Die Sternschnuppen der Orioniden

Vom Abend des 21. Oktober bis zum Morgengrauen des nächsten Tages sind bei klarer Sicht die Orioniden zu sehen. Warum sie zu den fünf aktivsten Meteorschauern gehören und wie sie am besten zu bestaunen sind:

Ein Meteor streift über den Nachthimmel über der Geisterstadt Rhyolite in der Nähe von Las Vegas.
Bildrechte: imago/ZUMA Press

Die Sternschnuppen der Orioniden werden in den frühen Morgenstunden zwischen dem 19. und 23. Oktober gut zu sehen sein. Ihren Höhepunkt werden sie aber am Abend des 21. Oktobers haben. Da können es bis zu 30 Meteore mit 60 km/s in jeder Stunde sein.

Ursprung und Namensgebung der Orioniden

Den Namen Orioniden verdankt dieser weltweit sichtbare Meteorstrom dem Sternbild Orion, das scheinbarer Ursprung ist, beziehungsweise der Radiant in der Fachsprache der Astronomie.

Der Meteorstrom der Orioniden ist laut chinesischen Aufzeichnungen schon im 3. Jahrhundert beobachtet worden. Dass er sogar jährlich auftritt, ist seit 1840 bekannt. Übrigens: Der Halleysche Komet, dem wir die Orioniden zu verdanken haben, kommt der Erde im Mittel alle 75,3 Jahre nahe. Durch seine langgestreckte und ellipsenförmige Umlaufbahn variiert seine Umlaufzeit. Das liegt vor allem an der Gravitationskraft des fünften Planeten unseres Sonnensystems, dem Jupiter. Zuletzt in Erdnähe wurde der Komet übrigens 1986 gesichtet. 2061 soll es wieder so weit sein.

Schlechte Bedingungen

Die Sicht auf die Sternschnuppen stehen in diesem Jahr nicht unter den besten Bedingungen: Am 20. Oktober wird Vollmond sein, weswegen es in anliegenden Nächten hell durch das Mondlicht sein wird. Für eine optimale Sicht sollte ein möglichst dunkler Ort mit wenig Luftverschmutzung aufgesucht werden. Empfehlenswert sind beispielsweise die Nordsee-Inseln oder die mecklenburgische Seenplatte.


(pk/clm)

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