Das Altpapier am 23. Juni 2020 Neu in der Medien-Arena: die "Party- und Eventszene"

Während die Spannung knistert, ob "bad cop" Horst Seehofer dennoch zur Anzeige schreitet, hat Deutschlands jüngste Tageszeitung mal wieder eine breitenwirksame Debatte auf ihrer Seite. Was die #StuttgartRiots betrifft, ringen die Medien noch um Worte. Und die SpVgg Unterföhring steigt überraschend wieder in die Bundesliga auf. Ein Altpapier von Christian Bartels.

Teasergrafik Altpapier vom 23. Juni 2020: Porträt Autor Christian Bartels
Bildrechte: MDR / MEDIEN360G

Die taz mal wieder im Brennpunkt

Die taz ist Deutschlands jüngste Tageszeitung und wird das für immer bleiben (solange es sie gibt). Dass künftig noch mal jemand eine täglich erscheinende Zeitung herausbringen wird, scheint schließlich ausgeschlossen.

Vorige Woche (Altpapier) eskalierte erst langsam, dann gewaltig Aufregung um Hengameh Yaghoobifarah taz-Kolumne "All cops are berufsunfähig", die mit fürs häufig ordentliche taz-Niveau dümmlichen Witzen krass missglückt war. Oder doch nicht, weil Aufregungserzeugung schließlich eine wesentliche Aufgabe von Kolumnen ist (sofern es nicht gerade werktägliche, lange Medien-Metakolumnen sind)? Entscheiden Sie selbst, wenn Sie sich das antun wollen.

Nachdem erste Anzeigen angekündigt worden waren, ging es in der taz hoch her. Da sich intern und extern in Medienbetrieben kaum trennen lässt und schon daher Transparenz oft das Beste ist, trug die taz zum Wochenende

"ihren internen Streit nach außen. In der Wochenendausgabe äußerten sich Bettina Gaus ('Sie wusste, was sie schrieb. Und sie hat die Menschenwürde verletzt. Was denn sonst?') und Stefan Reinecke ('Die Polizei-Müll-Kolumne ... überschreitet indes eine Grenze, die wir achten sollten: die Herabwürdigung einer Gruppe von Menschen.') sowie Chefredakteurin Barbara Junge ('Eine Kolumne, so satirisch sie auch gemeint gewesen sein mag, die so verstanden werden kann, als seien Polizisten nichts als Abfall, ist daneben gegangen. Das tut mir leid.'). Diese Beiträge empfanden wiederum viele als unerträglich. Die Angriffe auf die Autor*in seien viel zu kurz gekommen, die Zeitung sei Yaghoobifarah in den Rücken gefallen, hieß es von diversen Menschen. Und auch ich, der viele Jahre bei der 'taz' gearbeitet hat, war überrascht, dass von den vielen klugen People of Color, die ich dort kennengelernt habe, niemand in der Wochenendausgabe zu Wort kam",

schrieb Ex-tazler Jürn Kruse im uebermedien.de-Newsletter (und setzte die entsprechenden Links). Von einem "schweren Konflikt bei der ... linken 'Tageszeitung'" schrieb die SZ-Medienseite:

"Der Streit geht tiefer, und er spiegelt vermutlich einen Generationenkonflikt im Journalismus wieder, wie ihn nicht nur die Taz erlebt - über die Frage, wie subjektiv der Blick von Autoren sein darf oder soll. 'Bei uns bricht das mal wieder zuerst aus', sagt eine langjährige Taz-Redakteurin am Sonntag. Vor allem einige jüngere Autoren wollten sich oft nicht mit Analysen oder argumentierenden Meinungsartikeln begnügen, sondern mit Härte angreifen, oft aus persönlicher Betroffenheit."

