Das Altpapier am 29. Januar 2021 Provokations-Kultur

Um Aufmerksamkeit zu bekommen, funktioniert Provokation sehr viel besser als Recherche. Ein Essay zeigt, wie dies Populisten den Weg bahnt. Ein Porträt macht deutlich, auf welche Weise es wirkt. Ein Altpapier von Ralf Heimann.

Teasergrafik Altpapier vom 29. Januar 2021: Porträt Autor Ralf Heimann
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Das grobe Schwert der Boulevardsprache

In einem Essay für das DJV-Magazin Journalist erzählt Stephan Anpalagan, wie er über den Spiegel zum Journalismus fand, und wie das immer wieder zu Irritationen und Enttäuschungen führte. Zum Beispiel im Jahr 2007, als der Spiegel eine Titelgeschichte veröffentlichte, die sich mit dem Islam in Deutschland beschäftigte, oder eigentlich mit der "Islamisierung". Auf dem Titel stand "Mekka Deutschland – Die stille Islamisierung". Anpalagan:

"Zu sehen ist ein vollständig schwarzer Hintergrund, das Brandenburger Tor und oben links ein Halbmond mit Stern. Das Bild spricht für sich. Wofür genau es spricht, zeigte sich einige Jahre später sehr eindrücklich, als der islamfeindliche und inzwischen verstorbene Udo Ulfkotte ein Buch mit dem Titel Mekka Deutschland schrieb und dieses im ebenso islamfeindlichen Kopp-Verlag publizierte."

Das Bild sollte die Bedrohung durch Terroristen illustrieren, aber die stereotype Symbolik drückte eher aus, dass diese Bedrohung von einer ganzen Bevölkerungsgruppe ausgeht.

"Und was das Wort ‚Islamisierung‘ angeht: Das gebrauchen mittlerweile die Herrschaften von der AfD, die ebenjener Islamisierung durch die Entsorgung von Menschen entgegentreten wollen",

schreibt Stephan Anpalagan. Das ist ein Beispiel für einen Eindruck, der bei ihm nicht nur hier, sondern auch an vielen anderen Stellen entstanden ist. Um den Islam ging es dann, "wenn es um Terror oder gescheiterte Integration ging". Das alles dokumentiert Anpalagan mit sehr vielen Überschriften, die deutlich machen: Hier ging es offenbar darum, mit dem groben Schwert der Boulevardsprache eine möglichst große Aufmerksamkeitsschneise zu schlagen, egal was man dabei sonst noch so wegschlägt.

"Man könnte meinen, Islam sei einfach nur ein anderes Wort für Terrorismus und Ausländer ein anderes Wort für kriminell."

Dass im Rückblick dieses Gesamtbild entstanden ist, war sehr wahrscheinlich keine Absicht (hoffentlich). Es ging nicht darum, eine Bevölkerungsgruppe zu kriminalisieren, aber es ist dennoch passiert. Und wenn man nun fragt, wie es dazu kommen konnte, stößt man vor allem auf drei Probleme.

Zum einen das schon erwähnte mit den Bildern und der Sprache. Wenn Journalismus nicht genau benennen und zeigen kann, um wen und um was es geht, nimmt er Kollateralschäden in Kauf. Das ist auch im Fall der "Ausländerkriminalität" so, um die es in Anpalagans Text ebenfalls geht. Er zitiert den ehemaligen Focus-Chef Helmut Markwort mit der Aussage, die er im Jahr 1995 im Fernsehen gemacht hat:

"Ich finde einfach, es ist notwendig, dass man über das Thema Ausländerkriminalität mal schreibt. Das muss doch auch mal sein."

Aber warum ist es notwendig? Sind Dänen, Niederländer oder Schweden tatsächlich krimineller als Deutsche? Und warum ist das interessant? Oder geht es hier vielleicht doch eher um andere Bevölkerungsgruppen, die Benennung "Nordafrikaner-Kriminalität" wäre aber in dem Fall vielleicht doch etwas zu entlarvend? Ließe sich das Problem mithilfe von anderen Merkmalen nicht besser beschreiben? Und wenn es tatsächlich darum geht, bestimmte Gruppen herauszugreifen, die besonders anfällig für bestimmte Arten von Kriminalität sind, warum lesen wir dann so selten von Männer-Kriminalität?

