Dieses Bild, das einer Bildschirmaufzeichnung im Beijing Aerospace Control Center (BACC) entnommen wurde, zeigt die Chang'e-6-Sonde, die Proben auf dem Mond sammelt.
Bildrechte: picture alliance/dpa/XinHua | Jin Liwang

Wissen-News China holt Steine von der dunklen Seite des Monds – "Chang'e-6" auf dem Heimweg

04. Juni 2024, 12:17 Uhr

Erstmals in der Menschheitsgeschichte gelingt es einem Land, Proben von der erdabgewandten Seite des Mondes zu sammeln. Nun tritt Chinas "Chang'e-6"-Sonde die Heimreise an.

China hat als erstes Land mit einer Raumsonde Gesteinsproben von der erdabgewandten Seite des Mondes gesammelt und abtransportiert. Das Aufstiegsmodul der "Chang'e-6"-Sonde hob am Dienstagvormittag (4. Juni 2024, Pekinger Ortszeit) mit den Proben an Bord ab und erreichte seine geplante Mondumlaufbahn, wie die Nationale Raumfahrbehörde (CNSA) mitteilte. Die Sonde habe mit einer Bohrung Proben unterhalb der Oberfläche des Erdtrabanten entnommen und Gestein auf dem Boden des Mondes gesammelt. 

Mondgestein und die Geschichte des Sonnensystems

Die Mission habe den hohen Temperaturen auf der erdabgewandten Seite des Mondes standgehalten, erklärte die CNSA weiter. Besonders heikel war der Start vom Mond. Das Kontrollzentrum auf der Erde kann wegen der Lage der Sonde auf dem Mond nicht direkt mit ihr Kontakt halten und ist auf den Relaissatelliten «Queqiao-2» angewiesen. Das Aufstiegsmodul musste sich deshalb für den Start selbstständig ausrichten.

Im Mondorbit soll die Raumkapsel laut CNSA nun an den Orbiter und das Rückholfahrzeug andocken und die Reise zurück zur Erde antreten. Die Experten planen die Landung, möglicherweise Ende Juni, in Chinas nördlich gelegener Provinz Innere Mongolei. Es wäre das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass von der abgelegenen Rückseite des Mondes Boden- und Gesteinsproben zur Erde gebracht werden. Die Bohrungen fanden im sogenannten Südpol-Aitken-Becken statt. Wissenschaftler wollten schon lange Gestein aus dieser Region gewinnen, da diese möglicherweise Aufschluss über die Entstehung des Mondes, der Erde und auch über die frühe Geschichte des Sonnensystems geben können. 

dpa/jar

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 04. Juni 2024 | 10:58 Uhr

3 Kommentare

Niemann vor 2 Wochen

Danke für ihren Kommentar, aber Ihrem ersten Satz muss ich widersprechen. Technische Errungenschaften eines Landes spiegeln durchaus den Bildungsstandard des Landes wieder, nicht 1 zu 1 aber durchaus tendenziell. Die Tendenz in Deutschland ist eher schlecht als gut (Pisastudien) was sich im Facharbeiterbestand niederschlägt. Erst wenn die Schulen, der Lehrbetrieb, von ideologischen Balast entrümpelt werden sind wieder bessere Leistungen zu erwarten. Da habe ich aber bei der jetzigen Regierung keinerlei Hoffnung mehr. Was meinen sie, ist ein Schüler der sich ausschließlich im Erwerb von Technik und Wissenschaft bemüht eher in der Lage innovative Lösungen zu erarbeiten als einer der lediglich gut gendert, mit einem Pappeschild bei FfF unterwegs ist, selbst das kleine Einmaleins nur mangelhaft beherrscht, bunt ist aber bei der Aufnahmeprüfung zu einer Lehre krachend durchfällt aber Sätze beherrscht wie "Ich mach dich alle, du Kartoffel und Bürgergeld ist der beste Job, du verstehen"?

MDR-Team vor 2 Wochen

Hallo Niemann,

es ist sehr schwierig bis unmöglich technische Errungenschaften mit dem Bildungsstandards eines Landes zu vergleichen. Diese Themen sind nicht direkt miteinander vergleichbar.

Internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik ist unabhängig von der Innenpolitik der beteiligten Länder. China arbeitet an großen wissenschaftlichen Projekten, um im Idealfall das Wissen der Menschheit zu erweitern.

Bildungssysteme sind weltweit unterschiedlich und haben unterschiedliche Schwerpunkte. Jede Nation hat ihre eigenen Prioritäten und Herausforderungen im Bildungssektor.

Die Diskussion über Gender-Themen und eine diverse Gesellschaft ist in Deutschland ein aktuelles Thema und spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider.

Insgesamt ist es wichtig, die verschiedenen Herausforderungen und Prioritäten der Länder im globalen Kontext zu verstehen.

Ansonsten danke für deinen Input!

- Das MDR WISSEN Team

Niemann vor 2 Wochen

China holt Steine von der Rückseite des Mondes und Deutschland rettet das Weltklima. Eine derartig ausgereifte internationale Zusammenarbeit ist wirklich nur möglich als Ergebnis feministischer Außenpolitik. Doch warum holt China Steine von der Rückseite des Mondes währenddessen selbst Fünftklässler in Deutschland kaum noch richtig rechnen, lesen und schreiben können? Ja, es geht um die Erweiterung des Wissens. Meiner Meinung nach sollte man den Chinesen aber schon mal wieder sagen sagen daß sie dabei völlig falsche Prioritäten haben. Beispiele: In China fehlt völlig die Wissenserweiterung durch Gendern und sie sollten endlich zugeben daß der Islam zu China gehört anstatt auf dem Mond rumzuwuseln. Geld auszugeben ist viel wichtiger für eine bunte quere Gesellschaft wo Heizen und Autofahren der Vergangenheit angehören. Meinung zum Schluß: Mondgestein zu holen halte ich trotzdem für technische Höchstleistung und geil, Buntes eher nur bei Blumen.

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