Darin wird auch Aline Lüllmann erwähnt, die sich als noch neue, weiße privilegierte Geschäftsführerin Twitter-öffentlich wünschte, "dass all die White Privilege People @tazgezwitscher nichts zu der Kolumne von @habibitus gesagt hätten". Was jedoch nicht verhinderte, dass dann der als älterer weißer Jurist vermutlich auch nicht ausreichend unterprivilegierte Jony Eisenberg Yaghoobifarahs medienjuristische Verteidigung übernahm ("taz-Kolumne: Wieso soll das verboten sein?").

Droht also ausgerechnet die taz, die doch eine stellvertretende VorreiterIn-Rolle in die digitale, teil-papierlose Zukunft quasi für alle Zeitungen übernommen hat (und sich soo vieler Sympathien im großenteils links-grünen Journalismus erfreut), ein Stellvertreter/ Generationen-Streit zu zerfleischen?

Das darf nicht sein! Hat vielleicht Horst Seehofer gedacht und sich als alter Kämpe mit einer "zunächst konkret klingenden Ankündigung einer Anzeige" (epd) gegen Yaghoobifarah in die Bresche geworfen, sodass diese nun eigentlich alle inklusive Micha Hanfeld von der FAZ als "erste Repräsentantin" der Pressefreiheit betrachten müssen.

Weniges funktioniert im deutschen Journalismus so zuverlässig wie Empörungs-Reflexe zu Gunsten von Pressefreiheit. Einen schön distanzierten Überblick zwischen Jan Böhmermann und dem Überall-empörten DJV bietet der Tagesspiegel. Bei manchen, wie den ndm ("Finger weg von der Pressefreiheit, Herr Innenminister!") oder netzpolitik.org, gegen das sich wirklich mal eine höchstbehördliche Strafanzeige gerichtet hatte, ist es sehr verständlich. (Siehe auch friendsofhengameh.wordpress.com!) Dass der DJV dann noch staatsmännisch die Kanzlerin für mutmaßliches Eingreifen lobte ("Gut so. Die Bundesregierung kann jetzt keinen Kleinkrieg gegen die Presse wegen einer Kolumne gebrauchen") bestätigt immerhin alle, die glauben, dass zwischen den deutschen Journalismus und die Regierungschefin kein Blatt Papier passt.

Wobei am Dienstagmorgen weiterhin die Spannung knistert, ob Seehofer denn nun zur Anzeige-Tat schreitet. Vielleicht lässt es sich so sehen, dass der Innenminister sich nicht zu schade ist, diskursstrategisch den bad cop zu geben, damit andere in der Rolle des good cop umso schöner glänzen können (zumindest in den eigenen Augen und denen ihrer Follower, darüber hinausgehende Zielgruppen erreicht ja sowieso kaum noch jemand). Die taz jedenfalls hat mal wieder eine heftige, weit beachtete Debatte.

Der wohl klügste Kommentar zur Chose steht unter der Überschrift "Kein Mensch ist Müll" bei Springers Welt (inzwischen €) und bemüht sich schön provokant um Äquidistanz:

"... Ja, noch immer hat man bei gleicher Qualifikation als Mehmet oder Ayse schlechtere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, denn als Oliver oder Yvonne. Aber für die Branchen, in denen diese Leute tätig sind – die Medien, die Universitäten, der Kulturbetrieb – gilt dieser Befund, wenn überhaupt, nur noch im geringen Maße. Für die Proletenkinder aus Marzahn oder Neukölln, Stefan Reinecke hat in seinem Beitrag in der 'taz' darauf hingewiesen, für die eine Polizeilaufbahn mit der Aussicht auf 2000 Euro Brutto-Einstiegsgehalt einen sozialen Aufstieg verspricht, hat man nichts als snobistische Kaltschnäuzigkeit übrig. Leute mit ähnlichen Biografien, die aber nicht was mit Medien oder Kultur, sondern was mit Ingenieurs- oder Bankwesen machen und sich nicht als 'unterprivilegiert' betrachten, werden ignoriert",

schreibt Deniz Yücel unter anderem. Er berichtet auch, dass der Yaghoobifarah-Rhetoriktrick der Dehumanisierung zu Müll in den Kerkern der Erdogan-Türkei praktischer angewendet wird. Und er kennt natürlich die taz, für die er lange schrieb. Vielleicht stimmt doch weiter, was Peter Littger twitterte:

"Debatte um @habibitus Kolumne hat wieder gezeigt: @tazgezwitscher ist die beste Journalistenschule Deutschlands ..."