Im Falle von Statistiken zu "Ausländer-Kriminalität" scheint es jedenfalls nicht nur um die Benennung von Problemen zu gehen, sondern auch um Ressentiments. Und das führt zu Punkt zwei: die personellen Strukturen.

Journalistische Beiträge zeigen die Perspektive der für diese Beiträge verantwortlichen Menschen. Und das sind in der Mehrzahl weiterhin weiße, bürgerliche, akademisch gebildete Menschen, wenn es um die Chefredaktionen geht, muss man sogar sagen: Männer. Das ist auch bei anderen Themen problematisch. Exemplarisch sei hier Antonia Baums kritische Analyse der Spiegel-Titelgeschichte "Die Faszination des Gangsta-Rap" aus dem vergangenen Jahr genannt.

Im dritten Punkt geht es um das Selbstverständnis von Journalismus generell. Wenn er ein Korrektiv sein will, muss er dorthin schauen, wo es etwas zu korrigieren gibt. Der Blick richtet sich dann auf die Probleme. Unglücklicherweise entsteht im Gesamtbild so schnell der Eindruck, es gäbe nur Probleme.

Glücklicherweise, um mal etwas Eigenwerbung zu machen, gibt es den Medienjournalismus, der sich zwar ebenfalls mit Problemen beschäftigt, aber eben auch, um dieses Bild etwas zu korrigieren, was letztlich – das muss man zugeben – auch wieder zum Eindruck führen kann, mit den Medien wäre grundsätzlich alles sehr, sehr problematisch. Aber hier noch ein überraschender Spin: Das ist es auch.

Komplexe Formen von Kritik

Auf dem Titelbild des SZ-Magazins ist heute Hengameh Yaghoobifarah zu sehen, und wir bleiben damit beim Thema. Auch hier geht es um Minderheiten und Missverständnisse. Yaghoobifarah hat im vergangenen Jahr – Sie wissen das natürlich, aber nur der Vollständigkeit halber – eine Kolumne geschrieben, in der am Ende etwas über die Polizei und Müll stand, das man unterschiedlich deuten konnte, was dann auch passierte. Die Sache wurde beinahe zur Staats- aber mindestens zur Medien-Affäre (zuletzt hier im Altpapier). Daher zuallererst dazu: In dem 35.000 Zeichen langen Porträt, das Mareike Nieberding geschrieben hat, erklärt Hengameh Yaghoobifarah noch einmal, was sie* denn eigentlich gemeint hat.

Eine Anmerkung zum Sternchen: Das steht hier wie auch im gesamten Text des SZ-Magazins, weil Hengameh Yaghoobifarah sich als non-binäre Person definiert. Aber zurück zu ihrem Text. Yaghoobifarah habe

"in ihrer* Kolumne schon gemeint, dass die Polizistinnen und Polizisten in der ‚Müllwirtschaft‘ arbeiten. ‚Ich meinte nicht, dass sie auf den Müllbergen verrotten oder entsorgt werden sollen. Sondern dass sie umgeben sind von Müll, dem sie nicht schaden können.‘"

Und wenn das auch tatsächlich beim Schreiben der leitende Gedanke gewesen sein sollte, könnte es sein, dass es in der gesamten Debatte nur um ein Missverständnis ging, das durch den Interpretationsspielraum zustande kam, den die Sprache hier ließ oder eben lassen sollte. Hengameh Yaghoobifarah lässt aber auch das wieder offen. Mareike Nieberding:

"Sie* könnte auf diese Frage (ob Menschen, die für die Polizei arbeiten, Müll seinen, Anm. Altpapier) mit Nein antworten, stattdessen sagt sie*: ‚Das System der Polizei ist Müll. Im Englischen heißt es: Men are trash. Ich sage: Die Polizei ist trash, sie gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.’"

