Das Altpapier am 5. November 2021 Falsch liegen als Geschäftsmodell

Die Inszenierung von Journalismus spielt im Boulevard eine große Rolle. Christian Drosten kritisiert das bei einer Preisverleihung. Der Getränkehändler Mateschitz hat neben seinem Schwurbel-Sender Servus TV nun noch ein neues Projekt. Und ein Springer-Manager redet Unsinn, um seinem Chef beizuspringen. Ein Altpapier von Ralf Heimann.

Teasergrafik Altpapier vom 5. November 2021: Porträt Autor Ralf Heimann
Bildrechte: MDR | MEDIEN360G

Meinung und Marktanteil

Am Donnerstagabend ist der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis verliehen worden (Altpapier), und nachdem Übermedien sich Anfang der Woche mit dessen gerne falsch verstandenen Standardzitat beschäftigt hat (Altpapier), liefert Stefan Niggemeier jetzt noch den Beleg aus dem Buch von Hanns Joachim Friedrichs nach, in dem er erzählt, wie sein BBC-Kollege Charles Weeler ihn auf diesen Gedanken gebracht hat. Niggemeier zeigt bei Twitter einen Ausschnitt aus dem Buch. Aber seien wir nicht zu optimistisch. In anderthalb Wochen wird wahrscheinlich der nächste Irrläufer mit dem Zitat begründen, warum Menschen, die im Journalismus tätig sind, keine gemeinen Sachen machen sollten.

Aber gut, wir haben es versucht, jetzt ja auch schon zum wiederholten Male. Es ist das Bohren dicker Bretter, womit wir beim nächsten abgenudelten Sprachbild wären. Wir bleiben beim Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis und wenden uns der Medienkritik zu.

Der Virologe Christian Drosten hat bei der Preisverleihung etwas gesagt, das zunächst schwer nach einem Allgemeinplatz klingt, aber trotzdem richtig ist. Die dpa hat es dokumentiert, hier nachzulesen beim Redaktionsnetzwerk Deutschland. Drosten sagte: 

"Wir werden noch lange zu knabbern haben an der Aufarbeitung der Pandemie. Eine Nachbesinnung ist nicht nur in der Politik und der Wissenschaft, sondern unbedingt auch im Journalismus nötig."

Und Drosten stellte die Frage:

"Darf es in den Unterhaltungsformen des Journalismus ein 'Teile und Herrsche' geben, also das Teilen von Meinungen zur Beherrschung eines Marktanteils?"

Damit spricht er, wenn ich ihn richtig verstehe, eine Praxis an, die zu Julian Reichelts Hochzeiten bei den "Bild"-Medien sehr auffällig war, aber auch auch anderswo gängig ist – wir kommen gleich noch auf Österreich zu sprechen.

Wenn die Mehrheit der Medien Drosten zitiert, möglicherweise weil er einfach ein kompetenter Fachmann ist, dann entsteht automatisch eine mediale Nische, wie wir gesehen haben, weil vielen Menschen seine Schlüsse aus politischen Gründen nicht gefallen. Und das führt in Redaktionen anscheinend schnell zu Gedanken wie: Wenn dem Drosten alle glauben, dann sind wir jetzt einfach mal dagegen.

Ungefähr so erschien es, und die "Bild"-Dokumentation bei Amazon Prime entkräftete diesen Eindruck nicht unbedingt. Diese Strategie mag ein gutes Geschäft sein, aber mit Journalismus hat es nicht mehr viel zu tun, wenn Gegenpositionen einfach deshalb besetzt werden, weil eine Nachfrage dafür gibt.

Und das berührt auch ein anderes Problem, über das wir im Altpapier in den vergangenen Monaten öfter gesprochen haben, zuletzt nach einer Diskussion zwischen Markus Lanz und Jan Böhmermann, Giovanni di Lorenzo moderiert. Da ging es um die False-Balance-Problematik. Also um die Frage, ob es eine gute Idee ist, Menschen eine Bühne zu geben, die Gegenpositionen vertreten, damit auf der Bühne so etwas wie der Eindruck von einem Gleichgewicht entsteht. Oder anders gesagt: damit die Inszenierung funktioniert.

