Das Altpapier am 12. November 2020 Die Dolchstoßlegende lebt

Das ZDF hat einen bei #le711 aktiven Kampfsportler an der Haustür überrumpelt. Aufschlussreiche Dokumente aus dem Auswärtigen Amt über die Frühphase der Pandemie in China scheinen hiesige Medien nicht sonderlich zu interessieren. Während viele US-Journalisten bereits über ihre Arbeit "nach Trump" sinnieren, mahnt der Historiker Timothy Snyder: "In an authoritarian situation, the election is only round one. You don't win by winning round one." Ein Altpapier von René Martens.

Teasergrafik Altpapier vom 12. November 2020: Porträt Autor René Martens
Bildrechte: MDR | MEDIEN360G

Das Gewaltmonopol des Kampfsports

"Stern TV" gehört, ich muss es zugeben, nicht zu meinen regelmäßigen Beobachtungsobjekten. Ich kann also nicht genau einschätzen, inwieweit Steffen Hallaschkas Einstieg in die gestrige Sendung aus dem Rahmen fällt. Jedenfalls sagt der Moderator direkt zu Beginn und nach der Übertragung eines sinnarmen, von der Auswahlmannschaft des Deutschen Fußballbundes mit 1:0 gewonnenen Fußballspiels aus Leipzig:

"Herzlichen Glückwunsch an die deutsche Nationalmannschaft - wenngleich es in dieser Woche, muss man sagen, ein Ergebnis gab, das Deutschland wirklich deutlich mehr elektrisiert hat. 90 Prozent - über diese sensationellen Erfolgsaussichten für den Corona-Impstoff aus Mainz wollen wir gleich reden (…) Aber erst mal bleiben wir in Leipzig, denn da gab es an diesem Wochenende noch eine andere Begegnung, bei der Deutschland dann wirklich deutlich unglücklicher aussah."

Wir beim Altpapier haben ja durchaus ein Faible für nicht zwingende Überleitungen, aber diese beiden Verquickungen von Fußball und Impfstoff und Fußball und einer Todessekten-Demo scheinen mir doch außergewöhnlich suboptimal zu sein.

Nun lässt sich das Thema Irrationalisten-Demo und Fußball durchaus instruktiv miteinander verbinden. Das zeigt ein von sportschau.de geführtes Interview mit dem Hooligan-Experten Robert Claus. Dass am Samstag, etwas zugespitzt gesagt, statt des Gewaltmonopols des Staates das Gewaltmonopol des Kampfsports herrschte, habe auch damit zu tun, dass einige Fußballvereine Jahre lang nichts gegen ihre Hooligan- und Kampfsportszenen unternommen haben, sagt Claus.

Was Journalisten bei der Todessekten-Demo widerfahren ist - das ist seit Samstagnachmittag Thema von Diskussionen unter Kolleginnen und Kollegen. Sarah Ulrich und Andrea Röpke haben, wie gerade auch jetzt.de (siehe Altpapier von Mittwoch), für die taz O-Töne einiger Kolleginnen und Kollegen protokolliert. Die Fotojournalistin Stephanie Heide schildert folgende Situation:

"Etwa drei Meter von uns entfernt stand eine Polizeikette mit Blick in unsere Richtung. Neben uns standen der Rechtsextreme Martin S., dessen Freundin und Ingo Zimmermann, Ex-Landesvorsitzende von Die Rechte Sachsen-Anhalt. Erst drohte uns Zimmermann und sagte etwas von 'Wegmachen'. Kurz darauf stellte sich S.’ Freundin direkt vor mich, natürlich ohne Maske, und drückte mich an die Wand. Ich habe sie weggestoßen. S. hat mich dann geschlagen, sodass mir die Maske aus dem Gesicht geflogen ist. Ein Kollege von mir ging dazwischen. Dann kam die Polizei, hielt meinen Kollegen kurz fest. Für die Rechtsextremen interessierten sie sich nicht."