Aufgefasst wurde der Text, wie Sie wissen, sehr unterschiedlich, wahlweise als gute oder schlechte Satire, wobei die Bewertung im Grunde natürlich keine Rolle spielt. Andere sahen in dem Text einen plumpen Angriff, eine Schmähkritik, wiederum andere etwas sehr viel Komplexeres. Aber was war es denn nun eigentlich? Mareike Nieberding analysiert in ihren Porträt die Methodik:

"Yaghoobifarah arbeitet in ihren* Kolumnen mit Stereotypen und verdichtet ihre* Eindrücke wie eine Cartoonist*in auf ein Ensemble von Figuren, zum Beispiel auf Annika, eine junge weiße Frau, die sich durch ihr ‚Entitlement‘ auszeichne, dadurch, dass sie daran gewöhnt sei, die Welt gehöre ihr. ‚Zweifelt das jemand an, wird sie eklig‘, erklärt Yaghoobifarah."

Und:

"(…) Yaghoobifarah schreibt, anders als zum Beispiel die Spiegel-Kolumnistin Margarete Stokowksi, auch gegen das eigene linke Milieu an, bezeichnet Weiße mit Dreadlocks als ‚kulturrassistisch’ oder das unter Linksalternativen beliebte Elektro-Festival Fusion als ‚Schauplatz der White Supremacy‘. Am häufigsten kriegen es in den Kolumnen aber die Deutschen ab, die sie* als ‚Lauchs‘ und ‚Kartoffeln‘ beschimpft, als ‚geschichtsverdrossen und besserwisserisch‘, oder schlicht auffordert: ‚Deutsche, schafft euch ab!‘"

Die stellvertretende taz-Chefredakteurin Katrin Gottschalk erklärt:

"In ihren* Kolumnen spiegelt sie* Ressentiments, denen Minderheiten ausgesetzt sind, zurück auf die Mehrheitsgesellschaft. Sie* beleidigt absichtsvoll so, dass klar wird, welche Beleidigungen Minderheiten erdulden müssen."

Das mit den verschiedenen Ebenen in einer auf einfache Botschaften konditionierten Gesellschaft ist leider immer so eine Sache (siehe Böhmermanns Erdogan-Gedicht). Die Informationen darüber, wie diese Kritik funktioniert, ist für viele eben nicht auf den ersten Blick zu erkennen, vor allem dann nicht, wenn der Hintergrund fehlt – oder überhaupt das Verständnis für diese Art von Kritik. Wobei die Frage wäre: Ist das ein Mangel oder überhaupt die Voraussetzung für die Wirkkraft?

In jedem Fall bringt es den Nachteil mit sich, dass Kritik, die wie ein Angriff erscheint, sich zunächst selbst ein Bein stellt, denn sie hilft den Kritisierten, sich in der Opferrolle in Sicherheit zu bringen.

"Yaghoobifarah steht zu dem, was sie geschrieben hat. Aber auch sie* bedauert, was nach der Veröffentlichung geschah. Ihr* zufolge haben Seehofer und die Polizeigewerkschaften ihre* Kolumne gewissermaßen als Schutzschild genutzt,um nicht über das sprechen zu müssen, worum es in diesen Wochen gehen sollte."

Und das hat noch einen weiteren unerfreulichen Nebeneffekt:

"Die taz sah anhand der Auswertungen ihrer Social-Media-Plattformen, dass Yaghoobifarah ab dem Erscheinungstag der Kolumne fast einen Monat lang Ziel einer ‚organisierten Hetzkampagne‘ war, wie es Katrin Gottschalk nennt – ausgehend vor allem von Accounts der AfD und von rechten Multiplikatoren."

