Covid-19-Impfung Corona und Menstruation: Impfnebenwirkung auf Periode nicht erkennbar

In sozialen Medien teilen einige Frauen Meldungen, wonach sie nach ihrer Covid-Impfung Veränderungen ihrer Regelblutungen erlebten. Das Paul-Ehrlich-Institut kann bislang aber keinen Zusammenhang bestätigen.

Eine Frau hält sich verkrümmt den Bauch.
Auf twitter berichten einige Frauen über Unregelmäßigkeiten bei ihrer Monatsblutung. In den Meldungen über Nebenwirkungen sei aber kein Zusammenhang zur Impfung erkennbar, teilt das Paul-Ehrlich-Institut mit. (Symbolfoto) Bildrechte: Colourbox.de

Es begann mit einem Tweet der amerikanischen Anthropologin Kathryn Clancy: Nach ihrer ersten Covid-Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna erlebte sie eine verspätete, aber deutlich stärkere Regelblutung, schrieb sie in dem sozialen Netzwerk. Zahlreiche Frauen teilten die Nachricht oder ergänzten sie um eigene Erfahrungen. Allerdings: Auf Basis der bisher in Deutschland erhobenen Daten zur Corona-Impfung kann das für Arzneimittelsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut bislang kein Signal auf eine weitere, durch die Impfung ausgelöste Nebenwirkung erkennen.

Kein Zusammenhang zwischen Impfung und Monatsblutung erkennbar

Im Gespräch mit MDR WISSEN sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek: "Wir bekommen tausende Verdachtsfallmeldungen pro Woche. Wir analysieren das im Detail." Einen Zusammenhang zwischen einer Corona-Impfung und einer Veränderung der Monatsblutung von Frauen sei aber bislang nicht erkennbar. "Ich wüsste auch nicht, über welchen Mechanismus es dazu kommen sollte", so Chichutek.

Das PEI überwacht einerseits Meldungen zu Nebenwirkungen, die von Geimpften über ihre Ärzte an das Institut gemeldet werden. Andererseits erhebt es direkt Daten, die Geimpfte nach ihren Impfdosen über die Safe-Vac-App mitteilen. Die Ergebnisse werden in Sicherheitsberichten zusammengefasst. Die aktuelle, elfte Ausgabe vom 10. Juni berichte zwar verschiedenen Blutungen, "aber weder spezifisch von Veränderungen bei der Regelblutung und vor allem kaum bei den mRNA-Impfstoffen", so das PEI in einer schriftlichen Mitteilung.

Herzmuskelentzündung unter Beobachtung

Laut Präsident Cichutek beschäftige sich sein Institut aktuell vor allem mit den bereits erkannten Sicherheitssignalen, also den selten vorkommenden, anaphylaktischen Reaktionen bei mRNA-Impfstoffen und den Thrombosen mit Thrombozytopenien nach Impfungen mit Vektorimpfstoffen. Beobachtet würden außerdem seltene Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern, die zuletzt aus Israel berichtet wurden. "Das ist aber noch keine offiziell anerkannte Nebenwirkung sondern nur ein Signal, das weiter untersucht werden muss", so Cichutek.

(ens)

9 Kommentare

Solena vor 4 Tagen

Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Nach 12 Jahren Menopause, ich bin 57, hatte ich Bauchkrämpfe 10 Tage nach der ersten Impfung und dann eine Regelblutung ca. 10 Tage nach der zweiten mit Biontech. Ich fand das sehr beunruhigend wie auch meine Gynäkologin, die mich jetzt zur OP schicken will um Sicherheit zu haben, obwohl der gynäkologische Ultraschall nicht auffällig war.
Das ist keine Hysterie und auch keine Befindlichkeit.
Es kann gut sein, dass so etwas auch nach anderen Impfungen auftritt, aber jetzt bemerkt wird weil so viele Menschen geimpft werden.
Umso wichtiger diese Daten zu sammeln. Es würde zumindest vielen Frauen und auch Ärzten helfen erst einmal entspannter zu reagieren.
Übrigens Reutter 4774 eine Blutung jenseits der Wechseljahre ist immer ein Grund nachzuforschen.

AlWi vor 1 Wochen

ich kann diese Erfahrung bestätigen - 3 Tage nach meiner 1. Biontech-Impfung setzte meine Periode ein, 1Woche zu früh, ohne Stress oder sonderlicher Aufregung meinerseits - auf 41 Jahre kommt bei mir diese grds. sehr regelmäßig plus minus 2/3Tage maximal alles halbe Jahr mal

AlWi vor 1 Wochen

Ich hatte am Freitag, 13h, meine erste Biontech-Impfung; einhergehend mit wankender Körpertemperatur zwischen 36 und 37,4 wie im fliegenden Wechsel und Hitze- und Kälteschübe bekam ich dann am Montag bereits leichte Blutungen, heute Mittwoch reguläre Monatsblutung - 1 Woche zu früh (was bei mir auf 41 Jahre so noch nie eingetreten ist), Zufall ist das für mich keineswegs und meine Aufregung wegen der Impfung war gen Null