Und der für das ZDF und den MDR arbeitende Journalist Arndt Ginzel sagt:

"(A)ls die Demonstration schon aufgelöst war, 'feierten' einige Coronaleugner noch in der Leipziger Innenstadt. Wir wollten vor Ort drehen, doch kaum waren wir angekommen, wurde mein Kameramann von einem der 'Feierenden' angebrüllt. Weitere der Demonstranten kamen hinzu, wir wurden von ihnen umringt, mein Kameramann angespuckt. Das ist ja gerade in Coronazeiten wirklich heftig, wenn es nicht sogar unter Körperverletzung fällt. Letztlich konnten wir nur mit Hilfe von einem zufällig anwesenden Security-Mann aus der Situation geholt werden, weil sich der Kreis aus Demonstranten um uns herum immer weiter vergrößerte."

Ginzel kommt auch zu Wort in einem Beitrag von Henrik Merker für Übermedien einem Angriff von Hooligans und Neonazis auf eine Polizeikette:

"Als Reporter auf einen Zaun stiegen, um von oben zu filmen, drohte einer der Männer, sie runter zu schubsen. Nach Ginzels Beobachtung hatten die Hooligans mit ihren Flaschen und Bengalos nicht nur auf Polizisten gezielt. ‚Da flogen einige über die Polizei – genau auf Reporter zu.‘"

Und da wir das Thema Kampfsport bereits hatten: In einem "unscheinbaren Mietshaus" in Weißenfels hat Ginzel einen dieser Hooligans und Kampfsportler aufgespürt, und wer gern mal Nazis im Unterhemd sehen will und auch sonst ein Faible hat für unfreiwillig Komisches ("Nicht erschrecken, ich arbeite fürs ZDF, Frontal 21, und wollte mit Ihnen mal über Sonnabend sprechen"), der sollte beim Twitter-Account der ZDF-Sendung reinschauen.

Dass nicht nur die Kampfsportler gefährlich sind, sondern auf ihre eigene Art auch auf den ersten Blick bürgerlich wirkende Verquerdenker - das zeigt der auch in dem erwähnten taz-Text zitierte Silvio Duwe in einem Thread (inclusive Videos).

Volker Beck lacht

Mit einer anderen Art des staatlichen Nicht-Reagierens auf Rechtsextremismus beschäftigen sich Ronen Steinke und Ulrike Nimz auf Seite Drei der SZ (€). Unter der Überschrift "Mein Mampf" geht es um die bei Telegram verbreiteten "Gewaltfantasien" Attila Hildmanns und die juristischen Schritte, die der Politiker Volker Beck, eines von Hildmanns Gewaltfantasieobjekten, unternimmt:

"Volker Beck hat inzwischen Übung darin, das alles an die Staatsanwaltschaft zu schicken, er sucht, auch wenn das gar nicht nötig wäre, fleißig die passenden Paragrafen des Strafgesetzbuchs heraus, Volksverhetzung, Beleidigung, öffentliche Aufforderung zu Straftaten. Aber die zuständige Staatsanwaltschaft im brandenburgischen Cottbus, in der Nähe von Attila Hildmanns Wohnort, hat sich noch in keinem einzigen Fall für eine Anklage entschieden. 'Ich erfahre nichts, ich bekomme auch keine Akteneinsicht - aus ermittlungstechnischen Gründen', sagt Beck, rückt seine Brille zurecht und lacht."

Es spricht natürlich für Beck, dass er noch lachen kann. Nimz and Steinke fragen:

"Was also soll das bedeuten, wenn die Staatsanwaltschaft aus 'ermittlungstechnischen Gründen' schweigt? Was kann so schwierig sein, was gibt es da zu ermitteln, dass es so lange dauern könnte? Müssen die Ermittler erst Fingerabdrücke pudern? Müssen sie Schmauchspuren sichern?"

Lachen wie Beck möchte man als Leser dann an folgender Stelle, als das Autorenduo einen Oberstaatsanwalt zitiert:

"Es kann ja auch sein, dass ein Beschuldigter behauptet: Mein Account ist gehackt worden und irgendein böser Dritter mit Maske auf dem Kopf hat das in meinen Account reingeschrieben."