Andererseits ist der Mechanismus auch hier etwas komplexer und die Eskalation mit all ihren Nebenwirkungen – das ist die Antwort auf die Frage oben – die Voraussetzung dafür, dass sich überhaupt eine größere Wirkung entfaltet. Und hier gibt es einige Parallelen zur Diskussion um die "Cancel Culture", deren Protagonistinnen und Protagonisten durch den Eklat am Ende noch viel mehr Aufmerksamkeit bekamen, so dass hier, wenn man auf das Ergebnis in Deutschland schaut, eigentlich vom Gegenteil von "Cancel Culture" die Rede sein müsste. Bei Lisa Eckhart und Hengameh Yaghoobifarah mündete das schließlich in einer Geschichte im SZ-Magazin, wobei die Gemeinsamheiten hier dann auch fast schon wieder enden. Aber nur fast. Denn wir stecken eigentlich schon wieder mitten drin in der Diskussion um die "Kunstfigur". (Anm.d.Redak.: In diesem Abschnitt stand ursprünglich, dass es sich bei dem Artikel um eine Titelgeschichte im SZ-Magazin handelte. Wir haben dies korrigiert.)

Mareike Nieberding schreibt über die unterschiedlichen Rollen, in denen Hengameh Yaghoobifarah sich befindet:

"In solchen Momenten kommen die zwei Ichs zum Vorschein, die sie* mit den Jahren für sich kultiviert hat: das harte Kolumnen-Ich, das erst mal ‚Abfallsagt, einfach, um zu provozieren. Und das nachdenkliche, abwägende, politische Ich, dem man im persönlichen Gespräch begegnet."

Und wenn man für all das dann am Ende noch ein Wort finden wollte, das alles es vielleicht besser trifft als "Schmähkritik", "Cancel Culture" und das alles willkürlich in einen Topf wirft, könnte man es zum Beispiel einfach versuchen mit: Provokations-Kultur.


Altpapierkorb (Kai Diekmann, Zeitungssterben, Clubhouse, Ramelow, Facebook, Hass-Gesetz, Clearview, lineares Fernsehen)

+++ Kai Diekmann hat nach einem Bericht der SZ für Wirecard bei der Bundesregierung lobbyiert. Die Zeitung zitiert dazu unter anderem eine Nachricht von Diekmann an den Wirecard-Chef, die Diekmann geschrieben hatte, als der Betrug noch nicht aufgeflogen war: "Lieber Herr Dr. Braun, es macht fassungslos, wie Fakten und Darstellung von Fakten auseinanderfallen können. Bleiben Sie stark!"

+++ Beim Spiegel setzt sich die Belegschaft für Chefredakteurin Barbara Hans ein, deren Abgang jedenfalls laut Berichten bevorsteht (Altpapier). Wie Kress berichtet, kritisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Umgang mit Hans scharf. Ein Zitat aus dem Brief: "Eine Woche ist es her, dass in anderen Medien von offenkundig vorhandenen Schwierigkeiten in der SPIEGEL-Chefredaktion berichtet wurde – in einer Art und Weise, die manche von uns an Mobbing erinnerten und bei der eine in der Redaktion geachtete Chefredakteurin, die jahrelang ausgezeichnete inhaltliche und strategische Arbeit geleistet hat, mit teils ehrabschneidenden Darstellungen überzogen wurde. Das hat uns erschüttert, entsetzt, traurig und wütend gemacht."

+++ In den USA ist zwischen 2008 und 2018 in den Nachrichtenredaktionen ein Viertel der Jobs verloren gegangen, schreibt Elizabetz Grieco für das PEW Research-Center. Die Zeitungsbranche war in diesem Zeitraum der größte Verlierer. Hier ging die Beschäftigung um knapp 50 Prozent zurück.

+++ Johannes Schneider hat sich für Zeit Online die Arbeit gemacht (€), Antworten auf einige offene Fragen zu finden, die sich mit Clubhouse nun stellen, unter anderem auch die medienjournalistische: "Interviewen sich bald alle selbst?" Schneider: "Generell gilt: Würden sich so viele für den politischen Volltext interessieren (und nicht vor allem für die herausdestillierte Nachricht), wäre der TV-Sender Phoenix schon längst ein Quotengigant. Dem Journalismus winkt (oder droht) ein goldenes Zeitalter der Clubhouse-Zusammenfassungen."