Drosten spricht also die Frage an, welche Bedeutung die Inszenierung im Journalismus haben sollte, und wenn man es auf eine Frage zurückführen möchte, welche Rolle finanzielle Erwägungen spielen dürfen. Wenn die "Bild"-Medien wie alle anderen die Informationen von bestimmten Fachleuten verbreiten, weil erst mal nichts dagegen spricht, ihnen zu vertrauen, ist das relativ wahrscheinlich kommerziell weniger erfolgreich, als jemanden zu promoten, der behauptet: Das Gegenteil ist richtig.

Auf der anderen Seite steht an dieser Stelle ein Phänomen, für das Menschen aus dem Wissenschaftsbetrieb oft eher wenig Verständnis haben, und auch Drosten spricht es hier an: die Technik der Personalisierung. Sie ist nicht ausschließlich dazu da, die Rendite zu steigern oder Publikationen dümmer und unseriöser zu machen. Wenn man Informationen vermitteln möchte, muss man Menschen zu allererst erreichen. Die wenigsten setzen sich samstagsabends aufs Sofa und lesen wissenschaftliche Aufsätze. Insofern ist die Inszenierung wichtig, um Aufmerksamkeit herzustellen. Nur die Frage ist: In welchem Maße muss das sein?

Christian Drosten sagt noch einen anderen Satz, der auf den ersten Blick banal klingt, aber vor allem durch ein Wort das Problem sehr genau auf dem Punkt bringt. Der Satz lautet:

"Unsere Realität ist das, was die Medien uns spiegeln."

Das wichtige Wort ist "unsere". Und Drosten benennt auch die Konsequenz dessen, was er bemängelt:

"In einer Pandemie kostet unverantwortliches Handeln Menschenleben."

Futter für die Weltsicht

Damit leiten wir über zum Medienprogramm des österreichischen Getränkehändlers Dietrich Mateschitz, mit dem die Süddeutsche sich heute in zwei Texten auf ihrer Medienseite beschäftigt. Eines seiner Medien ist der Fernsehsender Servus TV. Dessen Intendant Friedrich Wegscheider hat den Sender zu einer Art Querdenker-Heimat gemacht. Cathrin Kahlweit schreibt:

"Covid 19 und Servus TV verbindet eine Art Hassliebe. Der Sender profitiert davon, dass sich, so der Standard, 'Corona-Verharmloser und Gates-Verschwörer' bei dem Salzburger Medium besonders 'wohlfühlen'."

Es ist sehr nah an dem, wovon Christian Drosten bei der Preisverleihung sprach. Jede Verschwörungidee ist, von der anderen Seite aus betrachtet, einfach eine Marktnische. Dann geht es darum, was wichtiger ist: die Wahrheit, Geld oder die eigene Weltsicht?

Bei Servus TV ist diese Entscheidung offenbar schon vor längerer Zeit gefallen. Wegscheider hat den Sender vor fünf Jahren übernommen. Seine Strategie mag gesellschaftlich gefährlich sein, aber erfolgreich ist sie anscheinend schon.

"Eine Studie der Universität Wien vom Sommer belegt, dass die alternativen Realitäten, die bei Servus TV mit besonderer Passion verbreitet werden, mittlerweile ein geneigtes Publikum gefunden haben: Unter den Zuschauern von Magazinen und Talkshows von Servus TV sind demnach 21 Prozent der Meinung, dass das Coronavirus nicht gefährlicher ist als eine normale Grippe. Zum Vergleich: Unter ORF-Zuschauern sehen das nur zehn Prozent so."

Uwe Ritzer liefert in seinem Artikel über ein neues Projekt von Mateschitz, das aus einem Online-Portal und einem monatlich erscheinenden Magazin (Der Pragmaticus) besteht, ein paar Hintergründe zum Weltbild des Geldgebers. "Es war ein eigenwillig-konservatives Weltbild, das da zum Vorschein kam", schreibt Ritzer über seinen Eindruck von einen Interview, das Mateschitz vor vier Jahren mit der Kleinen Zeitung führte, und in dem er öffentlich über Politik sprach, was er sonst offenbar nie macht.