Sind die "Stuttgarter Besuffskis" taz-Leser?

Was sich in der Medien-Wahrnehmung schon wegen relativer Gleichzeitigkeit (und des Besuchs desselben, zuständigen Innenministers unter großem Medien-Hallo) kaum von der taz-Debatte trennen lässt: die Ereignisse in Stuttgart, die in ersten Berichten oft als "unfassbar" bezeichnet wurden bzw. oft mit dem praktischen Anglizismus "#StuttgartRiots" in Worte gefasst wurden. Um Begriffe wird noch gerungen.

"Stuttgarter Clubbetreiber widersprechen dem Begriff Party- und Eventszene. Unter anderem Colyn Heinze, der ... zum 'Club-Kollektiv Stuttgart', dem Interessenverband von Clubs und Veranstaltern, gehört: 'Der Begriff Party- und Eventszene wird verwendet, weil man nicht weiß, wie man diese Menschen sonst beschreiben soll.' Es habe aber nichts mit Clubs oder Bars zu tun, sondern es seien eben feiernde Menschen, die hier in die Innenstadt gezogen seien",

zitiert tagesschau.de, allerdings ohne sich die Überschrift "Die Partyszene - wer ist das?" verdrießen zu lassen. Die Stuttgarter Zeitung zitiert einen weiteren Partyveranstalter mit der These "die Polizei wollte die Krawallszene irgendwie bezeichnen, ohne einen Begriff zu verwenden, der als politisch unkorrekt empfunden werden könnte". Gewohntermaßen zupackender wies Gabor Steingart in seinem "Morning Briefing" vom Montag auf einen Aspekt unter vielen hin: "Die auf Videos zu hörenden Allahu Akbar-Rufe klingen nicht mehr so harmlos wie die Beschreibung von der 'Party- und Eventszene'".

Sicher ist dieser Aspekt einer unter vielen. Doch erwähnen die klassischen Medien ihn? Die FAZ tut's im Artikel "Eskalation mit Vorgeschichte" beiläufig, die SZ offenbar nicht ausdrücklich. Dafür findet sich ein kontrovers meinungsstarker Leitartikel heute auf der Meinungsseite:

"Ja, in Stuttgart haben viele Menschen mit Migrationsbiografie randaliert und ja, in Großstädten hat die Polizei überdurchschnittlich oft mit nichtdeutschen Tatverdächtigen zu tun. Das zu leugnen, würde bedeuten, einen Berg ungelöster Probleme bei Bildung und Gleichstellung von Zuwanderern zu ignorieren. Zugleich herrscht vom Streifenpolizisten bis hinauf in die Spitze des Bundesinnenministeriums ein Maß an Nichtwissen über die interkulturelle Gesellschaft, das nicht mehr entschuldbar ist",

schreibt Constanze von Bullion und schlägt auch den Bogen zur anderen größeren Inlands-Aufregung:

"Mal abgesehen davon, dass kaum einer der Stuttgarter Besuffskis vor dem Randalieren die Zeitung gelesen haben dürfte: Seehofers angekündigte Klage gegen die Autorin wäre ein schwerwiegender Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit. Im Ernstfall kann und wird sie nicht hingenommen werden."

Finden sich Hinweise auf "Allahu Akbar"-Rufe in der umfangreichen "Tagesschau"-Berichterstattung? Immerhin indirekt mündlich: Der als Experte befragte Ahmed Mansour sprach auch davon im "Moma"-Interview, das wiederum in diverse Überblicksbeiträge eingebunden ist – in denen sich tagesschau.de umso detailversessener beim Zitieren von Bundes- und Landesregierungs-Vertretern zeigt:

"Auch in den einzelnen Parteien lösten die Krawalle Empörung aus. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte den Sendern RTL und ntv, Bilder der Ereignisse verstörten und machten ihn 'fassungslos, auch wütend'. Gewalt gegen Sicherheits- und Rettungskräfte sei ein generelles Problem. Die Täter müssten vor Gericht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD bezeichnete die Ausschreitungen in "Bild TV" als 'wahnsinnig irrationale Gewalt'. Er erwarte, dass die Behörden 'zuschlagen' und gegen derartige Phänomene 'mit aller Härte dagegen vorgegangen wird" ..."