Ja, es gibt Rechtsextreme, die aus strategischen oder monetären Gründen so etwas behaupten. Aber abgesehen davon, dass sich im Korpus von Hildmanns Telegram-Veröffentlichungen kein Hinweis darauf finden lässt, dass das, was Beck strafrechtlich verfolgt sehen möchte, nicht von ihm stammt, und abgesehen davon, dass es Hildmanns Image bei seinen Leuten schadete, wenn er plötzlich behauptete, dass die inkriminierten Äußerungen nicht von ihm stammten: Dass Beschuldigte Vorwürfe bestreiten, soll und hin und wieder vorkommen - wenn nur deshalb keine Anklagen erhoben würden, hätten hiesige Richter viel Freizeit.

Versagt mal wieder der Hauptstadtjournalismus?

Am Montag dieser Woche hat Buzzfeed Deutschland unter der Überschrift "So klar beschrieb die Deutsche Botschaft in China die Anfänge von Covid-19" rund "180 Seiten Lageberichte des Auswärtigen Amtes" zugänglich gemacht. Ist das ein Thema für eine Medienkolumne? In diesem Fall ja - und zwar, weil mediale Reaktionen auf diese Veröffentlichung bisher kaum wahrzunehmen sind. Schauen wir, was drin steht in den Berichten:

"Schon am Sonntag den 26. Januar notiert die Botschaft mit Bezug auf Wuhan: 'Krankenhäuser sind überfüllt, es werden Patienten teilweise wieder nach Hause geschickt.' Am folgenden Montag schreiben die Diplomaten dann per E-Mail nach Berlin, die chinesische Regierung habe bekannt gegeben, dass auch Menschen ohne Symptome das Virus weitergeben. Alle Schulen, Kitas und Universitäten in China bleiben vorerst geschlossen. Einen Tag später, am Dienstag den 28. Januar, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn in der Bild: "Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund."

An anderer Stelle heißt es nach ähnlichem Muster:

"Am 12. Februar, meldet die Botschaft schon knapp 45.000 Fälle in China. In zahlreichen Regionen wurden bis dahin schon drastische Maßnahmen eingeleitet, von Ausgangssperren bis hin zu Fiebermessungen beim Betreten öffentlicher Gebäude. Es gibt Berichte über Hamsterkäufe und Lebensmittelknappheit. Jens Spahn sagt an diesem Tag im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, dass die Gefahr für die deutsche Bevölkerung von Experten als gering eingeschätzt werde."

Der Twitter-Account von "Frontal 21" hat den Buzzfeed-Beitrag verbreitet. Bei den Online-Angeboten der großen Tageszeiitungen und Wochentitel findet sich dagegen nichts dazu. Dabei liefert Buzzfeed eigentlich ideale Vorlagen für die Hauptstadtjournalisten:

"Das Auswärtige Amt schreibt auf Anfrage, die Coronavirus-Lageberichte aus Peking seien "anlassbezogen an weitere Regierungsstellen weitergeleitet wurden. Zudem flossen die Erkenntnisse aus dieser Berichterstattung bei der Erstellung von Hintergrundunterlagen sowie in den Austausch innerhalb der Bundesregierung ein." Das Bundesgesundheitsministerium schreibt auf Anfrage: "Dem BMG lagen die von Ihnen erwähnten täglichen Coronavirus-Lageberichte nicht vor."

Stimmt es, was das Gesundheitsministerium sagt? Falls ja, an welche "weitere Regierungsstellen" von denen das AA spricht, wurden die Berichte weiter geleitet? Wer ist - sowohl behördenintern als auch in der Kommunikation zwischen den Behörden - gegebenenfalls verantwortlich dafür, dass die Dokumente nicht jene erreicht haben, die sie hätten erreichen müssen?

Und davon lassen sich ja noch ein paar viel wichtigere Frage ableiten: Warum hat die Bundesregierung die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus erst so spät ergriffen? Wie viele Menschen hätten gerettet werden können, wenn sie früher gehandelt hätte? Wer zumindest mitverantwortlich ist für die Unterlassung?