Nach diesem Eindruck geht es bei Mateschitz nicht nur um das Geschäftsmodell, sondern um den Kampf gegen ein empfundenes "Meinungsdiktat". Hier ergibt sich wieder eine Verbindung zu dem Zitat von Döpfner, um das es gleich noch gehen wird, und auch um das, was Drosten gesagt hat: Im Editorial der ersten Ausgabe des neuen Magazins sagt die Titelfigur, ein Strichmännchen: "Ich jage keine Bösewichte, sondern Experten."

Schon die Formulierung macht deutlich: Es geht nicht darum, den Status in Frage zu stellen, dann hätte man auch schreiben können: Leute, die sich Experten nennen. Das Motiv ist Menschen zu "jagen", die sich auskennen, um eine andere Sicht zu verbreiten, die zwar falsch sein mag, das nimmt man in Kauf, die aber zur Weltsicht passt.

Ritzer:

"Wie sehr Mateschitz bei alledem bisweilen irrlichtert, zeigt das Beispiel Addendum. Die Rechercheplattform, finanziert von seiner Privatstiftung Quo Vadis Veritas wollte 'eine multimediale Antwort auf die oft und viel zitierte Krise des Journalismus' sein. Anerkannte österreichische Investigativreporter leisteten respektable Recherche- und Aufdeckungsarbeit bei Addendum. Aber nach nur drei Jahren zog Mateschitz 2020 den Stecker. 'Letztendlich haben wir ihm wahrscheinlich nicht den ideologischen Unterbau dafür geliefert, was er für die Wahrheit hält", sagte Geschäftsführer Niko Alm.'"

Propaganda für den Chef

Woher kennen wir das alles noch mal? Ach ja, aus der Doku und aus der Berichterstattung über die Arbeitsweise der "Bild"-Medien unter Julian Reichelt. Da geht es dem Anschein nach nicht darum, wie Döpfner es auch in seinen zweifelhaften Kurznachrichten dargestellt hat, sich standhaft gegen die Flut aus Propaganda und unhinterfragten Informationen zu wehren, sondern darum, vor allem die Informationen an die Öffentlichkeit zu bringen, die den eigenen Glauben unterfüttern.

In dem Zusammenhang ist auch die Art und Weise interessant, mit der Springer nun versucht, Zweifel am Offensichtlichen entstehen zu lassen – und damit eine neue Wahrheit. Springer-Manager Christian Nienhaus hat seinen Chef nun beim Jahrekongress des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) verteidigt, indem er offensichtlich Falsches behauptete.

Nienhaus sagte, "Döpfner vergleiche weder den deutschen Staat mit der DDR, noch habe er die Absicht gehabt, die Journalistinnen und Journalisten in Deutschland zu beleidigen", so zitiert ihn die FAZ.

Über den zweiten Teil des Aussage lässt sich nichts sagen, weil die Absichten Döpfners nicht bekannt sind, aber dem ersten kann man das ebenfalls im Text zitierte Originalzitat gegenüberstellen.

Zur Erinnerung, es lautet, Reichelt sei "der letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Obrigkeitsstaat aufbegehrt. Fast alle anderen sind zu Propaganda-Assistenten geworden."

Schaut man sich das Gesagte genau an, ergibt es keinen Sinn. Die Passage aus der FAZ-Nachrichtenmeldung ist:

"Döpfner habe die fragliche SMS an einen engen persönlichen Freund in einer hitzigen Debatte geschrieben mit der Vorbemerkung: um mal Stimmung in die Runde zu bringen. Er habe dabei einen Journalisten verteidigt, dessen Rauswurf der Gesprächspartner gefordert habe. 'Das war sozusagen eher ein Böhmermann-Zitat', sagte Nienhaus. 'Das war Ironie, das war übertrieben, das war spitzfindig.' Nienhaus räumte zugleich ein: 'Wie er es formuliert hat, war natürlich Mist.'"

