Sars-CoV-2 BA2.H78y: Neuer Omikron-Subtyp breitet sich in Dänemark aus

Omikron mutiert weiter. Nun breitet sich die neue Unterlinie BA2.H78y in Dänemark aus. Wie gefährlich der neue Subtyp ist, ist noch unklar. Forscher sehen seltene Reinfektionen bei Omikron-Patienten.

Positiver Corona Schnelltest
Dänische Experten sehen vereinzelt rasch aufeinander folgende Reinfektionen mit verschiedenen Subtypen der Omikronvariante (Symbolbild). Bildrechte: imago images/Lobeca

In Dänemark ist der Omikronsubtyp BA.2 inzwischen für 93 Prozent der Infektionen verantwortlich und damit klar dominant. Das geht aus dem aktuellen Bericht der dänischen Gesundheitsbehörde Serum Statens Institut hervor, über den mehrere deutsche Medien berichten. Innerhalb dieser Linie bildet sich nun wiederum ein neuer Untertyp heraus. BA.2_H78Y habe in der Woche bis zum 11. Februar 29,6 Prozent der Corona-Neuinfektionen verursacht.

Wie gefährlich ist die neue Unterlinie von BA.2?

Zur Gefährlichkeit der neuen Untervariante gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Die zentrale Mutation umfasst einen Abschnitt des Viruserbguts, der die Abkürzung Orf3a trägt und Einfluss darauf haben könnte, wie die Viren Mechanismen der angeborenen Immunabwehr unterdrücken und Zellen verlassen können. Welche Einflüsse das auf die Vermehrung im Menschen hat, muss allerdings erst noch beobachtet werden.

Omikron Reinfektionen: Selten aber möglich

Zugleich sehen die Forscher inzwischen aber eine kleine Reihe von Fällen, in denen sich Menschen kurz nach einer Infektion mit der BA.1 Variante noch mit der BA.2 Variante infiziert haben. Solche Fälle einer Reinfektion mit Omikron nach bereits durchgemachter Omikron-Ansteckung sind offenbar selten. Unter den rund 1,8 Millionen Infektionen, die seit Herbst in Dänemark gezählt wurden, identifizierten die Wissenschaftler 187 Fälle einer Reinfektion. Davon waren 47 Personen innerhalb von 20 bis 60 Tagen nach der Ansteckung mit BA.1 auch an BA.2 erkrankt. Die meisten von ihnen waren junge, ungeimpfte Menschen. Keiner davon musste in Kliniken behandelt werden. Warum es zur erneuten Ansteckung kam – ob die Immunantwort gegen die erste Infektion zu schwach ausfiel oder das zweite Virus der gebildeten Immunantwort erneut entgehen konnte – ist noch unklar.

Inzidenz: Jede Woche infizieren sich 5 Prozent aller Dänen mit Corona

Dänemark hat die meisten Maßnahmen zur Eindämmung neuer Ansteckungen aufgehoben und aktuell eine relativ hohe Inzidenz von fast 5.400 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner und Woche. Das bedeutet, dass sich rund 5 Prozent der Dänen jede Woche neu mit Corona infizieren. In Teilen des Landes, etwa in der Hauptstadt Kopenhagen, nimmt die Zahl der neuen Infektionen allerdings bereits wieder ab.

(ens)

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MDR FERNSEHEN Mi 23.02.2022 14:55Uhr 01:20 min

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6 Kommentare

Denkschnecke vor 23 Wochen

Ich kann mich nicht erinnern, dass vom MDR etwas "vollmundig angekündigt" worden wäre. Im ersten von DermbacherIn vermerkten Link steht eindeutig, dass eine höhere Gefährlichkeit von einer (!) Preprint(!)-Studie in vitro(! also nicht an Patienten!) aus Japan nahegelegt worden wäre.
In allen drei Artikeln steht MEHRFACH, dass die Daten vorläufig sind. (Oben: "Zur Gefährlichkeit der neuen Untervariante gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.") Es gibt also noch gar kein "ist", sondern nur ein "könnte". Ich würde an Ihrer Stelle mit der "Enttäuschung" noch etwas abwarten.

DermbacherIn vor 23 Wochen

Wie titelte frau bei MDR WISSEN ONLINE so schön:
!Studie: Omikron-Subtyp BA.2 deutlich gefährlicher als BA.1
Stand: 18. Februar 2022, 16:10 Uhr"
https://www.mdr.de/wissen/corona-studie-omikron-subtyp-ba-zwei-deutlich-gefaehrlicher-als-ba-eins-100.html
oder
"Expertenrat hat Bedenken wegen Subtyp BA.2
Stand: 14. Februar 2022, 17:11 Uhr"
https://www.mdr.de/wissen/corona-expertenrat-hat-bedenken-wegen-sich-ausbreitender-omikron-untervariante-100.html
Und jetzt das..., ich bin enttäuscht.

kleiner.klaus77 vor 23 Wochen

@Denkschnecke
Warum berichtet man dann über "ungelegte Eier"?