Christian Y. Schmidt, der das späte Reagieren der Bundesregierung schon recht oft kritisiert hat, schreibt bei Facebook zu den Buzzfeed-Veröffentlichungen:

"Die Lageberichte sind (…) wichtig, weil sie als offizielle Dokumente bestätigen, dass die Bundesregierung schon sehr früh über die Dimension und Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie informiert war. Damit wird der Legende entgegengetreten, dass man es nicht besser wissen und deshalb auch keine detaillierten Vorbereitungen treffen konnte."

Ein Sieg in der ersten Runde reicht noch nicht

Samira El Ouassil beschäftigt sich in ihrer Kolumne für den Deutschlandfunk mit dem veränderten Umgang US-amerikanischer Medien mit Donald Trump (siehe auch Altpapier von Dienstag):

"Es ist ein bemerkenswerter Moment in der Nachrichtengeschichte – diese Geste einer Presse, die immer noch teilweise hilflos versucht, den Umgang mit postfaktischen PolitikerInnen auszuhandeln: Chronisten, die sich weigern, den gerade eben noch mächtigsten Mann der Welt abzubilden. Aber ist es ein Moment medialen Heldenmuts oder auch ein bisschen nachrichtlicher Gratismut? (…) Jetzt, wo Fox News ökonomisch weniger darauf angewiesen ist, seinen amerikanischen Sonnenkönig zu bespaßen, jetzt, nachdem CNN vorher gefühlt jedem seiner Tweets eigene Sondersendungen gewidmet hat, ja, jetzt sich mit Reporter-Geste ostentativ abzuwenden, wo er als Verlierer die kleinste Violine der Welt auf dem sinkenden Schiff spielt, ist so einfach wie spät."

Zum Stichwort "Verlierer" ließe sich allerdings mit dem Historiker Timothy Snyder sagen:

"In an authoritarian situation, the election is only round one. You don't win by winning round one."

Sowohl in einem Thread als auch für den Boston Globe thematisiert er die Gefahr eines Trumpschen Staatsstreichs, und in dem Zusammenhang macht er auch einen Schlenker in die deutsche Geschichte beziehungsweise zur auch von WDR 4 kürzlich aufgegriffenen "Dolchstoßlegende".

"Even if the effect is not so immediate, the lingering effect of a myth of victimhood, of the idea of a stab in the back, can be profound. The German myth of a stab in the back did not doom German democracy immediately. But the conspiracy theory did help Nazis make their case that some Germans were not truly members of the nation and that a truly national government could not be democratic."

Doch kommen wir zurück zum medienkritischen Kerngeschäft. El Ouassil meint:

"(A)uch wenn (die) Stummschaltung aus Sicht der Journalisten vielleicht etwas Gerechtes hat – nach vier Jahren, in denen Trump die freie Presse nahezu täglich zum Feind erklärt hat, muss man auch festhalten: Die Nachrichtenanbieter haben Trumps Spiel bis dahin mitgespielt. Es ist es ihnen nicht gelungen, wirksame Gegenstrategien zu entwickeln – und damit waren und sind sie bis jetzt Teil des Problems."

Margaret Sullivan, Medienjournalistin bei der Washington Post, argumentiert in eine ähnliche Richtung. Sie wird zitiert von Nina Rehfeld, die in einem gestern hier schon erwähnten, recht langen FAZ-Text (55 Cent bei Blendle) schreibt:

"(Sullivan) gab zu bedenken, die Medien hätten Trumps Reden als ‚Newsfeeds‘ behandelt und zugelassen, dass ‚seine Falschinformationen die Presselandschaft verschmutzten.’"

Der ebenfalls im FAZ-Text zitierte Tom Jones (Poynter) schreibt in einem weiteren Artikel den Umgang mit Trumps den Wahlausgang betreffende Falschbehauptungen:

"On one hand, you want to tell responsible media to just ignore all this noise (…), to not give these baseless claims any oxygen, to trust that democracy is going to work and to show faith in our election process by not even acknowledging those whose intent is to stir up trouble."

Aber:

"To report on such things might, inadvertently, give credence to these allegations, which is exactly what Trump and his team want (…) On the other hand, how can one ignore when high-ranking elected officials (…), and leading government officials such as Pompeo, are leading these conspiracy theories? How can one just let some of those on a popular network such as Fox News say whatever they want and get away with it even though the suggestion of fraud undermines the country and our democracy? Part of the media’s role in a strong democracy is to be a watchdog, so shouldn’t it be paying close attention to any attempts to weaken that democracy? It’s a fine line, and I don’t claim to know exactly what the answers are."