Sollte es tatsächlich Ironie gewesen sein, was Döpfner schrieb, hätte er Julian Reichelt damit nicht verteidigt, sondern ihn lächerlich gemacht. Das, was er geschrieben hat, lässt keine andere Deutung zu als: Döpfner hat die Bundesrepublik mit der DDR verglichen. Und auch in dem Fall, in dem man das Argument akzeptiert, es sei hier um einen Übertreibung gegangen, löst sich die Dissonanz nicht auf. 

Was bedeutet es dann, zu sagen, außer Reichelt seien fast alle anderen seien zu "Propaganda-Assistenten" geworden? Bedeutet es: Das Wort ist zu hart, aber der Großteil der Menschen in deutschen Redaktionen schreibt einfach kritiklos auf, was die Regierung sagt? Wenn man es noch weiter abschwächen würde, hieße es: Der Großteil der Journalistinnen und Journalisten in Deutschland machen ihre Arbeit nicht gut. Sogar dann, wenn man die Übertreibung vollkommen eliminiert, ergibt sich immer noch ein Zitat, in dem die Geringschätzung einer ganzen Berufsgruppe deutlich wird – unglücklicherweise der Berufsgruppe, die Döpfner als Verbandspräsident vertritt.

Kostenfaktor Anstand

Dass die Maßgaben, die im Pressekodex stehen, bei den "Bild"-Medien auch unter Johannes Boie weiterhin nur ein Kostenfaktor zu sein scheinen, wird an einem Fall aus dieser Woche deutlich, den Stefan Niggemeier für Übermedien aufgearbeitet hat. Die neue Unterhaltungschefin Tanja May berichtete Anfang der Woche über Schwangerschaft einer Person aus dem Umfeld von Helene Fischer berichtet, die "selbst in keiner Weise prominent ist oder in der Öffentlichkeit steht". Angekündigt war sie mit der Formulierung, sie habe davon "exklusiv aus dem allerengsten Familienkreis" erfahren. Am Dienstagabend war die komplette Seite dann aber aus dem E-Paper verschwunden.

Im Nachhinein drehte "Bild" das Ganze dann in einer Stellungnahme so, als habe man gewissermaßen aus Freundlichkeit den Bericht gelöscht, obwohl daran ja im Grunde nichts auszusetzen sei. Man habe "trotz belegbarer Faktenlage im Erledigungsinteresse einem Unterlassungsbegehren entsprochen", schrieb der Sprecher laut Niggemeier.

Stefan Niggemeier:

"Man könnte auch sagen: Die 'Bild'-Zeitung hat veröffentlicht, was sie veröffentlichten wollte. Wenn sie sich nachträglich verpflichtet, das nicht mehr zu tun (…), und eine Seite aus digitalen Ausgaben löscht, tut ihr das nicht weh."

Es ist eine schmutzige Abwägung. Die Zeitung mit der Geschichte verkauft "Bild" am Montag. Wenn sie die Seite am Dienstagabend löschen muss, ist das völlig egal, am Dienstagabend ist eine Neuigkeit eh nichts mehr Wert. Wenn die rechtlichen Kosten überschaubar bleiben, ist es ein gutes Geschäft. Das wird sich auch dann nicht ändern, wenn man es immer wieder sagt. Aber man sollte es nicht vergessen.


Altpapierkorb (Nemi El-Hassan, NSU, Morde an Journalisten, Gabby Petito, Facebook, NDR-Rundfunkrat, Wetten, dass..?)

+++ Der frühere NDR-Chefreporter Christoph Lütgert wirft dem WDR und Intendant Tom Buhrow im Fall Nemi El-Hassan (zuletzt gestern im Altpapier) in einem Blogbeitrag ("WDR-Intendant Tom Buhrow – feige, verlogen oder was sonst?") vor, "immer wieder den Eindruck vermitteln, sie gingen vor 'Bild' in die Knie, übernähmen das verlogene Narrativ dieser Zeitung und fielen eigenen Leuten in den Rücken". Lütgert führt auch die Debatte um das Kinderlied an, in der die im Hühnerstall Motorrad fahrende Oma aus dem Kinderlied als "Umweltsau" bezeichnet wird ("Intendant Buhrow bleibt der mutlose Wiederholungstäter"). Und er schreibt in einer "Schlussbemerkung": "Ausgerechnet WDR-Intendant Tom Buhrow hat vor kurzem in der 'Zeit' postuliert: 'Wir brauchen mehr unbequeme Haltungen'. Und weiter unten im Text: 'Die Gesellschaft braucht mehr kontroverse, unbequeme Meinungen und robuste freie Kommunikationsräume. Gerade die ARD und der öffentlich-rechtliche Rundfunk insgesamt können diese Räume anbieten.'"