Was die Länge und Breite des Wiedergebens von Regierungssichtweisen angeht, hatten unsere Öffentlich-Rechtlichen schon längst ein hohes Niveau erreicht und steigern sich immer noch weiter. Und der attraktivste Bewegtbild-Auftritt eines Politikers, des schwäbischen Grünen Cem Özdemir, fand ausgerechnet vor einer Springer-Welt-Kamera statt ...

Die Gewinner der Bundesliga-Bewegtbildrechte

Richtig spannend schien die Frage, wer ab der übernächsten Saison was genau aus der Fußball-Bundesliga als Bewegtbild wird zeigen dürfen, nachdem RTL in einer bemerkens-, beinahe lesenswerten Pressemitteilung seinen Ausstieg aus der Übertragung von Formel-1-Autorennen angekündigt hatte. (Was, heute in der SZ, ein sentimentales Moderatoren-Interview zu diesem erst 2021 bevorstehenden Abschied inspirierte...). RTL schrieb:

"Was sich schon beim letztjährigen Rechtepoker um die Champions League andeutete, hat sich nun auch in der Königsklasse des Motorsport fortgesetzt: Sowohl etablierte als auch neue, nationale und internationale Player überbieten sich gegenseitig im Bestreben, Premium-Sportrechte exklusiv ins Pay TV zu führen. Ab dem kommenden Jahr richtet sich der Fokus der Mediengruppe RTL im Sport nun voll auf die noch umfangreicher gewordenen Fußballrechte."

Also wirft RTL sich mit aller Bertelsmann-Finanzkraft auf die Bundesliga? Nein! Vielmehr wird sein ältester Rivale unter den deutschen Privatsendern, das 2008 aus Berlin nach Unterföhring bei München verlegte Sat.1, ein Fußball-Comeback erleben!

"17 Jahre nach dem Ende der Bundesliga-Zusammenfassungen bei 'ran' hat sich Sat.1 überraschend wieder einige Rechte an der Fußball-Bundesliga gesichert. Nach DWDL.de-Informationen setzte sich der Sender beim Bieterwettstreit um das Paket E durch, das jährlich neun Live-Spiele umfasst und zuletzt vom ZDF gehalten wurde",

Angesichts der Fülle der Fußballspiele sind neun pro Saison ein Klacks. Den Batzen der Livespiele ersteigerten Sky und DAZN für ihre Bezahlangebote. Dass also einer der größten Umsympathen der globalen Digital-Medien-Landschaft, Amazon, nicht zum Zuge kam, sieht der Tagesspiegel als die andere von "zwei Überraschungen bei der Vergabe der Bundesliga-Medienrechte".

"Angesichts der Corona-Krise war die Nachfrage nach den Fernsehrechten offenbar nicht so groß wie erhofft. Die Bundesliga startete nach mehrwöchiger Pause mit Geisterspielen, viele Medienunternehmen müssen sparen",

erklärt die SZ-Medienseite und erinnert daran, dass "vor vier Jahren, bei der letzten Auktion, ... die Einnahmen ... noch um gut 80 Prozent gestiegen" waren. Nun sind sie gar nicht gestiegen, sondern nur leicht gesunken, was die Verkäufer als Erfolg betrachten.