Diesen letzten Satz wiederholt er sinngemäß dann noch mal an anderer Stelle. Offenbar haben wir es hier mit einer neuen Facette des Man-kann-nicht-nicht-berichten-Dilemmas zu tun.


Altpapierkorb (BAMF-Skandal, das mediale Afrika-Bild, Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, Rundfunkbeitragsdebatte in Sachsen-Anhalt, linksunten.indymedia, "Ab 18!")

+++ Was wurde eigentlich aus dem sog. BAMF-Skandal? So lautete an dieser Stelle schon oft mal wörtlich, mal sinngemäß die Frage zu einer der ganz großen Enten des deutschen Qualitätsjournalismus. Uwe Kalbe bringt uns im ND auf den aktuellen Stand, nachdem am Dienstagabend tagesschau.de über neue Entwicklungen berichtet hatte.

+++ Inwieweit das mediale Afrika-Bild problematisch ist, beschreibt die Historikerin Gesine Krüger bei Geschichte der Gegenwart: "Nicht der vereinheitlichende Begriff 'Afrika'" ist an sich ein Problem, sondern Absicht und Kontext, mitschwingende Bilder und auch Sprecherpositionen: Wer redet wie über Afrika? In medialen und populärwissenschaftlichen Zusammenhängen sowie im Alltagsbewusstsein sind die negativen Bilder so stark, dass alle positiven Bilder immer wieder ausgelöscht werden." Kritikwürdig, so Krüger, sind allerdings auch die vemeintlich positiven Bilder: "Selbst noch bei der löblichen Absicht, ein Gegenbild zu Hunger und Krieg 'in Afrika' zu entwerfen, lässt sich häufig der genau selbe Mecha­nismus beobachten: Dann verdichten sich Dorf und Gemeinschaft, Tiere und 'Natur', Hütten und Wasserkrüge auf dem Kopf von Frauen zu einem ebenso romantischen wie unrealistischen Afrika-Bild. Mit den Realitäten auf dem afrikanischen Kontinent und seiner komplexen Geschichte hat das nichts zu tun."

+++ Der ZDF-Korrespondent Ulf Röller ist für seine "unter schwierigsten Umständen erarbeiteten Filme und Analysen" aus China und Hongkong mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet worden - und Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg in diesem Rahmen mit einem Sonderpreis für den bereits mit einem Grimme-Preis prämierten Dokumentarfilm "SeaWatch3", der "in seiner klugen Unaufdringlichkeit und seiner deswegen so wirkungsvollen Komposition (…) die Sinne zum Verständnis (öffnet)" Unter anderem diese Jurybegründungen zitiert der Tagesspiegel.

+++ Dass die Fraktion der Partei Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt nun doch für die Rundfunkbeitragserhöhung stimmen will, nachdem sie zwischenzeitlich mit der Option geliebäugelt hatte, dies nicht zu tun - das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

+++ Eine 2017 vom Bundesinnenministerium veranlasste Durchsuchung des autonomen Zentrums KTS in Freiburg, die in Zusammenhang stand mit dem Verbot des Onlineportasl linksunten.indymedia, war rechtswidrig. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschieden. Darüber berichtet Konrad Litschko für die taz. In dem Text heißt es: "Betreiber der KTS sprachen am Mittwoch von einem 'Einbruch', (…) bei dem "richtig viel geklaut" wurde. Laut Verein geht es um Sachwerte und Gelder in Höhe von rund 40.000 Euro."

+++ Es gibt zwar Unterschiede in der Qualität der jeweiligen Jahrgänge und auch Unterschiede in der Qualität innerhalb einer Staffel. Trotzdem gehören die Staffeln der Dokumentarfilmreihe "Ab 18!" stets zu den Höhepunkten eines Fernsehjahres. Über die sechs Filme der aktuellen Staffel habe ich für die Medienkorrespondenz geschrieben.

Neues Altpapier gibt es wieder am Freitag.

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