+++ Die Journalistin Andrea Röpke spricht im Interview mit Sebastian Wellendorf für das Deutschlandfunk-Medienmagazin @mediasres über den NSU und die schwierige Berichterstattung über Rechtsextremismus. Unter anderem sagt sie: "Ich finde am Allerschlimmsten, dass wir Regionen haben, bei denen beschlossen wird, lieber nicht hinzufahren, wenn wir nicht ausreichend genug Leute haben, wenn wir keine Bodyguards für uns organisieren können, dann kann man einfach an bestimmten Orten in Deutschland schon gar nicht mehr berichterstatten." Nach der Erfahrung mit der Berichterstattung über den NSU, wo anfangs auch seriöse Medien falsche Erzählungen und rassistische Stereotype ("Döner-Morde") verbreiteten, fordert Röpke eine kritische Beschäftigung mit der eigenen Arbeit: "Wir müssen uns als Medienvertreter einfach auf viel intensiver mit den Betroffenen auseinandersetzen. Wie würden Sie sich das wünschen? Wie ist Ihre Sichtweise auf die Medienberichterstattung? Dafür bräuchten wir eine sehr intensive Analyse und eine Selbstkritik."

+++ Wer Journalistinnen oder Journalisten tötet, muss sich offenbar keine großen Sorgen machen, erwischt zu werden, jedenfalls laut der Statistik. Gefasst werden die Täter offenbar so gut wie nie. "Acht von zehn. Neun von zehn. Irgendwo dazwischen liegt – nein, nicht die Aufklärungsquote – sondern die Quote derer, die davonkommen, bei Morden an Journalist:innen", schreibt Lisa Schneider in einem Beitrag für die taz. Ein Völkertribunal soll die Quote verbessern.

+++ Millionen von Menschen haben die Suche nach der verschwundenen Bloggerin Gabby Petito begleitet, viele haben versucht, selbst zu ermitteln. Aber ist das wirklich hilfreich? Gudrun Kirfel beschäftigt sich mit der Frage in einem Beitrag für das NDR-Medienmagzin "Zapp". Um die Antwort vorwegzunehmen: Nein, ist es nicht.

+++ Svenja Bergt beschäftigt sich für die taz mit Facebooks nicht so richtig glaubhaften Bemühungen, tatsächlich etwas gegen den Hass in der Timeline zu unternehmen. Die Unterzeile es Beitrags hat mutmaßlich Captain Obvious geschrieben. Sie lautet: "Facebook investiert zu wenig in die Sicherheit der Nutzer:innen. Extreme Inhalte und Hassreden werden nicht konsequent genug unterbunden."

+++ Der Medienrechtler Dieter Dörr hat für die Medienkorrespondenz einen langen Text über ein Thema geschrieben, über das man sonst sogar kurze Texte nur sehr selten liest: die Aufwandsentschädigung der NDR-Rundfunkratsmitglieder.

+++ Alexander Krei hat für DWDL mit ZDF-Unterhaltungsschef Oliver Heidemann über die "Wetten, dass..?"-Show gesprochen, die der Sender am Samstagabend plant, wie hier am Montag schon zu lesen war. Laut Heidemann soll alles so werden wie früher. In anderen Worten: Chris de Burgh und Peter Maffay sind vermutlich gesetzt. Das Ganze ist einmalig geplant. Das sagt Heidemann jedenfalls in dem Interview, worauf Krei einwendet: "Aber Pläne kann man ja ändern", und Heidemann sagt: "So ist das Leben. (lacht)."

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Neues Altpapier gibt es am Montag.

0 Kommentare