+++ Marie Blöcher und Daniel Bouhs sind für das NDR-Medienmagazin "Zapp" der Frage nachgegangen, ob tatsächlich alles bei Clubhouse bleiben muss, was bei Clubhouse passiert.

+++ Bodo Ramelow wirkt im Interview mit Cathrin Gilbert und Martin Machowecz für die Zeit (€) dem Eindruck entgegen, er sei da bei Clubhouse in etwas reingeschlittert und habe sich täuschen lassen. Dass es sich um ein öffentliches Gespräch handle, sei ihm bewusst gewesen, sagt er in einem für ein Politiker-Interview sehr privaten und öffentlichen Gespräch. Ramelow verrät zum Beispiel, dass er Legastheniker sei und 18 Jahre lang versucht habe, das zu verbergen. Das wolle er heute nicht mehr machen, auch bei anderen Dingen wolle er offen sein. Eine Zusammenfassung gibt’s bei Kress.

+++ Facebooks Kontroll-Gremium, das Oversight-Board, hat vier Lösch-Entscheidungen des Unternehmens gekippt, berichtet unter anderem der Spiegel. Worum es dabei genau ging und warum das Gremium wieder rückgängig machte, erklärt das Board auf seiner Seite. Ingesamt entschied es über fünf Fälle.

+++ Faceook will in Zukunft keine politischen Gruppen mehr empfehen. In den USA hatte das Unternehmen darauf schon im Präsidentschaftswahlkampf verzichtet, schreibt unter anderem der Standard. Mark Zuckerberg wolle dazu beitragen, "die Gemüter zu beruhigen". Schauen wir mal, wie lange das gelingt. Das Oversight-Board entscheidet demnächst auch noch darüber, ob Donald Trump weiterhin gesperrt bleibt.

+++ Das Bundeskartellamt hat seit der vergangenen Woche mehr Möglicheiten, gegen Facebook vorzugehen und will diese jetzt auch nutzen, berichtet der Standard. Es geht um die Frage, ob Facebook eine marktbeherrschende Stellung hat und diese ausnutzt.

+++ Das Deutschlandfunk-Medienmagazin beschäftigt sich nach dem Interview mit der Frage, ob der Privatdetektiv Julian H., der mit für das Ibiza-Video verantwortlich ist (Altpapier), denn eigentlich ein Whistleblower ist. Annelie Neumann von der Welt, hält ihn nicht dafür.

+++ Der stellvertretende Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Konstantin von Notz, erklärt im Interview mit dem Deutschlandfunk-Medienmagazin @mediasres, warum er das Gesetz zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität für nicht wirklich gut hält. Er befürchtet, dass die Ermittlungsbehörden überschwemmt werden mit Meldungen, "weil die Firmen nach dem Motto handeln ‚in dubio pro Meldunghandeln" und die Behörden in diesen Meldungen "absaufen", so von Notz.

+++ Um den MDR-Staatsvertrag (im Altpapier zuletzt hier) geht es in einem Beitrag des Deutschlandfunk-Medienmagazins @mediasres. Alexander Moritz fasst die ganze Debatte noch einmal zusammen.

+++ Die zwielichtige Firma Clearview (Altpapier) hat aus Millionen von Bildern aus Netz eine Gesichtserkennungsdatenbank zusammenbaut, berichtet Patrick Beuth für den Spiegel.

+++ Markus Ehrenberg beschäftigt sich für den Tagesspiegel mit der nicht ganz neuen aber weiterhin aktuellen Frage, ob das lineare Fernsehen noch eine Zukunft hat. "Dass das lineare Fernsehen nicht ganz out of time ist, zeigt – Amazon Prime Video. Laut Amazon-Sprecher Michael Ostermeier hat der Streamingdienst bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) eine Rundfunklizenz für ‚Prime Video Livebeantragt – um rechtlich sicherzustellen, dass Prime Video Sportübertragungen live zeigen kann, wie die Champions League ab Herbst 2021."

Neues Altpapier gibt es am Montag.

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