#blickzurück: Kalenderblatt der Geschichte Das geschah am 12. August

1953: erste sowjetische Wasserstoffbombe gezündet

Am 12. August 1953 wurde auf dem Testgelände im kasachischen Semipalatinsk die erste sowjetische Wasserstoffbombe gezündet. Ihre Sprengkraft war so stark wie 400.000 Tonnen TNT und damit so viel wie 25 Hiroshima-Atombomben. Die Bombe war eine Eigenkonstruktion sowjetischer Wissenschaftler und war unter der Federführung des Atomphysikers Andrei Sacharow entwickelt worden. Auch der Deutsche Manfred von Ardenne hatte bei der Konstruktion mitgewirkt. Für die UdSSR war sie ein wichtiger Schritt in der Aufrüstung mit Kernwaffen. Bereits am 1. November 1952 hatten die USA ihre erste Wasserstoffbombe gezündet. Die Detonation der sowjetischen Bombe wurde erst Tage später der Öffentlichkeit bekannt. Am 20. August vermeldete die Parteizeitung "Prawda":

Dieser Tage wurde in der Sowjetunion zu Versuchszwecken eine bestimmte Art der Wasserstoffbombe zur Explosion gebracht.

Prawda Parteizeitung der KPdSU am 20. August 1953

Die Bombenzündung wurde in den USA jedoch kaum beachtet: Anders als die USA verfügte die UdSSR noch nicht über Bomber, um Kernwaffen über Feindgebiet abzuwerfen. Für Aufsehen sorgte erst 1961 die Zündung der AN602, die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe.

1961: Flüchtlingslager in Marienfelde droht der Kollaps

Bereits in der Woche zuvor war eine neue Höchstzahl an Flüchtlingen registriert worden, nun wurde die Zahl der Neuankömmlinge noch übertroffen. Am 12. August 1961 registrierte das Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde 2.400 Flüchtlinge innerhalb von 24 Stunden. Das Notaufnahmelager war seit 1953 in Betrieb und war die erste Anlaufstelle für geflüchtete DDR-Bürger in West-Berlin. Noch im Juli 1961 kamen mehr als 30.000 Menschen in der Aufnahmestelle an. Als im Monat darauf der Mauerbau begann, brachen die Flüchtlingszahlen drastisch ein. Erst als ab Mitte der 1980er die DDR-Führung immer mehr Ausreiseanträge bewilligte, kamen auch wieder mehr Flüchtlinge nach Marienfelde.

1981: IBM stellt ersten PC vor

Viel Gewinn versprach sich das IT-Unternehmen IBM nicht, als es 1981 den allerersten Personal Computer auf den Markt brachte: den PC 5150. IBM bediente sich bei der Entwicklung des Gerätes bei Produkten der Konkurrenz: So stammte das Betriebssystem von Microsoft, der Prozessor von Intel und das Druckersystem von Epson. Der Prozessor war verhältnismäßig langsam, der Arbeitsspeicher hatte eine Kapazität von gerade einmal 64 KBit RAM. Dennoch war die Zusammenstellung der Hardware revolutionär: Monitor, Tastatur und Zentraleinheit befanden sich in getrennten Gehäusen. Schnell brachten andere IT-Unternehmen Software auf den Markt, die mit der Hardware von IBM-kompatibel waren. Diese war zumeist wesentlich billiger waren als das Modell von IBM, das (nach heutiger Kaufkraft) bis zu 8.800 Euro kostete.

IBM PC 5150
Er war keine Schönheit, aber dennoch eine Revolution. 1981 stellte IBM den weltweit ersten Personal Computer vor. Bildrechte: imago/teutopress