrigens: Solange die kleinen Felsbrocken durch den Weltraum reisen, werden sie als Meteoroide bezeichnet. Fallen sie in die Erdatmoisphäre, werden sie dadurch zu Meteoriten. Die Sternschnuppe oder Leuchtspur, die sie bei ihrem Fall durch die Luft erzeugen, wird Meteor genannt. In der Regel sind das nicht die glühenden Gesteinsbrocken selbst, sondern eine Art Schusskanal, bei dem die Luft an den Rändern leuchtet. Der Effekt entsteht durch die Reibung, wenn ein Meteorit mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre eintritt.

Die Beobachtungszeit für die Lyriden beginnt um Mitternacht.