Ferner hat der Springer-Konzern ein altes und "das neu geschaffene Rechtepaket 'DOOH' erhalten", "das die Verwendung von 60-sekündigen Highlight-Videos ... auf digitalen Außenwerbeflächen ermöglicht". Und die ARD-"Sportschau" bleibt bis Mitte des Jahrzehnts gesichert! Während die entsprechende Pressemitteilung des BR ("Die Fans dürfen sich als Gewinner der Vergabe der Medienrechte am deutschen Profifußball fühlen"), dessen Intendant auch der ARD-Sportintendant ist, sich als Beispiel für die vielen nicht so bemerkenswerten Pressemitteilungen eignet, lohnt der Klick zur Medienkorrespondenz, die schon am Wochenende über Pläne zum Ausbau von sportschau.de im Internet berichtete.


Altpapierkorb (Rezo zerstört schon wieder. Wie lobbyiert Google? Medienwächter-Streit. Corona-Warn-App. Tiktok. Wie arbeitet Hubertus Heil?)

+++ Es gibt ein neues Rezo-Video. "Die dümmsten und lustigsten Reaktionen" meint Reaktionen auf "Die Zerstörung der Presse" (vgl. das Altpapier "Die Zerstörung der Zerstörung der Presse") und enthält trotz des Titels auch ernsthafte  Reaktionen. Ich habe es bislang nicht komplett angesehen. Und einen Brief von faz.net an den Youtuber gibt es: "... Lieber Rezo, wir hätten noch viel mehr zu erwidern, haben aber erkannt, dass es sinnlos ist. Du bist offensichtlich bereit, jede unserer Aussagen aus dem Kontext zu reißen oder im Sinn zu verdrehen, bis sie in deinen Feldzug gegen uns und weitere Zeitungen passen, die dich kritisiert haben. Also wozu dann überhaupt argumentieren? Wenn es so läuft, sind wir raus. Denn so gewinnt nur der, der geschickter im Manipulieren der Wahrheit ist – und diese Trophäe überlassen wir bereitwillig dir."

+++ Gründliche Offenlegung von Lobbyarbeit würde nicht allein MdBs wie Philipp Amthor betreffen. "Google lobbyiert in Brüssel und Berlin mit Hilfe eines Dickichts an Thinktanks und Verbänden. Der Konzern soll eine Liste aller Organisationen veröffentlichen, die er finanziert, fordert LobbyControl" (netzpolitik.org).

+++ "Eigentlich gibt es keine Rechtfertigung mehr für eine Länderzuständigkeit im Bereich der Kontrolle von Intermediären, die global agieren und bei deren Regulierung es keine Besonderheiten regionaler Vielfalt und Kultur gibt, anders als beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk", schreibt Ex-Medienwächter Hans Hege in einer "Antwort auf Carsten Brosda und Wolfgang Schulz", die neulich auf der FAZ-Medienseite mit dem Gastbeitrag "Wir brauchen eine neue Medienpolitik" vertreten waren (Altpapier), ebenda.

+++ Um eine "mächtige Überwachungssoftware" des israelischen Unternehmens NSO, mit der immer wieder auch Journalisten ausgespäht würden wie aktuell in Marokko, geht es auf der SZ-Medienseite.

+++ Die Corona-Warn-App "läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen Smartphones", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert (spiegel.de).

+++ "Die chinesische Videoplattform TikTok hat den von der EU aufgesetzten Verhaltenskodex gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Hassbotschaften im Internet unterzeichnet" (Standard).

+++ "Ruhig, Brauner", würde Diemut Roether (epd medien ProSiebenSat.1 gerne zurufen, nicht wegen des Ersteigerns vermutlich teurer Fußball-Rechte, sondern wegen des "Werbetamtams" für seine Audio-Plattform namens Fyeo.

+++ Und "der 'Backstage-Blick hinter die Regierungskulissen', wie die popkulturell stets auf der Höhe der Zeit formulierende ARD den Film anpreist, fällt eher bescheiden aus", schreibt der Tagesspiegel über eine Doku, die die ARD gestern um 23.20 Uhr sendete, nachdem Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, dieses medienscheue Reh, einem "WDR-Team exklusive Einblicke" gewährt hatte.

Neues Altpapier gibt's wieder am Mittwoch.

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