#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 28. Juni ...

1840: Erster Kindergarten in Deutschland eröffnet

Pädagoge Friedrich Wilhelm August Fröbel gründete 1840 den ersten "Allgemeinen deutschen Kindergarten" in Bad Blankenburg in Thüringen. Die Grundidee seines Konzeptes war, dass Kinder spielend die Welt kennenlernen und erfahren sollten. Sein Konzept wurde zum internationalen Exportschlager. Auch der Begriff "Kindergarten" stammt von Fröbel selbst und wurde im Englischen übernommen.

Spiel ist die höchste Form der Kindesentwicklung.

Friedrich Fröbel

1919: Versailler Vertrag wird unterzeichnet

Deutschland unterzeichnete 1919 im Spiegelsaal im Schloss von Versailles den Versailler Vertrag. Mit diesem Friedensvertrag erkannte Deutschland seine Alleinschuld am Ersten Weltkrieg an, musste Reparationen zahlen und ein Siebtel seines Gebietes abtreten. So gingen unter anderem Elsass-Lothringen an Frankreich und Posen und Westpreußen an Polen. Danzig wurde zur "Freien Stadt" erklärt und dem Völkerbund unterstellt.

Versailler Vertrag
Der Versailler Vertrag trat am 10. Januar 1920 in Kraft. Bildrechte: MDR/LexiTV

1991: Das Soli-Gesetz kommt

1991 trat das Gesetz zur Einführung des Solidaritätzuschlags in Kraft. Er wurde befristet zunächst für ein Jahr eingeführt, vor allem um den deutschen Anteil der Kosten des Zweiten Golfkrieges zu refinanzieren. Noch heute glauben viele Menschen, der "Soli" fließe allein in Projekte in Ostdeutschland. Doch das ist ein Mythos: Das Geld ist - wie alle Steuereinnahmen - nicht zweckgebunden, kann also auch für andere Dinge verwendet werden. Den Solidaritätszuschlag zahlen nur noch rund zehn Prozent der Deutschen.


1991: Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe aufgelöst

Nach über vierzig Jahren endete die Arbeit des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW). 1949 wurde der Rat unter Führung der Sowjetunion als Pendant zum Marshallplan gegründet. Später vereinbarten die RGW-Staaten eine "sozialistische Arbeitsteilung" untereinander. Ungarn belieferte bspw. alle Staaten mit Ikarus-Bussen, die ČSSR mit Tatra-Straßenbahnen und die DDR mit Robotron-Computern, Eisenbahnwaggons, Fischverarbeitungsschiffe und Werkzeugmaschinen. Nachdem der Eiserne Vorhang gefallen war, löste er sich am 28. Juni 1991 formal in Budapest auf.