Astronomie Große Konjunktion – wer hat Chancen, das Himmelspektakel zu sehen?

Saturn und Jupiter zeigen sich heute Abend am Himmel als Doppel-Planet. Für uns sehen sie dann fast wie ein hell leuchtender Stern aus. Aber die Chancen, das am Himmel zu sehen, stehen eher schlecht.

Heute Abend stehen die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems – Jupiter und Saturn – von der Erde aus gesehen extrem dicht beieinander. Seit fast 800 Jahren gab es eine Konstellation wie diese nicht mehr, haben Astronomen errechnet. Das letzte Mal standen sich die beiden Planeten dann vor 400 Jahren noch einmal so nahe.

Von unserem Standpunkt aus können wir Jupiter auf der inneren Spur sehen, der sich  den ganzen Monat dem Saturn nähert, um ihn schließlich am 21. Dezember überholen.

Henry Throop, NASA Astronom

400 Jahre  warten – und dann spielt das Wetter nicht mit. Mit anderen Worten: Wolken – fast überall über Deutschland. "Keine Chance auf freie Sicht in Thüringen und Sachsen-Anhalt", sagt Grit Krämer vom MDR Wetterstudio. "Die größte Chance, etwas zu sehen, gibt es im Osten Sachsens", so die Wetterexpertin. Wenn die Wolken langsam ziehen, ergänzt sie. Die haben außerdem jede Menge Regen im Gepäck.

Und auch morgen, wenn die beiden Planeten von uns aus gesehen immer noch ganz nahe beieinander stehen, wird es nicht besser, im Gegenteil. Die Regenwolken bleiben uns bis Donnerstagmittag erhalten, so Grit Krämer. Jupiter und Saturn sind dann schon wieder etwas weiter entfernt, aber immer noch dicht  beieinander – noch bis 30. Dezember sind sie höchstens einen halben Fingerbreit (das sind sechzig Bogenminuten/ein Grad) voneinander entfernt.

(gp)

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Eine Kollage mit den beiden Planeten Jupiter (r.) und Saturn (l.) sowie unserem Erdtrabanten, dem Mond (m.).
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